BILD wirbt für „Odin statt Allah“

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NPD-Blog.Info weist darauf hin, daß auf BILD.de mit der Parole „Odin statt Allah“ geworben werden kann. Und zwar just auf einer Seite, auf der die Frage diskutiert wird: „Freie Nationalisten – wie gefährlich ist die Nazi-Gruppe?“ Eine wichtige Frage, nicht nur in Zeiten des Schnippkoweit-Prozesses oder des Angriffs auf Alois Mannichl. Das Blatt mit den großen Buchstaben kann sich diese Frage aber im Grunde sparen: haben dort die Nazis partiell bereits das Hausrecht inne? Weiterlesen „BILD wirbt für „Odin statt Allah““

Frankfurt, 14. Januar: laute, bunte, deutliche Aktionen für eine demokratische Politik, sozialen und ökologischen Fortschritt, gegen die konservative und reaktionäre Rechte, Rassismus und Nazis

Am Mittwoch, 14. Januar 2009, vier Tage vor den hessischen Landtagswahlen, finden in Frankfurt zwei landesweite Aktionen für eine demokratische Wende in Hessen statt: Weiterlesen „Frankfurt, 14. Januar: laute, bunte, deutliche Aktionen für eine demokratische Politik, sozialen und ökologischen Fortschritt, gegen die konservative und reaktionäre Rechte, Rassismus und Nazis“

Prozess gegen Kevin Schnippkoweit in Kassel beginnt

Am 17.  Dezember 2008 begann in Kassel der Prozeß gegen Kevin Schnippkoweit, der am 20. Juli am Neuenhainer See im Schwalm-Eder-Kreis auf eine schlafende Dreizehnjährige mit Bierflasche und Klappspaten eingedroschen hatte, die im Zelt eines solid – Camps übernachtete.
Zusammenfassung der meisten bisherigen Infos, Links zu einem Video von „Panorama“ und anderes hier.
[Update: Bericht vom ersten Prozesstag: Schnippkoweit erklärt sich für während der Tat unzurechnungsfähig …: NPD-Blog.info]
[Update 2: Antifaschistisches Video zum Fall Schnippkoweit]
Video vom ersten Verhandlungstag (HR)

Nazi-Pack und Islamhasser allenthalben Hand in Hand

Während noch alle (stop! – nicht ganz: die Rassisten von „Politically Incorrect„, bevorzugen genau wie die Nazis von „Altermedia“ [http://de.altermedia.info/general/viele-grusse-vom-nationalen-widerstand-messerattentat-auf-passauer-polizeichef-141208_20343.html] verschwörungstheoretisch-zynische Schwurbeltheorien mit der Tendenz zum Nazi-Schutz – ein Vergleich der beiden Seiten ist lehrreich …) ganz erschrocken nach Passau starren und sich wundern, daß es wirklich Nazis geben soll, die gewalttätig werden, werden andernorts die nächsten Schweinereien schon vorbereitet. Dabei weitet sich die Tendenz zur Zusammenarbeit des „pro“-Spektrums mit Nazis aus: in Köln demonstrierten am vergangenen Samstag „pro Köln“ und „Autonome Nationalisten“ gemeinsam vor einer Moschee (Indymedia). In Bonn wurde ein Ortsverband „pro Bonn“ gegründet, der, wie die Antifa Bonn/Rhein-Sieg informiert, ähnlich wie der Verband „pro Rhein-Sieg“ mit Dr. Peter Mahlborn, mit Nico Ernst ebenfalls einen regional bekannten Neonazi an die Spitze berufen hat (Presseerklärung 15-12-2008, PDF-Datei).  Weiterlesen „Nazi-Pack und Islamhasser allenthalben Hand in Hand“

