In Frankfurt gibt es nicht nur den Marathon, den „JP Morgan Challenge – Lauf“ oder den „Lauf für mehr Zeit“, sondern nun bereits zum dritten Mal den „Lauf gegen Rassismus und Gewalt“, der vom Weißen Stein zum Frankfurter Berg führt. Veranstalter: Jugendhaus Frankfurter Berg des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V., Evangelisches Stadtjugendpfarramt Frankfurt am Main und die Evangelische Gemeindejugendvertretung Frankfurt am Main – darunter viele wohlbekannte AktivistInnen gegen Nazis zB. am 7. Juli 2007. Mit Sicherheit werden auch LäuferInnen der Anti-Nazi-Koordination unter den StarterInnen sein.
Text des Aufrufs zum Lauf, Details: Weiterlesen „2. Oktober, 17 Uhr: 3. Lauf gegen Rassismus und Gewalt“
Autor: HCS
Aufruf der autonomen antifa [f] zur Verhinderung des Rassistenkongresses in Köln, 20. September
Die autonome antifa [f] ruft zur Verhinderung des internationalen „Anti-Islamisierungs-Kongresses“ in Köln auf, der dort am 20. September stattfinden soll. An diesem Kongress wollen auch AktivistInnen der rassistischen Moscheebaugegner aus Frankfurt-Hausen teilnehmen. Über einen kurz vor diesem Termin stattfindenden Kongress „feel the difference„, der eher von antideutschen Positionen inspiriert ist und sich anscheinend bewußt als Alternative zum bundesweiten Aufruf zur Verhinderung des Kongresses unterscheiden möchte (O-Ton: „Sich vor diesem Problem unter einer „alle gegen Nazis“- Lösung in einer bundesweiten Kampagne einfach weg zu ducken, halten wir für falsch“), wurde bekannt, daß an ihm auch ein Autor aus dem Umfeld der neu-rechten „Jungen Freiheit“ als Referent teilnehmen sollte: „Die Veranstalter der Konferenz »Feel the difference«, die sich ebenfalls als Teil des Gegenprogramms zum »Pro-NRW«-Kongreß versteht, haben derweil mitgeteilt, den Referenten Hartmut Krauss ausgeladen zu haben. Wie erst jetzt bekannt geworden sei, publiziere dieser gemeinsam mit Autoren der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit in einem Sammelband.“ (junge Welt).
Aufruf der autonomen antifa [f]:
Anhänger des stellvertretenden hessischen NPD-Vorsitzenden Mario Matthes rufen erneut zu Gewalt auf
Das Bildungs- und Solidaritätswerk Anna Seghers e.V. in Wiesbaden veröffentlicht die folgende Erklärung zu neuerlichen und mit den persönlichen Daten eines Antifaschisten versehenen Gewaltaufrufen aus dem Umfeld des kriminellen Nazi-Schlägers und Stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Mario Matthes: Weiterlesen „Anhänger des stellvertretenden hessischen NPD-Vorsitzenden Mario Matthes rufen erneut zu Gewalt auf“
Der Preis der „Freiheit“ – im postsowjetischen Litauen werden antifaschistische jüdische PartisanInnen verfolgt
Das weiß ja jeder: 1989/91 war eine Epochenwende. An deren Ende stand die „Freiheit“ nicht nur für die DDR, sondern auch für die Gebiete der ehemaligen Sowjetunion, wie zum Beispiel Litauen. Seither wird dort Geschichte nicht nur gemacht, sondern auch umgeschrieben. Im Zuge dessen wird nun gegen ehemalige jüdische antifaschistische PartisanInnen staatsanwaltschaftlich ermittelt. Schon zuvor war 2005 im benachbarten Lettland die aus ehemaligen SS-Freiwilligen bestehende „Lettische Legion“ regierungsamtlich rehabilitiert, unter deutscher Beteiligung ein Denkmal für sie eingerichtet und zugleich ein Ehrenmal für die sowjetischen BefreierInnen Lettlands demonstrativ entfernt worden (Bericht), was zu tagelangen Unruhen geführt hatte. Nun sollen im NATO- und EU-Staat Litauen sogar ehemalige jüdische, antifaschistische PartisanInnen, dort in übelster Goebbels-Diktion als „Terroristen“ und „Mörder“ bezeichnet, belangt werden. Wir veröffentlichen einen diesbezüglichen Offenen Brief und bitten, ihn weiter zu vermitteln sowie mit Hilfe der dort angegebenen Möglichkeit zu unterzeichnen: Weiterlesen „Der Preis der „Freiheit“ – im postsowjetischen Litauen werden antifaschistische jüdische PartisanInnen verfolgt“
„Politically Incorrect“ und die „Hausener Bürger“ hetzen immer weiter: Rassismus pur

Ein Artikel der „Frankfurter Rundschau“ zur Situation in Frankfurt-Hausen bringt erneut diejenigen Hausener Rassisten auf die Palme (sorry: muß natürlich heißen: die Eiche!), aus deren Reihen vor einigen Tagen die Bildung einer rassistischen Bürgerwehr gegen den Moscheebau im benachbarten Stadtteil Industriehof angekündigt worden war. Da die Verfasserin des FR-Artikels einen türkischen Namen trägt, heißt es zB. aus der unkenntlich gemachten Visage eines anonymen Bloggers auf „Politically Incorrect“ (PI) , der sich den klangvollen Nick „AndieLaterne“ zugelegt hat:
„#18 Andie Laterne (17. Aug 2008 14:38) “Gebrochener Widerstand”: VON CANAN TOPçU —- Noch Fragen??“. Weiterlesen „„Politically Incorrect“ und die „Hausener Bürger“ hetzen immer weiter: Rassismus pur“
