Rund um die Beerdigung des Alt-Nazi Otto Riehs am 18. Juni, 11 Uhr, Hauptfriedhof Frankfurt gibt es heftige Debatten im „Nationalen Widerstand“. Während sich Thomas Brehl, Lordsiegelbewahrer des Verstorbenen und wie er KDS-Aktivist, bereits abgemeldet hat und lieber später an anderer Stelle mit handverlesenen „Kameraden“ des angeblichen (?) Ritterkreuzträgers gedenken will, haben sich Axel Reitz und Christian Worch genau umgekehrt entschlossen und wollen unbedingt kommen (Altermedia).
Autor: HCS
Protestkundgebung vor dem Italienischen Konsulat in Frankfurt
Am gestrigen Samstag fand eine Protestkundgebung vor dem Italienischen Konsulat in Frankfurt statt, in der an die antiziganistischen und rassistischen Pogrome in Italien sowie die Kollaboration deutscher Dienststellen mit den Machenschaften der italienischen Behörden in diesem Zusammenhang erinnert wurde. Dabei wurde von Roma-Union, VVN und Anti-Nazi-Koordination auch klargestellt, wie sehr diese Art Politik in einer besonders üblen Kontinuität rassistischer Verfolgung von Roma und Sinti gerade in Frankfurt am Main zu sehen ist.
Bericht in „junge Welt“ und das Flugblatt als PDF-Datei.

Marcel Wöll: und noch ein Prozeß… diesmal wegen gefährlicher Körperverletzung / auch sein Verteidiger Dirk Waldschmidt (NPD) nun vor Gericht
Nun sind die „privaten Gründe“ bekannt, aus denen Hessens Ex-Nazi-Chef zuletzt nicht mehr für den Landesvorsitz kandidierte: Marcel Wöll, ehemaliger NPD-Landesvorsitzender, steht demnächst nicht nur wegen Leugnung des Holocaust in einem Berufungsverfahren vor Gericht (Gießen, 25. Juni), wo ihm unter Umständen sechs Monate Haft ohne Bewährung drohen. Jetzt hat der Anmelder der im vergangenen Jahr mit immensen Polizeiaufwand geschützen antisemitischen Nazidemonstration (7. Juli 2007) demnächst auch noch in Koblenz einen Prozeß wegen gefährlicher Körperverletzung vor sich, weil er 2004 während einer Schlägerei anlässlich eines Grillfestes einen Mann drei Mal mit dem Messer in den Rücken gestochen und schwer verletzt haben soll. Sein Verteidiger in mehreren Verfahren, Dirk Waldschmidt, ebenfalls hoher NPD-Funktionär, ist ebenso angeklagt Weiterlesen „Marcel Wöll: und noch ein Prozeß… diesmal wegen gefährlicher Körperverletzung / auch sein Verteidiger Dirk Waldschmidt (NPD) nun vor Gericht“
Beerdigung Otto Riehs: Frankfurt, 18. Juni, 11 Uhr
Es verdichten sich die Hinweise auf einen Beerdigungstermin für den Nazi Otto Riehs in Frankfurt. Auf dem faschistischen Info-Portal „Altermedia“ heißt es dazu: „Das sind wir unserem verstorbenen Kameraden Otto Riehs einfach schuldig! – Ritterkreuzträger Otto Riehs: Beisetzung am 18. Juni! Der Beisetzungstermin des kürzlich verstorbenen Kriegshelden Otto Riehs steht jetzt endgültig fest: Mittwoch, 18.06.2008, 11 Uhr, Trauerhalle Hauptfriedhof in Frankfurt am Main, Eckenheimer Landstraße.“ – wofür als Quelle Christian Worch angegeben wird. Eine Nachfrage bei der Friedhofsverwaltung ergab, daß über diesen Termin keine Auskunft erteilt werden darf. Weitere Infos folgen, sobald wir Genaueres wissen.
[update:] Der Termin ist bestätigt. Wir gehen bis auf Weiteres davon aus, daß diese Beisetzung zugleich eine faschistische Kundgebung sein wird. Weiter Information dazu folgen.
