Peter Altmann verstorben – Nachruf der VVN/BdA

Peter Altmann ist am 6. Mai 2011 im Alter von 77 Jahren gestorben. Mit seinem Tod hat die hessische VVN/BdA eines ihrer aktivsten Mitglieder verloren.

Peter Altmann arbeitete seit seinem Germanistik- und Kunststudium als politischer Journalist. Ende der sechziger Jahre wurde er Redakteur der VVN – Wochenzeitung „die tat“ und Lektor des Röderberg-Verlags. Als Präsidiumsmitglied der VVN/BdA übernahm er nicht nur politische, sondern auch publizistische Aufgaben, wie die Herausgabe der ersten großen Dokumentation in der Bundesrepublik über den antifaschistischen Widerstand in Deutschland.

In der Umbruchsituation Anfang der 90er Jahre gehörte Peter Altmann zu denen, die sich mit großem Engagement ans Werk machten, die Existenz der VVN/BdA zu retten und zu sichern. Er übernahm kommissarisch Aufgaben der neuen Bundesgeschäftsstelle, arbeitete als Redakteur der VVN – Mitgliederzeitschrift „antifaschistische rundschau“ und nach dem Zusammenschluss der beiden deutschen VVN – Organisationen und ihrer Zeitschriften auch in der neuen gemeinsamen Redaktion
In den letzten Jahren wirkte er immer noch als Redakteur der hessischen Länderseiten. Hinzu kam seine Tätigkeit als Landesgeschäftsführer der VVN/BdA Hessen, eine Tätigkeit, die er auch im höheren Rentenalter und trotz gesundheitlicher Probleme ehrenamtlich bis zu seinem Tode ausübte.

Die Trauerfeier findet am Dienstag, 24. Mai 2011, um 12.30 Uhr, auf dem Südfriedhof in Frankfurt am Main statt.

VVN-BdA Hessen

#opBlitzkrieg von Anonymous legt Nazi-Seiten im Netz lahm

„Kein Vergeben, Kein Vergessen“: Seit dem 1. Mai 2011 nehmen AktivistInnen von Anonymous im Rahmen der „Operation Blitzkrieg“ (Hashtag #opBlitzkrieg) im Internet erfolgreich Nazi-Seiten ins Visier und legen diese mittels mittels DoS-Angriffen lahm, wie z.B. resistore.org wolfsfront.com widerstand.info


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50 JAHRE AMNESTY INTERNATIONAL – Frankfurt feiert die Menschenrechte

Im Mai 1961 schrieb der britische Anwalt Peter Benenson im Observer einen Artikel über die Verurteilung zweier Studenten im faschistischen Portugal: Sie hatten in einem Café auf die Freiheit angestoßen. Es war die Geburtsstunde von Amnesty International.

In den vergangenen fünfzig Jahren ist Amnesty International zur Hoffnung geworden für alle, die in Diktaturen für die Freiheit kämpfen und leiden. Die Menschenrechtsorganisation zählt heute mehr als drei Millionen Mitglieder und Unterstützer und feiert die Idee, dass einzelne Menschen zusammen die Welt verändern können.
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Nazi-„Schlitzer“ in der Wetterau wieder aktiv

Schon vor einiger Zeit hatte es in der hessischen Wetterau-Gemeinde Echzell heftige Probleme mit der dortigen Nazitruppe „Old Brothers“ gegeben. Parties mit Nazimusik, Anbindung an das Rotlichtmilieu und die lokale Auto-Tuner-Szene, Waffen, Drogen, eine Gaskammer als Partygag, Angriffe auf Nachbarn, der Verdacht auf sexuelle Belästigung von Partygästen in der „Gaskammer“ bis hin zur Vergewaltigung, Videoüberwachung der Wiesengasse, ein möglicherweise illegales Personenbeförderungsunternehmen, jede Menge teure Autos,  ein Tattoo-Studio sowie ein privater Wachdienst, persönliche Beziehungen zu Polizei und Lokalpolitikern – das alles umfasst(e) das regionale Imperium rund um die „Old Brothers“ und deren Boss, Patrick „Schlitzer“ Wolf (Bericht).
Das schien sich für einen Moment gelegt zu haben, nachdem Hunderte von Menschen im letzten Sommer während eines antifaschistischen Festes, veranstaltet von der Initiative „Grätsche gegen Rechts“ deutlich gemacht hatten, daß die Bevölkerungsmehrheit des Ortes dem „Schlitzer“ den Stinkefinger zeigt.
Eine Zeitlang schien dieser sich vielleicht auch beruhigt zu haben. Während des Festes war er sicherheitshalber nicht vor Ort.
Jetzt gehts wieder los mit dem Ärger: als erstes wurde ein Anwohner mit dem Auto angefahren.
Als nächstes kommt eine fette Nazi-Party im Nachbarort. Bericht FR.
Da scheint noch etwas mehr getan werden zu müssen…