20. September – Rassistenkongreß in Köln: No Pasarán!
Bild: „Biodeutsche“ – Demonstranten von „Pro Köln“ gegen den Bau einer Moschee. Quelle: junge Welt
Neben organisierten Nazis wie der NPD und der Neuen Rechten á la „Institut für Staatspolitik“ stellt heute bei aller Unterschiedlichkeit und Widersprüchlichkeit in vielen Fragen das rasch wachsende Spektrum rassistischer Gruppierungen mit dem Hass auf „den Islam/ismus“ als gemeinsame inhaltliche Ausrichtung die dritte Säule tendenziell faschistischer Bewegungen dar. Die Übergänge sind fließend. Gruppen wie NPD und REPs wetteifern um wachsenden Einfluß in einer Szene, in der Persönlichkeiten wie zum Beispiel Udo Ulfkotte, Hiltrud Schröter aber auch Henryk M. Broder, der kulturalistische Neo-Rassist Ralph Giordano („ich will auf deutschen Straßen keiner Burkaverhüllten begegnen!“) und der unsägliche Internet-Blog des Stefan Herre, „Politically Incorrect“, den Ton angeben. Zu einem am 20. September in Köln stattfindenden Kongress der „Islamkritiker“ wurde auch Jean-Marie Le Pen eingeladen. Nicht auszuschließen ist die bevorstehende Gründung einer bundesweiten Partei, die politisch zwischen CDU und NPD einzuordnen wäre und die Interessen der, wie es zB. auf Politically Incorrect“ wieder und wieder heißt, „Biodeutschen„, „Autochthonen„, „alteingesessenen Bürger“ – also der stinknormalen RassistInnen – politisch zum Ausdruck bringen soll. Der Kongress, ausgerichtet von „pro Köln“, wird nicht ungestört über die Bühne gehen können. Bundesweit gibt es Gruppen, die sich auf Aktionen gegen das Rassistenspektakel von Kön vorbereiten, unter anderem bei öffentlichen Blockadetrainings. In Frankfurt, seit Monaten Schauplatz eines derzeit wieder heftigeren Konflikts um den Bau einer eher kleinen Moschee, wird eine Info-Veranstaltung am 8. September um 19.30 Uhr stattfinden (Ort wird noch bekanntgegeben). Infos zur bundesweiten Kampagne gegen den Rassistenkongress gibt es unter www.hingesetzt.mobi und www.queergestellt.de.
Im Folgenden: Text der Einladung zum Frankfurter Vorbereitungstreffen sowie Aufruf der Interventionistischen Linken „Sie kommen nicht durch! Wir sind schon da„: Weiterlesen „20. September – Rassistenkongreß in Köln: No Pasarán!“
Überraschende Entwicklung im Prozess gegen eine Frankfurter Antifaschistin
Im Prozess gegen eine antifaschistische Aktivistin, die am 7. Juli 2007 zur Blockadegruppe Rödelheim gehört hatte, kam es am gestrigen 14. August zu einer eher überraschenden Entwicklung, die dazu führen könnte, daß im weiteren Prozeßverlauf nun der seinerzeit verantwortliche Polizeieinsatzleiter vorgeladen wird. Der hatte am 7. Juli möglicherweise gegen eine Anweisung aus dem Polizeipräsidium gehandelt, als er angeordnet hatte, alle eingekesselten AntifaschistInnen festnehmen zu lassen. Ein Prozeßbeobachter schreibt uns dazu: Weiterlesen „Überraschende Entwicklung im Prozess gegen eine Frankfurter Antifaschistin“
Nazipropaganda in Rödelheim
Im offenkundigen zeitlichen Zusammenhang mit der aktuellen Welle nationalistischer, islamfeindlicher und rassistischer Stimmungen in Frankfurt kleben derzeit faschistische Propgandisten im Stadtteil Rödelheim ihren politischen Müll im öffentlichen Raum. Dabei fallen sie nicht nur durch ihre faschistoide Gesinnung auf. Sie müssen auch sonst geistig minderbemittelt sein, denn sie ziehen regelmäßig die Schutzfolie ihrer Fascho-Aufkleber aus dem „Wikingerversand“ nicht ab, sondern verwenden Leim. Das Ganze findet immer nachts statt.
