Polizei und Verfassungsschutz lügen uns wieder an. Diskussionsbeitrag der ANK zu den „NSU“-Morden

Spätestens seit dem Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn lügen die Behörden zu dem Tatkomplex. Einem „Phantom“ wurde mit bekannt falschen DNA-Spuren publizistisches Leben eingehaucht (1).
Offensichtlich sollten die wahren Hintergründe der Tat verschleiert werden. Die Aufklärer von LKA und LfV führten die Presse und damit die Öffentlichkeit auf eine falsche Fährte (2).

Heute sollen wir ihren „Informationen“ über einen Doppelselbstmord mit vorheriger Selbstverbrennung Glauben schenken. Es wird höchste Zeit andere Fragen zu stellen.

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„Total extrem“ – Auseinandersetzung mit der „Extremismustheorie“

Die „Extremismus“-Theorie, fleischgeworden in der Gestalt der Bundesfamilinministerin und ihrer Ziehväter Jesse und Backes, im Hintergrund begleitet vom weit rechten „Extremismusforscher“ Knütters, wird derzeit gegen alles, was links ist, in Stellung gebracht.
Sollte Christian Wulff als Bundespräsident sein verdientes Ende finden, droht als sein Nachfolger Joachim Gauck –  ein militanter Anhänger genau dieser Theorie und gegen die Linke gerichteten Praxis, und somit Vertreter eines Rechtsrucks hin zur Sarazzinisierung der Gesellschaft.
Daß Gauck in der letzten Bundesversammlung Kandidat von Rot-Grün war, ist da leider kein Gegenargument. Auch Sarazzin ist ja Sozialdemokrat.
Unten folgend findet sich ein Link zur PDF-Version der von der Antifaschistischen Linken Berlin herausgegebenen Broschüre „Total extrem“, in der Geschichte und Intention der „Extremismus“- bzw. „Totalitarismustheorie“ im Zusammenhang dargestellt werden. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke, antifaschistische Ansätze gericht. Link zur Broschüre als PDF.  Zusammenfassung des Inhalts:
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Frankfurt/Main, 1. Mai 2013: Nazis gemeinsam entschlossen blockieren!

Gemeinsam mit anderen Aktivist*innen des Antifaschistischen Ratschlags Rhein-Main setzen wir die Arbeit zur Mobilisierung gegen die von Nazis zum 1. Mai 2013 angekündigte Kundgebung an der EZB  fort.
[update: das nächste Treffen findet am Mittwoch, 24. April, 19 Uhr im Türkischen Volkshaus statt.]
Der Antifaschistische Ratschlag arbeitet auf der Basis seines Aufrufs zur Verhinderung des Naziaufmarschs zusammen.
Dieser Aufruf wird inzwischen von über 100 Organisationen und Gruppen, Parteien und Initiativen des Rhein-Main-Gebiets unterstützt (PDF: Aufruf 1.Mai mit UnterstützerInnen Stand 5.März).
Die Liste der Unterstützer*innen wächst ständig weiter. Sie wird hier täglich aktualisiert aufgeführt.
Damit handelt es sich schon jetzt um das seit vielen Jahren breiteste antifaschistische Aktionsbündnis der Region, das Einzelgewerkschaften des DGB, Parteiorganisationen der DKP, der GRÜNEN, der LINKEN und der SPD, migrantische, ökologische, antifaschistische und antirassistische Initiativen, Bündnisse wie die Interventionistische Linke, anarchistische und kommunistische Gruppierungen und viele andere umfasst.

Es haben sich Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aspekten der Arbeit konstituiert, die eigenständig arbeiten.

[update2: ein erster Probelauf für die derzeitige Handlungsfähigkeit des Bündnis wird der 29. März in Bruchköbel sein.]

[update3: es werden zwei Aktionstrainings stattfinden:
14.4 und 28.4, jeweils von 13 – 19 Uhr im Festsaal des Studierendenhauses der Goethe-Universität (Campus Bockenheim), 1. Obergeschoss.

