Nachdem am 25.06. in der Berufungsverhandlung des Ex-NPD-Landesvorsitzenden die vier Monate Knast ohne Bewährung für Marcel Wöll wegen Leugnung des Holocaust bestätigt wurden, war ein Tag später in FR zu lesen, daß Wölls „Nationales Zentrum“ in Butzbach-Hochweisel geschlossen werden soll. Das als braune Wohngemeinschaft und Schulungszentrum genutzte Hofgebäude steht per Makler zum Verkauf.
Dazu meldet der HR gestern (08.07), das „Kapitel Butzbach ist für Wöll beendet. […] Der Rechtsradikale will mit seiner Familie nach Thüringen ziehen, weil er und seine Partei sich dort offenbar größere Chancen erhoffen.“
Damit scheint Wöll einigen seiner Nazi-Kameraden nachfolgen zu wollen, die schon vor etlichen Monaten Butzbach gen Osten verlassen haben, die braune Karawane zieht weiter, zumindest ein kleiner Teil von ihr. Denn nach wie vor befinden sich dann weiterhin auch außerhalb von Butzbach-Hochweisel aktive Nazi-Gruppen in Mittelhessen. „In Wölfersheim, Ehringshausen und Leun erzielte die NPD vor Jahren bei Kommunalwahlen Erfolge – mit einem Stimmenanteil von mehr als 20 Prozent. Inzwischen haben dort die Rechten zwar wieder verloren. Insgesamt aber sind sie in Mittelhessen breiter als jemals zuvor aufgestellt: In nicht weniger als sieben Städten und Gemeinden sowie zwei Landkreisen der Region hat die NPD den Sprung in die Parlamente geschafft.“ (HR)
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