Antisemtismus, volksverhetzende Beleidigung der religiösen Gefühle von Muslimen, offensive Verwendung von NS-Vokabular wie „Nationaler Sozialismus„, „Volksgemeinschaft“ sowie des Slogans der SA – das ist das propagandistische Arsenal der NPD im Vorfeld der bundesweiten Demonstration am 7. Juli.
Die Frankfurter Behörden stört das anscheinend nicht. Ihre Untätigkeit muss auf die Faschisten um Wöll und Krebs geradezu als Ermutigung zum Weitermachen wirken.
Die „Freien Nationalisten Rhein-Main“ haben nun eine Art Selbstvorstellungs-Video ins Internet gestellt.
Ihr Chef: Marcel Wöll, NPD-Landesvorsitzender, „Nationaler Sozialist„, Holocaustleugner und von den Behörden offenbar widerspruchslos akzeptierter Anmelder der Nazi-Demonstration am 7. Juli 2007.
Der 7. Juli wurde im Nazi-Kalender als Jahrestag der Gründung der HJ gefeiert, weil 1926 an diesem Tag eine Vorläufergruppe der NS-Zwangs-Jugendorganisation gegründet worden war.
Das Video zeigt zwei Jugendliche, die die BRD-Regierung beschimpfen – der eine in einem braunen T-Shirt (Aufschrift: „Freie Nationalisten Rhein-Main„) der andere in einem roten (Aufschrift: „Fuck Israel„). Der Bezug zur „Antikap-Kampagne“, die verlogene Anbiederung an die Antiglobalisierungs- und Friedensbewegung, die Bewegung gegen den Sozialabbau – und damit zur Demonstration am 7. Juli wird durch das ganze Video deutlich.
Es wird die demokratische Öffentlichkeit im In- und Ausland sicherlich sehr interessieren, ob eine Demonstration, die in dieser offen nationalsozialistischen und antisemitischen Art und Weise beworben wird, von den Behörden unter Verantwortung von OB Petra Roth (CDU) in Frankfurt am Main als legal betrachtet wird.
Wie wird so etwas wohl in der Frankfurter Partnerstadt Tel Aviv gesehen? Was sagen JüdInnen und Muslime dazu, daß in NPD-Veröffentlichungen Frankfurt wieder und wieder mal als „Jerusalem am Main„, mal als „Mekka am Main“ bezeichnet wird – natürlich in der Absicht, diese für JüdInnen und Muslime heiligen Ort dadurch zu beleidigen?
Als Demonstrationsroute soll die NPD den Weg vom Hauptbahnhof zum Opernplatz angemeldet haben. Dort würden dann unter der Überschrift „Dem Wahren, Schönen, Guten“ am Dachfirst des Musentempels Figuren wie die im Video zu sehenden ihren sozialdemagogischen und volksverhetzenden Müll absondern dürfen, massiv geschützt von Polizei aus dem ganzen Land – wie das aussieht, konnte man am 1. Mai in Rüsselsheim sehen.
Als Regisseur und Kamermann dieses volksverhetzenden Videos wird im Internet Christian Müller, NPD, Mitbewohner von Marcel Wölls „Nationalem Zentrum“ im Butzbacher Ortsteil Hoch-Weisel genannt. Dort, in der Langgasse 16, wo Wöll auch sein ARD-Tagesschau-Fake „Wochenschau“ regelmäßig produziert, dürfte auch das vorliegende Propaganda-Video gedreht worden sein. Herzlich willkommen zum diesjährigen Hessentag in Butzbach!
Das Video endet mit dem Slogan „Nichts für uns, alles fürs Vaterland!“ und ändert damit den Slogan der SA („Nichts für uns, alles für Deutschland„) nur unwesentlich ab. Alles legal in Frankfurt und Hessen!