Bürgerwehr in Hausen: eine rassistische „Aktionsgruppe 22. Juli“ kündigt „aktionistischen Widerstand “ gegen den Moscheebau an
Schon im vergangenen Herbst hatten anonyme Blogger aus Frankfurt-Hausen zur Gründung einer Bürgerwehr gegen den Bau der inzwischen genehmigten Moschee der Hazrat-Fatima-Gemeinde im Stadtteil aufgerufen. Das klang etwa so: „Also, das sieht doch ganz danach aus, als ob der Hausener Bub mit einigen Kumpels bei Nacht und Nebel ein wenig “mit der Wurzelübrste beigeht”, wie meine Mama – Gott hab’ sie selig! – gesagt hat, wenn’s ans Großreinemachen ging. Es wird allerhöchste Zeit in Hausen eine Sau durchs Dorf zu treiben. Es müssen sich ein paar aufrechte Jungens – und dem Abendland treue Mädels – finden, die den Musels vor Ort zeigen, wer in Deutschland das Sagen hat. So eine Bürgerwehr für Europa wäre ein Akt der kulturellen Notwehr.“ Andere Blogger riefen gar in der Sprache des Ku-Klux-Klan auf den Kommentaren des sattsam bekannten und für solche Äußerungen offenbar prädestinierten Blogs „Politically Incorrect“ zum „bewaffneten Kampf gegen den Islam“ auf.
Nun folgen den Worten anscheinend demnächst Taten. Zumindest wird es angekündigt. In einer der Anti-Nazi-Koordination vorliegenden anonymen E-Mail einer „Aktionsgruppe 22. Juli“ wird „aktionistischer Widerstand“ auf der Straße sowie die Absicht angekündigt, den Moscheebau dadurch verhindern zu wollen. In auffallender sprachlicher Nähe zu einem Leserbrief an die „Frankfurter Rundschau“ wird, was auch immer das heißen soll, „determinierter Widerstand“ der Hausener Integrationsverweigerer („alteingesessene Bürger„, „autochthone Deutsche„) in Aussicht gestellt – ganz die bereits bekannten „Bürger in Wut„, in deren mittelbarer Nähe sich die Koranexpertin Dr. Hiltrud Schröter, Chefideologin der zweiten Initiative „Pro Frankfurt“, mitunter gerne aufhält:
- Update: Interview mit Aitak Barani, Zusammen e.v. Rödelheim, in „junge Welt“, 14.8. 2008
- Update: Bericht in der FR, 14. August 2008
- Update: „SA-Neugründung in Frankfurt-Hausen?“ (Politisch korrekt, 15.8.2008)
Auszüge aus der anonymen Droh-Mail zur Gründung der Bürgerwehr:
Weiterlesen „Bürgerwehr in Hausen: eine rassistische „Aktionsgruppe 22. Juli“ kündigt „aktionistischen Widerstand “ gegen den Moscheebau an“
Gewaltkrimineller Student Mario Matthes (NPD): „Ich bleibe Nationalsozialist!“ – keine Reaktion der Universität Mainz
In den vergangenen Tagen und Wochen gab es erneut Anlass, auf die für die Opfer folgenreiche Toleranz maßgeblicher staatlicher und gesellschaftlicher Kräfte bekennenden Nazis gegenüber hinzuweisen: die Fälle des ehemaligen NPD-Landesvorsitzenden Marcel Wöll, des bis vor kurzem führenden hessischen NPD-Medienaktivisten Kevin Schnippkoweit und zuletzt den des Stellvertretenden hessischen NPD-Vorsitzenden Mario Matthes. Alle drei Genannten hatten sich vor ihren Gewalttaten selber offensiv als Nationalsozialisten (Matthes), Nationale Sozialisten (Wöll) bwz. Nazis (Schnippkoweit) bezeichnet – ohne jede Konsequenz für sie. Alle drei fielen mehrere Male wegen Gewalt auf: für lange Zeit kein Hindernis zB. für das Frankfurter Ordnungsamt, noch im Januar diesen Jahrs Wöll als Anmelder einer Kundgebung auf dem Römerberg, an der historischen Stätte der nazifaschistischen Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 zu genehmigen, Forderungen nach einem Verbot dieser Ungeheuerlichkeit mit lächerlichen Begründungen zurückzuweisen, um anschließend mit groteskem Polizeiaufwand den Naziaufmarsch von Wöll, Matthes, Schnippkoweit und ihren KameradInnen durchzusetzen. Die im folgenden dokumentierte Erklärung des Bündnis Mainzer Studierender gegen rechte Gewalt an der Gutenberg-Universität Mainz weist darauf hin, wie lange Matthes bereits als Nazi und rechter Schläger bekannt ist – ausdrücklich kein Anlass für die Universitätsleitung, ihn zu exmatrikulieren. Genau dies aber fordert nach dessen aktueller Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung die antifaschistische Studierendengruppe aus Mainz erneut: Weiterlesen „Gewaltkrimineller Student Mario Matthes (NPD): „Ich bleibe Nationalsozialist!“ – keine Reaktion der Universität Mainz“
