Spiegel-Online berichtet:
„Rechtsextreme Überfälle im Osten: Unter rassistischen Parolen haben Rechtsradikale in Schwerin französische Jugendliche angegriffen. In Sachsen-Anhalt attackierten Neonazis ein Zeltlager junger Leute. In Halberstadt wurde ein Obdachloser erschlagen – die Polizei dementiert einen politischen Hintergrund.“
Da können wir im Westen aber locker mithalten:
In Frankfurt/ Main haben es Neonazis auch vergleichsweise gut. Sie dürfen unbehelligt antisemitische Parolen brüllen („BRD – Judenstaat, wir haben dich zum Kotzen satt…„), den Widerstand des 20. Juli 1944 verhöhnen, unter Bruch praktisch aller Demonstrationsauflagen für Hass und Gewalt demonstrieren oder gar Steine werfen oder sich ohne jede Klage der Polizei als „schwarzer Block“ verkleiden – die Polizei räumt dafür einen vorsorglich stillgelegten ganzen Stadtteil von Anti-Nazi-Plakaten leer (Frankfurter Neue Presse, 7. Juli, S. 1), organisiert zum wiederholten Male den reibungslosen An-und Abtransport der Nazi-Reise-Kader mit Sonderfahrten der S-Bahn auf Kosten der Allgemeinheit (ganz als ob es sich bei der Polizei um ein Nazi-Demo-Reiseunternehmen handele), schützt die Nazis bei ihrem gewalttätigen Tun zuverlässig vor der wütenden Bevölkerung und tut ihnen ansonsten nix, obwohl sie mit 8000 BeamtInnen im Einsatz ist und die braune Zusammenrottung eigentlich nach Recht und Gesetz minütlich abbrechen müsste. Einen Tag später versichert der Polizeipräsident dann öffentlich, es sei alles ganz prima gelaufen – wofür sich die Nazis, höflich wie sie bekanntlich sind, artig bedanken. Kostenpunkt des Ganzen laut FAZ, 9. Juli, S. 29: lächerliche 20 Millionen Euro. So geschehen am 7. Juli 2007 – ein denkwürdiger Tag tief im Westen der Republik.

Ein Gedanke zu „Ein ganz normaler Sommertag: Neonazis greifen französische Jugendliche an, attackieren ein Zeltlager und erschlagen einen Obdachlosen in Halberstadt…“