Braunes Erbe – NS-Vergangenheit hessischer Landtagsabgeordneter

„Braunes Erbe in Hessen: NS-Vergangenheit hessischer Landtagsabgeordneter
der 1. – 11. Wahlperiode (1946 – 1987)“ lautet der Titel einer Studie (Download als PDF-Datei) des Oldenburger Historikers Dr. Hans-Peter Klausch, welche die Fraktion „Die Linke“ im Hessischen Landtag in Auftrag gegeben hatte, demnach saßen weit mehr Ex-Nazis als bisher bekannt war im Hessischen Landtag.

„Unter den in Frage kommenden 333 Abgeordneten des Hessischen Landtags waren statt der offiziell genannten drei Abgeordneten mindestens 75 Abgeordnete ehemalige NSDAP-Mitglieder“, so der Historiker Dr. Hans-Peter Klausch.

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Berlin: Polizeiführung kungelt erst mit Nazis, leitet dann Nazidemo direkt in die Gegendemo

Marcel Königsberger, Nazischläger, konnte von der Berliner Polizei ungehindert mit einem Knüppel in Kreuzberg zur Demonstration erscheinen und ging nach erfolgreicher Blockade damit auf AntifaschistInnen los.

Am vergangenen Wochenende wollte die Berliner NPD eine Demonstration durch Kreuzberg durchführen, die sie vorher – offenbar in Absprache mit dem Berliner Senat – und seiner Polizeiführung, geheimgehalten hatte. Kurz vor der Demonstration war das Vorhaben durch die Indiskretion eines Nazis im Internet bekannt geworden -die Zeit reichte dennoch, die Fascho-Demonstration am Mehringdamm einzukesseln und zu stoppen.[ Bericht „junge Welt„]. Die Polizei leitete bei dieser Gelegenheit einen Teil der Nazidemonstration direkt in die GegendemonstrantInnen hinein und sah tatenlos zu, daß Nazis auf am Boden sitzende AntifachistInnen eintraten und -prügelten. Dieser Vorgang ist ein weitere beleg für die schon seit längerem diskutierte Notwendigkeit der Organisation eines wirksamen antifaschistischen Selbstschutzes.
Eine Recherche-Gruppe der Antifa in Berlin sucht inzwischen dieNnamen der besonders aggerssiven Nazischläger. Hierfür hat sie eine Reihe von Fotos ins Internet gestellt und bittet alle, sich diese genau anzusehen und Kontakt aufzunehmen, falls jemand die abgebildeten Faschisten erkennt: Link zu Bericht und Fotos

Siehe auch: „Scheitern in Kreuzberg“ – Konspirativ organisierter Nazi-Aufmarsch erfolgreich blockiert; Nazis greifen PassantInnen an – apabiz-Dossier (Link zur PDF-Datei)

16. Juli: Nazi-Aufmarsch in Gießen

GEMEINSAME ABFAHRT NACH GIESSEN
HAUPTBAHNHOF FRANKFURT GLEIS 13, 9:22 UHR

alle wichtigen Infos für Telefonnummern, eine Karte für Orte, Routen und sonstiges finden sich hier.

