Schon seit Tagen warnt die Anti-Nazi-Koordination davor, daß es eine Strategie der Nazis gibt, sich am 7. Juli nur in einer kleinen Gruppe am zugelassenen Aufmarschort einzufinden, während andere in viel größeren Zahlen möglicherweise marodierend durch die Innenstadt toben. Nun gibt es schriftliche Belege für solche Überlegungen im einschlägig bekannten Naziforum „Altermedia“.
„Die Zeil ist geil“ heiß es dort vielsagend und mit dem ausdrücklichen Vordersatz: „Hausen ist Scheiße“. Das ist nichts anderes als die Forderung nach einer „Entglasung“ der Zeil. Natürlich sind das nur Stimmungen. Aber sie folgen exakt dem organisierten Verhalten der NPD nach dem Verbot ihrer Demonstration in Schwerin am 2. Juni 2007. Wir haben Ordnungsbehörden und Oberbürgermeisterin auf diese Möglichkeit seit Tagen öffentlich hingewiesen. Wir fordern noch einmal: übernehmen Sie nicht die politische Mitverantwortung für diesen gewalttätigen Irrssinn mit der Möglichkeit des Schadens an Leib und Leben von unbeteiligten Menschen auch in der Innenstadt! Verbieten Sie die Demonstration!
Wortlaut eines Beitrags in „Altermedia“ und der Diskussion dazu:
(Link)
Frankfurt/ Hessen: Nichts für Frühaufsteher? Nach dem Willen der Stadt Frankfurt am Main soll die NPD-Demonstration am Samstag bereits um 9 Uhr morgens stattfinden. Die Partei hatte hingegen 13 Uhr anvisiert. Dies wurde zunächst auch vom Verwaltungsgericht bestätigt. Nun wollen die Frankfurter Stadtherren dagegen vor das Oberverwaltungsgericht ziehen. Grund: Sie halte Uhrzeit und Wegstrecke aus Sicherheitsgründen für erforderlich. Der vom Gericht neu festgelegte Streckenverlauf biete «gefahrerhöhende Aspekte».
Diese „gefahrenerhöhenden Aspekte“ dürften in der Tat vorliegen. Kündigt die Antifa doch bereits jetzt gegenüber den Medien großmäulig an, dass man mit allen Mitteln die Demonstration zu behindern versuchen werde. „…Wir wollen schon die Fahrt der Nazis zum Industriehof unterbinden…”, so Lars Mertens gegenüber der Frankfurter Rundschau. Dem Versuch der Stadt Frankfurt, die Demonstration auf den frühen Morgen zu verlegen, dürfte vielleicht die Annahme zugrunde liegen, dass die Antifa diesen Termin gewissermaßen verschlafen könnte und somit der „gefahrenerhöhende Aspekt“ geringer ausfällt als in den Mittagsstunden. Zusätzlich dürfte natürlich auch die Absicht darin bestehen, die Zahl der nationalen Demonstrationsteilnehmer gering zu halten.
In einem Punkt hatte die Stadt Frankfurt bereits vor dem Verwaltungsgericht Erfolg. Die NPD darf nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, durch die Frankfurter City marschieren, sondern lediglich in einem industriellen Randbezirk. Somit ist es den Stadtvertretern immerhin schon gelungen, der Demonstration eine größere Öffentlichkeit zu nehmen, da in einem Frankfurter Gewerbegebiet am Samstagvormittag wohl kaum größerer Betrieb sein dürfte.
Der Hinweis auf die Gefährdungslage scheint zudem als Grund für Verbote oder Streckenänderungen immer häufiger vor Gericht bestand zu haben. Reicht es offenbar aus, wenn linke Gruppierungen massiven und zahlreichen Gegenprotest anzukündigen, um die Demonstration letztlich unmöglich zu machen. So ist es natürlich schon bezeichnend, dass die Partei als Erstanmelder statt wie ursprünglich in der City geplant nun mehr im Gewerbegebiet demonstriert, währenddessen der Antifa die Innenstadt zur Verfügung steht.
16 Responses to “FKA: Frühschoppen in Frankfurter Industriegebiet? Demonstration soll Samstag schon um 9 Uhr starten! (04.07.07)”
Liebscher :
July 4th, 2007 at 0:23Das wirklich krasse in Frankfurt ist das die Autonomen Antifatzkes scheinbar tun und lassen können was sie wollen. Da werden sich täglich steigernde Gewaltandrohungen ganz offiziell mit der Presse abgesprochen, die Stadtverantwortlichen rufen überparteilich zu einer Kundgebung auf dem Römer auf, zu der wahrscheinlich aber kaum noch jemand kommen wird, weil die Gewalt der Antifa ja viel faszinierender ist. Selbst die Polizei macht dieses Spiel mit und ist außergewöhnlich unkooperativ, wie die letzten Demoversuche in dieser Stadt zeigten. Die haben die öffentliche Meinung tatsächlich schon völlig in ihrer Hand, so extrem kenne ich das nicht mal aus Berlin oder Hamburg!
wartender Krieger :
July 4th, 2007 at 1:24Darum: die Antifa dumm stehen lassen und nur eine Handvoll Kameraden zum offiziellen Demonstrationsort schicken!