Alle AntifaschistInnen sind auf der Basis von Aufruf, Aktionskonsens und Arbeitsgrundlage (siehe unten) zur Mitarbeit willkommen!

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Prozess gegen Katinka mit Vergleich beendet

Der polizeiliche Angriff gegen eine Frankfurter Antifaschistin liegt nun mehr als vier Jahre zurück: am 20. Oktober 2007 hatte Katinka Poensgen, Frankfurter Antifaschistin und eine der Sprecher_innen der ANK, während einer Nazidemo einen Polizeibeamten aus Notwehr in den Daumen gebissen.
Das Ergebnis dieses Zwischenfalls: eine zivilechtliche Auseinandersetzung des Landes Hessen mit Katinka, die sich bin vor wenigen Wochen hinzog, und in der es um den Ersatz für einen einwöchigen Arbeitsausfall des gebissenen Beamten ging, welchen dieser durch die Notwehrhandlung von Katinka erlitten haben soll. Keinerlei Rolle spielten in diesem Zusammenhang die Mißhandlungen, die Katinka bei der Festnahme über sich ergehen lassen mußte (Protokoll der Ereignisse). Nachdem Katinka deshalb in erster Instanz zu einer Zahlung von über 1300 Euro Verdienstausfall verurteilt worden war, ging sie in Berufung.
Dort einigten sich nun das klagende Land Hessen und die angeklagte Antifaschistin auf einen Vergleich: beide Seiten zahlen 650 Euro.
Es ist einerseits zu begrüßen, daß der Vorgang damit nun endlich abgeschlossen ist. Betrachtet man das Urteil genauer stellt sich auch durchaus heraus, daß das Land Hessen nicht alle seine Forderungen durchsetzen konnte und durch den Wegfall der Gerichtskosten für beide Seiten sowie durch die Tatsache, daß das Gericht dem Antrag des Landes auf Zahlung von Zinsen durch Katinka  nicht Folge leisten wollte, im Grunde sogar weniger als die Hälfte seiner Forderungen erstritten hat.
Politisch wiegt allerdigns die Tatsache schwer, daß das überharte und vor allem in der Sache nach unserer Ansicht in nichts begründete Vorgehen eines Beamten der Bereitschaftspolizei Hessen straflos blieb und zwei Instanzen der Frankfurter Justiz nach unserer Beobachtung keinen großen Eifer in die eigentlich recht eindeutigen Sachverhalte des 20. Oktober setzen wollten:

  • Wie kann es sein, daß der Polizeibeamte nach seiner Aussage eine so heftige Bisswunde davontrug, daß er eine Woche lang nicht zum Dienst erscheinen konnte, wenn ihm die Uniklinik als einziges Heilmittel Voltaren-Salbe verabreichte – ein Medikament, das ausdrücklich nicht auf offene Wunden gelangen darf?
  • Wieso wurde der Beamte am 20. Oktober 2007 in der Uniklinik am Knie geröntgt, woer doch vor Gerict behauptete, am Schienbein verletzt worden zu sein (wörtliche Aussage hierzu: „ich bin Sportler, und bei mir reicht das Schienbein bis zum Knie„)?
  • Wie konnte er am 20.10.2007 auf dem Polizeipräsidium aussagen und nicht zu Protokoll geben, dienstunfähig zu sein?
  • Wie kann es sein, daß er sich heute nicht mehr erinnern kann, wie er am Abend des 20. Oktober 2007 in seinen weit entfernten Heimatort gelangte?
  • Warum wurde er erst Tags darauf von seinem Hausarzt, nicht aber zuvor von dem behandelnden Arzt der Uniklinik auf einem Rezeptblock krankgeschrieben?

All diese und eine Reihe weiterer Fragen bleiben ungeklärt, deren politisch schwerwiegendste lautet:
Warum wurde der eindeutige Angriff eines Polizeibeamten auf die Versammlungsleiterin einer ordnungsgemäß angemeldeten Versammlung – eine Straftat nach §21 des Versammlungsgesetzes – vom Gericht nicht den Tatsachen entsprechend bewertet?