Neonazi greift den Passauer Polizeichef mit dem Messer an

Der Passauer Polizeichef Alios Mannichl, 52,  ist von einem Neonazi niedergestochen worden und hat offenbar nur knapp überlebt: BR, Spiegel online, NPD-Blog.info (wo auch die hämischen Kommentare von Gesinnungskameraden des Angreifers aus dem „Weltnetz“ dokumentiert sind). Hintergrund der Tat ist offensichtlich das polizeiliche Vorgehen gegen Nazis, die bei der Beerdigung des Altnazis Friedhelm Busse eine Reichskriegsflagge ins Grab geworfen hatten. Der Täter soll nach Medienberichten unmittelbar vor seinem Angriff gesagt haben “Viele Grüße vom nationalen Widerstand. Du linkes Bullenschwein trampelst nicht mehr auf den Gräbern unserer toten Kameraden herum.
[update: Dieser Satz bezog sich möglicherweise aber auf den „Heldengedenktag“ in Passau und einen Auftritt der dortigen NPD, die sich von Mannichl gestört fühlte. NPD-Blog.info weist hier darauf hin, daß ein dementsprechender Satz auf der Homepage der NPD Passau nachträglich gelöscht worden sein soll. Das wiese unter Umständen auf eine Verwicklung dieser Partei in den Vorgang hin.]

„Melmapalena“ – Vertreter der exilafghanischen Elite und hochrangige Bundeswehrangehörige versprechen sich gegenseitig, füreinander sterben zu wollen

Im Rahmen eines „melmapalena“ bedankten sich, so der Einladungstext, gestern abend in Frankfurt, Restaurant „Orient Palace“ (Vilbeler Landstraße, Fechenheim), Vertreter des offiziellen Afghanistan im Rahmen eines festlichen Empfangs bei hochrangigen Bundeswehrangehörigen für deren Einsatz bei der Besatzung ihres Landes (vgl. dazu den Blog „Soldatenglück„) . Bei dem Wort „melmapalena“ handelt es sich um den Namen eines archaischen Verbrüderungsrituals aus dem Kontext des pashtunischen Ehrenkodex („pashtuwali“). Dabei versichern sich die daran beteiligten Seiten unter anderem, im Ernstfall füreinander sterben zu wollen. Na denn.
Gegen diese „Dankesgeste“ für die Besatzung Afghanistans hatte die Gruppe „Nato.ade“ Proteste angekündigt. Es waren die Namen der auf beiden Seiten Beteiligten veröffentlicht und politisch eingeordnet worden, die Protestaktion wurden in den Kontext der „mg-Prozesse“ sowie das Vorfeld der Aktionen gegen den 60. Jahrestag der NATO-Gründung gestellt. Erklärung der AktivistInnen und Foto zur gestrigen Aktion: Danke Wofür? (PDF-Datei)

„Αλεξανδρε Ζεις!“ – „Alexandros, Du lebst!“ … ein Hintergrundbericht zur Situation in Griechenland

Den folgenden, recht persönlich gefärbten Hintergrundbericht zur Situation in Griechenland schickte uns gestern Marcel Bathis, ein Frankfurter Gewerkschaftsaktivist mit familiären Bindungen nach Griechenland. Er erklärt plausibel die anhaltende Wut der griechischen DemonstrantInnen auf Polizei und Staat und straft das haltlose Stottern aus den Kommentaren der deutschen „Leitmedien“ (einschließlich des „Pflasterstrands„) Lügen. Die inzwischen eindeutig dokumentierte Zusammenarbeit griechischer Faschisten (hier, hier und hier; zum Generalstreik am Mi, 10.12.: Text und Fotos der Kommunistischen Partei Griechenlands KKE hier; Zusammenfassung aus dem linksradikalen Spektrum hier) mit der Polizei bestätigt die Einschätzung von Marcel am Schluß seines Papiers.
[Update 1: In Frankfurt hat sich die Polizei gestern am Rand einer Solidaritätsdemonstration für die griechischen DemonstrantInnen ihrer griechischen Kollegen würdig erwiesen, indem dabei nach Auskunft von Zeugen vermummte agents provocateurs der Polizei eingesetzt wurden. Siehe dazu einen Video-Link, der den Einsatz von Zivis der Polizei dokumentieren soll (ganz unten)]
[Update 2: Marcel Bathis hat einen weiteren Text verfasst – eine kurze Zusammenfassung der Zusammenarbeit von griechischen Faschisten mit der staatlichen Repression. Er ist an den ersten hier folgenden Text angefügt] :
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„Vertikale Kommunikation“: ein VS-Spitzel, die NPD und der Vorsitzende der Antifa BI Wetterau

Auch wenn es auf den ersten Blick unglaublich erscheint: der folgende, auf Indymedia erschienene Bericht beruht auf der Realität. Da stark anzunehmen ist, daß zu diesem Vorgang in Kürze weitere Artikel an anderen Orten erscheinen, werden wir sie an dieser Stelle sammeln. Wir fordern die Antifa BI Wetterau auf, sich klar zu den beschriebenen Vorgängen zu äußern und Konsequenzen zu ziehen.