Der Rest sucht sich alternative routen und macht zwei, drei größere Spontandemonstrationen, je nach vorhandener Teilnehmeranzahl.
Das ganze könnte man nach Art eines “Flashmobs” organisieren!
Industriehofkater :
July 4th, 2007 at 6:50“währenddessen der Antifa die Innenstadt zur Verfügung steht.”
Was nicht verkehrt ist, weil die dann im besten Viertel randalieren werden und so genau den erwünschten Eindruck bei der Zivilbevölkerung hinterlassen, soweit es da noch Deutsche gibt.
Hessebub :
July 4th, 2007 at 7:35Hausen ist scheiße – deshalb neues Motto für den 7.7.07: “Die Zeil – ist geil!”
(Zeil = größte Einkaufsstraße Hessens, mitten in Frankfurt am Main, mit davon abgehender kleiner Straße an der Hauptwache zur echten, alten Börse)
Worch :
July 4th, 2007 at 8:02@Wartender Krieger:
Da du selbst nicht an Demonstrationen teilzunehmen pflegst, sind deine Ratschläge leider fragwürdig. Ich kann dir den Verschleiß von spontanen oder vermeintlich spontanen Demonstrationen vorrechnen. Den tragen dann die betroffenen Kameraden und nicht du. Also überlaß das in deinem Wartestadium bitte den Männern und Frauen der Praxis, die davon mehr verstehen als du.
Grüße
Christian Worch
Michael Idir, Trier :
July 4th, 2007 at 8:33Industriegebiet hört sich nach grüner Wiese und am Rande eines Ortes an.
Ich lebte in Frankfurt/M. seit über 40 Jahren, bin heute noch regelmäßig monatlich dort, habe den Untergang/die Verseuchung hautnah erlebt und kenne jeden Winkel.
Der sogenannte Industriehof liegt mitten in der Stadt und wird von den Stadtteilen Bockenheim, Hausen, Rödelheim und Uni/Innenstadt eingefaßt.
Liebscher hat Recht, deshalb muß der NW jetzt endlich wieder in Frankfurt aktiv werden.
Allein deswegen wäre ich zu einer dauerhaften Unterstützung bereit (wie viele andere auch), sollte Marcel Wöll monatlich zum Tanz in der Stadt anmelden und aufrufen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist übrigens auch die Landtagswahl im Januar 2008 in Hessen.
MkG,
Micha.
Ignatz Borgenicht :
July 4th, 2007 at 8:39So früh können die StaatsantiFanten gar nicht, oder doch? Vielleicht nur die, welche beim Drogenabend mit Sambaschallplattenalleinunterhalter DJ UgaUga nichts mehr abbekommen haben.
Der Rest liegt um 9 noch im Saich und schert sich einen Dreck um den “Aufmarsch”.
AntiFa heisst auch ausschlafen gegen Sexismus und Nazitum.
Thomas Brehl :
July 4th, 2007 at 9:17@ Industriehofkater
…leider gibt´s im Frankfurter Innenstadtbereich kaum noch Deutsche, alles längst fest in der Hand der Zivilokkupanten…
Kriminalkommissar Freise :
July 4th, 2007 at 9:40@Thomas Brehl
“leider gibt´s im Frankfurter Innenstadtbereich kaum noch Deutsche, alles längst fest in der Hand der Zivilokkupanten…”
Ich bin zwar schon lange nicht mehr dort gewesen aber ich gehe davon aus, daß sie recht haben. Solche Großstädte sind glaube ich vorübergehend schlichtweg verloren und man sollte sich auf die Regionen und Städte konzentrieren in denen die Überfremdung noch nicht so weit fortgeschritten ist. Frankfurt und andere überfremdete Regionen werden eben erst befreit werden können wenn die Nation befreit ist sprich in Berlin eine nationale Regierung sitzt.
horst :
July 4th, 2007 at 9:41Einer Zersplitterung der Demo würde ich abraten, auf der Zeil würden selbst 2-300 Kameraden nicht größer in den Menschenmassen auffallen. Und unbemerkt wird das ganze auch nicht bleiben, da ist am Samstag genug Polizei vor Ort. Ich weiß nicht obs realistisch wäre, aber einfach ein oder zwei Stationen mit allen früher oder später aus der Bahn raus, dann durch einen kleineren Stadtteil laufen, ist wahrscheinlich immer noch besser als der Industriehof – aber wie gesagt, ob das geht??