Ist der Ausgang des Prozesses also materiell erträglich, so bleibt das Ereignis selbst und seine juristische „Aufarbeitung“ durch die Fankfurter Justiz aus antifachistischer Sicht ein bezeichnender Vorgang, der sich politisch in die sich seit Jahren immer deutlicher abzeichnende Tendenz einordnet, Aktionen zivilen Ungehorsams zu kriminalisieren und ihre deutlich sichtbaren Exponent_innen durch juristische Verfolgung einzuschüchtern.

Hiergegen scheint derzeit kein juristisches Vorgehen möglich zu sein – die gebühende Antwort darauf kann also nur auf der politischen Ebene erfolgen. Wir arbeiten daran.

Netzwerk Frankfurter AntifaschistInnen

Aufbauend auf den gemeinsamen erfolgreichen Erfahrungen  bei der Mobilisierung gegen den Dresdner Naziaufmarsch im Februar 2011 hat sich Netzwerk Frankfurter AntifaschistInnen zusammengefunden, um als nächstes den Gießener Naziaufmarsch am 16.7. zu verhindern. Auch die ANK ist mit dabei. Gemeinsam mit möglichst vielen AntifaschistInnen  aus unterschiedlichen Spektren wollen wir in Gießen entschlossen auftreten und dabei die Gießener AntifaschistInnen unterstützen. Inzwischen gibt es auch eine eigene Homepage des Netzwerks.
Das Bündnis trifft im Vorfeld des 16.7. einmal pro Woche, jeweils Dienstags um 18 Uhr, das nächste Mal am 7. Juni, 18 Uhr im Raum K2 des Studierendenhauses der Universität.

Junge Nationaldemokraten – Nutznießer der Atomindustrie. Naziaufmarsch am 28. Mai in Wiesbaden angekündigt

Äußerst clever! Die Jungen Nationaldemokraten haben vorgestern Abend eine Demonstration in Wiesbaden angemeldet, die sie am morgigen 28. Mai durchführen wollen, angeblich ab 10 Uhr ab Hauptbahnhof.
An diesem Tag gibt es bekanntlich bundesweit in 21 Städten der BRD Anti-AKW-Demonstrationen, darunter auch in Mainz, Mannheim und Frankfurt – da wird es, so dachten wohl die Jungfaschisten, vielleicht endlich einmal möglich sein, ungestört zu demonstrieren.
Und zwar „gegen die Jugendkriminalität“ – die von MigrantInnen wohlgemerkt.
Ihre eigene meinen die JNler natürlich nicht, obwohl es da allein aus unserer erweiterten Region viele Beispiele gäbe: Wöll, Söder, Völkel, Übelacker, Matthes, Babic, Schnippkoweit, der Schlitzer von Echzell usw.usf.
So segeln die Nazis wie bestellt im Windschatten der Atomindustrie und profitieren davon, daß alle anständigen Menschen am morgigen 28. Mai etwas Sinnvolleres zu tun haben, als erneut nach den Rechten zu sehen.

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#opBlitzkrieg von Anonymous legt Nazi-Seiten im Netz lahm

„Kein Vergeben, Kein Vergessen“: Seit dem 1. Mai 2011 nehmen AktivistInnen von Anonymous im Rahmen der „Operation Blitzkrieg“ (Hashtag #opBlitzkrieg) im Internet erfolgreich Nazi-Seiten ins Visier und legen diese mittels mittels DoS-Angriffen lahm, wie z.B. resistore.org wolfsfront.com widerstand.info


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50 JAHRE AMNESTY INTERNATIONAL – Frankfurt feiert die Menschenrechte

Im Mai 1961 schrieb der britische Anwalt Peter Benenson im Observer einen Artikel über die Verurteilung zweier Studenten im faschistischen Portugal: Sie hatten in einem Café auf die Freiheit angestoßen. Es war die Geburtsstunde von Amnesty International.