Für den 16. Juli haben Nazis der NPD und der JN einen bundesweit beworbenen Aufmarsch durch Gießen angekündigt.
Das System ist am Ende, wir sind die Wende“ ist ihre demagogische Losung, mit der sie berechtigte Unzfriedenheit mit den gesellschaftlichen Zuständen für ihre rassistischen, antisemitischen, antiislamischen und nationalistischen Ziele mobilisieren wollen.
Mehrere Gruppierungen haben bereits angekündigt, daß es am 16. Juli keinen Naziaufmarsch in Gießen geben wird. Er wird blockiert werden. Faschistinnen blockieren ist unser Recht, das wir uns von niemandem absprechen lassen.
Denn Faschismus – das ist menschenverachtende und mörderische Ideologie und politische Praxis – und keine „Meinung“, die Anspruch auf Meinungsfreiheit hätte.

Die Anti-Nazi-Koordination ruft alle AntifaschistInnen der Region dazu auf, sich an den Blockadeaktionen gegen den Gießener Faschistenaufmarsch aktiv zu beteiligen. Was in Dresden geht, geht auch in Gießen: Masse und Breite einerseits, Entschlossenheit, Beweglichkeit und Kreativität andererseits. Wir streben an, auf dieser Basis gemeinsam mit möglichst allen Frankfurter AntifaschistInnen in Gießen aufzutreten, um auch in Gießen unseren Beitrag leisten zu können.

Haltet diese Seite im Blick, informiert Euch regelmäßig
und bereitet Euch auf den 16. Juli vor!

Finnische Faschisten besonders kreativ…

Die finnische Partei NSFAP verwendet das Parteiprogramm der Hitlerfaschisten um nur wenige Kleinigkeiten verändert: insbesondere hat sie überall da, wo die Nazis „Jude“ stehen haben, nun „Moslem“ eingesetzt. Und verlangt nicht die sofortige Ermordung dieser schädlichen Nicht-Finnen („nicht mit kulturellen, Blut- oder Schicksalsbanden“ der finnischen Nation verbunden), sondern „nur“ deren sofortige Ausweisung. Das berichtet die in Schwedisch erscheinende finnische Tageszeitung Hufvudstadsbladet nach einem Bericht in „Die Presse„. Erinnert irgendwie an den Rucola-Werbespot mit den drei Finnen in der Sauna. Wer hat´s erfunden?

Betrifft: Ausnahmezustand anlässlich des Nazi-Aufmarschs am 30. April

In einem Offenen Brief an den Bremer Senator für Inneres, Mäurer, nehmen Betriebsräte und IG Metall-Vertrauensleute von Mercedes-Benz in Bremen Stellung zum „Ausnahmezustand anlässlich des Nazi-Aufmarschs am 30. April 2011“, den wir nachfolgend dokumentieren (als PDF-Datei hier ansehen oder downloaden):

Betrifft: Ausnahmezustand anlässlich des Nazi-Aufmarschs am 30. April

Werter Herr Senator für Inneres,

als Teilnehmer an der antifaschistischen Demonstration fühlen wir uns bedroht. Wir fühlen uns weniger bedroht von den Dreigroschenjungs der NPD (und den dazu gehörigen Verfassungsschützern), die die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in Bremen am 1. Mai provozieren wollten. Damit sind wir bisher immer fertig geworden.

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8. Mai: Erinnert Euch! Ettie und Peter Gingold

Am 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus, findet im DGB-Haus Frankfurt, Großer Saal,  von 11 – 13 Uhr eine Gedenkveranstaltung an Ettie und Peter Gingold statt. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „… über Werk und Wirkung von Ettie und Peter Gingold“.

Eine Gesprächsrunde tauscht anschließend Erinnerungen und Erfahrungen aus: Siegmund Gingold (Paris), Hans Heisel (ehm. Résistance), Katinka Poensgen (ANK, IG Metall), Anka Hätzel (Betriebsrätin, ver.di) und Lena Carlebach (Lagerarbeitsgemeinschaft Bchenwald-Dora). Es moderieren Anne Wanninger und Mathias Meyers. Die Musik steuert die Gruppe Politokk bei.

Die Matinee ist die Auftaktveranstaltung der kürzlich gegründeten Gingold-Erinnerungsinitiative. Wer für die Initiative www.gingold-initiative.de spenden möchte, kann eine Spende auf das Konto M.Meyers, Kennwort: Gingold, Kto.Nr. 1200329975 bei der Sparkasse Mainz, BLZ 55050120 überweisen.