1. „Vertikal nicht ganz korrekt informiert“ – über die merkwürdige Liaison zwischen dem Vorsitzenden der Antifa BI Wetterau und einem VS-Spitzel in der NPD (Indymedia)

2. „Der Mitarbeiter„. Peter Jülich beschreibt auf „Netz gegen Nazis“ die Machenschaften des oben erwähnten NPD-Funktionärs der Wetterau, der zugleich bis in die jüngste Vergangenheit beim VS als Spitzel tätig war, bevor er auch noch die Antifa selektiv mit Wissen versorgte. Heute ist er Mitglied „einer großen Volkspartei …“

Der Nikolaus und die Sprachenfrage

Die Sprache der Bundesrepublik Deutschland ist deutsch“ – so soll es künftig im Grundgesetz heißen, geht es nach einem Antrag, der beim jüngst vergangenen Parteitag der CDU in Stuttgart beschlossen wurde. Deutlich wurde damit erneut, daß eine Mehrheit der CDU entschlossen ist, den aus ihren Reihen stammenden rechtspopulistischen „Leitkultur“-Diskurs fortzusetzen. In der Konsequenz solcher Politik wird seit längerem bereits im rassistischen Milieu jede und jeder, der auf die multikulturelle Realität dieser Gesellschaft hinweist, als „Gutmensch“ verhöhnt oder gar bedroht – im Zweifelsfall auch mit antisemitischen Begriffen, Bildern, Denkstrukturen.  Der Gegenbegriff zu „Gutmensch“ trifft demzufolge offenbar auf die zu, die so polemisieren.
Die Sprache der Bundesrepublik Deutschland – das sind die Sprachen der Menschen, die hier leben. Dies macht auch eine Aktion des Pfarramts für Stadtkirchenarbeit an der Alten Nikolaikirche auf dem Frankfurter Römerberg deutlich – also richtigerweise genau an jenem Ort, wo die BürgerInnen der Stadt seit dem Mittelalter eines Schutzpatrons des Handels gedenken – des Bischofs Nikolaus aus Smyrna (heute: Izmir). Zu der Aktion schreibt der Pfarrer dieser Kirche, Dr. Jeff Myers (gebürtiger US-Bürger) : Weiterlesen „Der Nikolaus und die Sprachenfrage“

Zum angekündigten Hessenkongress von NPD und Kameradschaften

Für Samstag, 13. Dezember, haben NPD und Kameradschaften aus Hessen einen „Hessenkongress“ im bekannten braunen Nest Wölfersheim-Wohnbach angekündigt. Dazu gibt es inzwischen einen Aktionsaufruf der neu formierten Frankfurter Gruppe Antifa Affect (s.u.), der inzwischen auch die Runde macht. Offen ist allerdings, ob die Nazi-Veranstaltung an diesem Tag überhaupt wie angekündigt stattfindet, worauf im Aufruf der Antifa Affect auch ausdrücklich hingewiesen wird. Nach bislang unbestätigten Gerüchten soll das Nazi-Treffen auf den 10.1.2009 verschoben worden sein. Hintergrund könnten die Anstrengungen der Nazis sein, ihre erforderlichen 1000 Unterschriften für den Landtagswahlkampf fristgerecht zusammenzuschustern, doch ist auch dies keine bestätigte und gesicherte Information. Wir versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen und informieren, sobald wir mehr wissen, über den realen Termin. Aufruf der Antifa Affect:
[update: Der Hessenkongreß ist endgültig abgesagt. Voraussichtlicher Ausweichtermin: 10. Januar 2009]
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