In den vergangenen fünfzig Jahren ist Amnesty International zur Hoffnung geworden für alle, die in Diktaturen für die Freiheit kämpfen und leiden. Die Menschenrechtsorganisation zählt heute mehr als drei Millionen Mitglieder und Unterstützer und feiert die Idee, dass einzelne Menschen zusammen die Welt verändern können.
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8. Mai: Erinnert Euch! Ettie und Peter Gingold

Am 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus, findet im DGB-Haus Frankfurt, Großer Saal,  von 11 – 13 Uhr eine Gedenkveranstaltung an Ettie und Peter Gingold statt. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „… über Werk und Wirkung von Ettie und Peter Gingold“.

Eine Gesprächsrunde tauscht anschließend Erinnerungen und Erfahrungen aus: Siegmund Gingold (Paris), Hans Heisel (ehm. Résistance), Katinka Poensgen (ANK, IG Metall), Anka Hätzel (Betriebsrätin, ver.di) und Lena Carlebach (Lagerarbeitsgemeinschaft Bchenwald-Dora). Es moderieren Anne Wanninger und Mathias Meyers. Die Musik steuert die Gruppe Politokk bei.

Die Matinee ist die Auftaktveranstaltung der kürzlich gegründeten Gingold-Erinnerungsinitiative. Wer für die Initiative www.gingold-initiative.de spenden möchte, kann eine Spende auf das Konto M.Meyers, Kennwort: Gingold, Kto.Nr. 1200329975 bei der Sparkasse Mainz, BLZ 55050120 überweisen.

Sarrazin-Rassisten heimgeschickt

Etwa 35 AnhängerInnen des Antisemiten und Rassisten Thilo Sarrazin, die sich trotz der angeblich zuvor erfolgten Absage ihrer Veranstaltung vor dem Frankfurter Markus-Krankenhaus versammelt hatten, um von dort einen „Schweigemarsch“ zur Bundesbank zu zelebrieren, wurden am heutigen 9. September von knapp 100 AntifaschistInnen heimgeschickt. Während die eine Gruppe von ca. 10 Rechten einige Zeit lang, umgeben von etwa 30 GegendemonstrantInnen direkt vor der Bundesbank verharrten, aber für ihre Kundegbung nicht zum Zug kamen, wurde der Rest der RassistInnen auf halber Höhe der Wilhelm-Eppstein-Straße durch eine Kette von AntifaschistInnen daran gehindert, zur Gruppe an der Bundesbank aufzuschließen. Schließlich sahen sie es ein und verzogen sich sang- und klanglos nach Hause. Das Grüppchen an der Bundesbank machte ebenfalls seiner Stehparty schnell ein Ende, als es sah, daß sich nun die gesamte Gruppe von AntifaschistInnen zu ihnen auf den Weg machte.

Insgesamt war das geschlossene Auftreten der AntifaschistInnen ansonsten unterschiedlicher Positionen ein erfreulicher Erfolg, vor allem gemessen an der kurzen Vorlaufzeit bis zur Aktion.  Es gab auf unserer Seite, soweit bekannt, eine einzige Festnahme – aus nichtigem Grund. Ansonsten hielt sich die „normale“ Polizei sichtlich zurück, während ein Beamter der eingesetzten BFE-Truppe vor lauter Frust die eigenen KollegInnen anbrüllte.
[Update: Zum Geisteszustand und Grad an Realitätszurechtbiegung der sichtlich geknickten Sarrazin-Anhänger kann sich ein Bild machen, wer den Bericht über die oben geschilderten Ereignisse auf dem Rassistenblog PI-News nachliest. Allein  schon dessen Überschrift „Mauermörder attackieren Bürger ist Goldes wert und könnte quasi fast direkt der „Titanic“ entsprungen sein. Sehr unterhaltsam auch die zahlreichen Kommentare, insbesondere derjenige des ja schon bekannten Buben aus Hausen (Kommentar #56) – köstlich!.]