Psychologische Ausweitung der Kampfzone: Mit dem Zweiten schießt man besser…
Ein „Truppenbesuch“ des deutschen Schauspielers Ralf Möller an der Verteidigungslinie der westlichen Werte gegen die Barbaren auf dem Hindukusch und seine mediale Aufbereitung im ZDF dient der Erhöhung der psychologischen Kriegsakzeptanz an der Heimatfront. Otto Köhler (ND) zu einem denkwürdigen TV-Ereignis, an dem sich die Bundeswehr, der Arbeitgeberverband „Gesamtmetall“ und das Bundesfamilienministerium beteiligen, einem TV-Moderator in den Kampfanzug geholfen wird – und das alles natürlich mit nur einem einzigen Ziel: arbeitslosen Jugendlichen „die Perspektivlosigkeit zu nehmen„. Mit „Imperialismus“ hat so etwas selbstverständlich rein überhaupt gar nix zu tun. Na dann ab an die Front, die Zivilisation gegen die islamistische Barbarei verteidigen: Weiterlesen „Psychologische Ausweitung der Kampfzone: Mit dem Zweiten schießt man besser…“
„Alle Polen müssen einen gelben Stern tragen“ – deutsche Nazi-Hooligans in Klagenfurt
„Alle Polen müssen einen gelben Stern tragen“ und „Deutsche – wehrt Euch! Kauft nicht bei Polen!“ skandierten unter anderem 140 deutsche Nazi-Hools vor einem Spiel der Fußball-Europameisterschaft in Klagenfurt (ARD, SPIEGEL) und wurden dafür festgenommen. Pech für die Faschos. In Frankfurt oder Hessen wäre ihnen nach den letzjährigen Erfahrungen eher nichts passiert, wenn sie nicht gar von der Polizei geschützt worden wären …
Antimilitaristischer Protest: Polizei mißhandelt Frankfurter Stadtverordneten und nimmt ihn fest
Am heutigen 5. Juni ist der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Frankfurter Römer, Lothar Reininger, von Polizeibeamten zu Boden geworfen und festgenommen worden, weil er auf dem Börsenplatz Flugblätter gegen die Bundeswehr verteilt hatte. Hintergrund: im Zuge einer Berufsbildungsmesse der IHK hatte sich auch die Bundeswehr „vorgestellt“ – mit dem Ziel Freiwillige für ihre Kriegseinsätze zu werben. Dagegen protestierte auch Reininger mit seiner antimilitaristischen Aktion. Das Ganze geschah im öffentlichen Raum. Bundeswehr und Polizei scherte das wenig. Sie gingen gegen Reininger vor, nachdem der sich geweigert hatte, seine Aktion zu beenden. Die Umstände seiner Festnahme und seiner Haft sind skandalös (Näheres s.u.) Die Anti-Nazi-Koordination erklärt sich mit dem Antimilitaristen und Antifaschisten Lothar Reininger solidarisch und verurteilt aufs Schärfste diesen erneuten Beweis, daß die Frankfurter Polizei sich wirklich für nichts zu schade ist. Ihr Vorgehen ist ein unverschämter Schlag ins Gesicht aller DemokratInnen und KriegsgegnerInnen! Das von Lothar verteilte Flugblatt, ein von ihm verfasster Bericht über seine Festnahme, zwei Pressemitteilungen der LINKEN im Römer, eine der LINKEN Landtagsfraktion sowie eine Protesterklärung der IG Metall Frankfurt, Lothars Gewerkschaft:
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Nein zur Nazi-Volksgemeinschaft und Nazi-Globalisierung
http://www.youtube.com/watch?v=pJqnys3dFKE
Studien über Strategien gegen Rechtsextreme
In einem Kommentar zum Text über den „rassistisch aufgepeppten, sinnfreien Aktivismus der NPD in Büdingen“ wird auf eine Studie von Benno Hafeneger und Sven Schönfelder der Friedrich-Ebert-Stiftung über die politischen Strategien gegen die extreme Rechte in den Parlamenten und die Folgen für die Kommunalpolitik und die lokale Demokratie hingewiesen. Untersucht wurden die Verhältnisse in Kommunen von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen (Ehringshausen und Wölfersheim). Die Studie ist online im Internetarchiv als PDF-Datei (163 Seiten; 1,4 MB) der Friedrich-Ebert-Stiftung verfügbar, zum Lesen, Ausdrucken oder Abspeichern.
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14. Juni: Kundgebung vor dem italienischen Konsulat gegen Rassismus und Abschiebung in Italien
Italien erlebt derzeit eine bislang nicht gekannte Welle rassistischer Aktivitäten gegen Roma, Flüchtlinge, „Illegale“. Von einem demnächst zu beschließenden Gesetzespaket zur „Inneren Sicherheit“ sind voraussichtlich 650.000 Menschen betroffen, denen schlimmstenfalls Haft und Abschiebung drohen. Was die speziell gegen Roma in Gang gesetzte antiziganistische Hetze angeht, so gibt es deutliche Hinweise für eine Kooperation deutscher und italienischer Dienststellen in dieser Frage. Und in der Frankfurter Rundschau äußert ein Journalist Verständnis für das Vorgehen der italienischen Behörden und nimmt Berlusconi ausdrücklich gegen den Vorwuf des Rassismus in Schutz. Hiergegen rufen verschiedene Gruppen, unter anderem auch die Anti-Nazi-Koordination zu einer Kundgebung vor dem Italienischen Konsulat in Frankfurt, Kettenhofweg 1, für Samstag, 14. Juni 2008, 15 Uhr auf. Aufruf: Weiterlesen „14. Juni: Kundgebung vor dem italienischen Konsulat gegen Rassismus und Abschiebung in Italien“