liebscher :
July 4th, 2007 at 9:47Lieber Micha, ich fürchte monatliche Demos sind dort organisatorisch (noch) nicht zu leisten, das müßtest du als Alt-Frankfurter wissen. Das würde alle Kräfte vergeuden, und der Abnutzungseffekt wäre nach der dritten Demo schon so stark, das kaum jemand Notiz von diesen Demos nehmen würde. Dazu fehlt einfach ein tragfähiger Kreis an Unterstützung, wenn dort später viele Kameraden direkt vor Ort wohnten, ließe sich das vielleicht eher machen, aber das ist in Ffm leider momentan nicht der Fall.
hansel :
July 4th, 2007 at 9:48Hier nochmal die Verweise zu zwei Mobilisierungsfilmen:
Heimatschutz :
July 4th, 2007 at 10:00Werte Kameraden, wir werden uns doch nicht von einem Haufen Primitivlingen des In- und Auslandes das demonstrieren untersagen lassen. In unserem Land? Wie schon häufiger von mir geschildert, ist es endlich an der Zeit aufzustehen und dem Feind ordentlich Gegenwind ins Gesicht zu pusten, diesen Hämpflingen unterster Stufe. Und genau dieses Frankfurt am Main erscheint mir da der komplett passende Ort für zu sein: Massenhaft Ausländerkriminalität, große Diskrepanz zwischen arm und reich und drogenverseucht bis zum gehtnichtmehr.
Hier können wir richtig punkten bei der Bevölkerung. Und das sicherlich nicht nur mit bloßen Worten, sondern der geballten Faust. Also nicht verzagen, Heimatschutz fragen.
Münsterländer :
July 4th, 2007 at 10:15Was soll so ein Mobilisierungsvideo?
http://www.ab-west.net
Sturmfest :
July 4th, 2007 at 10:21Zustimmung an Worch! Schlaue Bemerkungen aus dem Hintergrund nerven! Komm auf die Strasse, oder sei still. Außerdem ist es mit Spontandemos in Frankfurt nicht so leicht. Wie du sicherlich weißt, hat Frankfurt den höchsten Ausländeranteil Deutschlands. Willst du die Kameraden verheizen, indem sie sich auch noch aufteilen. Türken und andere ausländische Freunde sind schließlich meist entschlossener als die Antifa – Kinder…
liebscher :
July 4th, 2007 at 10:52Heimatschutz, ich bezweifele ob wir in der momentanen Phase mit der “geballten Faust” bei der sogenannten Bevölkerung punkten würden. Und warum das gerade in Frankfurt gehen sollte erschließt sich mir auch nicht.
Besser ist umsichtiges Handeln, ein paar Überraschungseffekte, um zu zeigen das wir uns nicht mehr alles gefallen lassen müssen.

Wir wollen euch Milchbubis und Nazigesichter hier nicht. Wir lieben
unsere bunte Stadt, ihr werdet es niemals schaffen hier Fuß zu fassen
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0% Globalisierung ?! Mindestlohn nur für Deutsche ?! Austritt aus der EU ?!
Ihr solltet froh sein, dass ihr in einem demokratischen internationalen System lebt. Nur dadurch habt ihr überhaupt die Möglichkeit, eure beknackte Propaganda zu verbreiten.
Die „geb***** ****t“ gehört auj jeden Fall in euer Gesicht.
Fuck off Nazis
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Stellt Euch vor:
die Nazis demonstrieren im Industriehof
und haben kein Publikum, nur ihr Aufsichtspersonal,
und Ihr seid mitten in der Stadt !
Welche Gelegenheit dem `braven´ Bürger zu demonstrieren,
dass Antifa und Autonome auch ohne Randale auskommen.
Und später dann die Bildern einsamer Hakenkreuzler in einer leeren Bürostadt!
Nicht zu dumm für Nazis!
Eine ziemlich einmalige Gelegenheit!
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Ja klar, damit die Faschos schön viel Platz haben und Frankfurt dann hinterher aussieht wie heute schon Halberstadt…
Besten Dank. Das brauchen wir nicht. Keinen Zentimeter für Nazis!
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immer ruhig mit den hektischen antifa gäulen, ihr übertreibt etwas. ein paar nazis reden von der möglichkeit von spontan demos, die mehrheit aber lehnt dies doch deutlich ab. fraglich ob sie genug leute zusammenbekommen werden für solche aktionen, zumal wir hier nicht im ruhrpott sind und die fressen von dort bekannt sind.
also ruhig bleiben und trotzdem wachsam sein!
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In Göttingen kann die Antifa auch um 5 aufstehen und Aktschn veranstalten, trotzdem weder Antifa und Nazis haben was auf der Zeil verloren, solln se sich doch auf den Mainwiesen kloppen.
Muss denn keiner von denen auf ne Hochzeit, an DEM Tag, komisch;-)
Peace, Love & Unity!
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