Nazis und Rassisten rufen zu Pro-Sarrazin Demo in Frankfurt auf

Update 08.09.: Wie in einer Pressemitteilung und der Presse zu lesen ist, haben die AnmelderInnen die Demo offenbar abgesagt, siehe z.B. FR „Keine Demo für Sarrazin“ und Kommentar unten. Ob sich davon unbeeindruckt trotzdem Sarrazin-Jünger morgen an geplanter Stelle einfinden, wird im Netz heftig diskutiert und zu beobachten sein …
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07.09.: Für den 9. September rufen die NPD Hessen, eine „re:conquista-Gruppe Rhein-Main“, mehrere rassistische und rechtsextreme Internetseiten (wie z.B. Gesamtrecht oder Politically Incorrect) zu einer Pro-Sarrazin-Demo in Frankfurt a.M. unter dem Motto „Für die Meinungsfreiheit“ auf, die offenbar von einer kruden „Sarrazin-Bewegung“ organisiert wird. Diese „Bewegung“ speist sich wohl aus der „wer-kennt-wen“-Gruppe „Thilo Sarrazin hat recht“. Die Demo, auch als „Trauermarsch“ tituliert, soll am Donnerstag, den 9.09. um 18:00 Uhr an der Ginnheimer Landstraße / Ecke Wilhelm-Epstein-Straße starten.
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Weit über 1 Mio BesucherInnen der ANK-Seite, Danke!

Wie das so ist, da übersieht mensch schnell ein kleines Jubiläum, denn vor einiger Zeit konnte dieses Blog seine/n einmillionste/n Besucher/in begrüßen und hat’s verschlafen 😉 Wir möchten uns aber dafür jetzt bei Euch für das Interesse an unserer Arbeit, unseren Postings und Eure Kommentare bedanken!


Merci sagt die Anti-Nazi-Koordination Frankfurt

28. August: Veranstaltung gegen Nazis in Echzell

Am 28. August wird es in Echzell eine Veranstaltung gegen die Nazis um Patrick „Schlitzer“ Wolf geben, der sich mit einer Reihe weiterer „Old Brothers“ seit einiger Zeit in Echzell breit macht. Eine örtliche Anti-Nazi-Initiative und andere organisieren ein Fest, das den BewohnerInnen des Ortes Mut machen soll, sich mit dem streckenweise auch von der Polizei geduldeten Treiben nicht abzufinden. Wir werden ebenfalls mit einigen AktivistInnen dabei sein.  Alle AntifaschistInnen sind willkommen, Nazis müssen draußen bleiben.

17. August: Fortsetzung des Prozesses gegen Katinka Poensgen

Am kommenden Dienstag, 17. August, 10 Uhr, geht der Prozess des Landes Hessen gegen die Frankfurter Antifaschistin Katinka Poensgen in die möglicherweise und hoffentlich letzte Runde. Nachdem eine ursprünglich angekündigte Auswechslung der bisher amtierenden Richterin ohne Angabe von Gründen rückgängig gemacht worden war, trifft man sich nun erneut im Gerichtsgebäude B, Raum 132 (sofern der Raum nicht wieder verlegt werden muß). Noch immer klagt das Land Hessen auf auf Zahlung von Schadenersatz wegen eines einwöchigen Verdienstausfalls eines Beamten der Bereitschaftspolizei, den Katinka am 20.11.2007 als Notwehr in den Daumen gebissen hatte, nachdem dieser sie als Versammlungsleiterin angegriffen hatte. Wir bitten um möglichst viele Menschen im Zuschauerraum!

Warnungen und Pläne: von der Wirtschaftskrise zur Diktatur

Führende Politiker und think-tanks der Herrschenden auf europäischer und deutscher Ebene diskutieren völlig offen über diktatorische Auswege aus künftigen politischen Krisen, die sie selber als Ergebnis der Wirtschaftskrise vorhersehen. Allerdings mit unterschiedlichen Szenarien: EU-Präsident Barroso warnte kürzlich vor dem Zusammenbruch der parlamentarisch-demokratischen Ordnung als Ergebnis von Aufständen in den beziehungsreicherweise so genannten PIGS-Staaten Südeuropas, die sich möglicherweise nur noch durch diktatorische Maßnahmen „beherrschen“ ließen (Telepolis). Ganz so ängstlich müssen die Herrschenden in Deutschland nicht sein: sie diskutieren derzeit eher aus einer Position der Stärke unter Anleitung ihres beliebtesten Stichwortgebers für derlei Anschläge, Herfried Münkler darüber, ob „ein klein wenig Diktatur“ dem parlamentarisch lahmen Gaul vor der Staatskarosse nicht etwas heilsamen Schwung verpassen könne – auch wenn das derzeit noch als eher unwahrscheinliche  Variante in den Raum gestellt wird – Bericht auf  German Foreign Policy, 15.6.2010: Weiterlesen „Warnungen und Pläne: von der Wirtschaftskrise zur Diktatur“

Hooligans, „Fußballpatriotismus“ und die extreme Rechte: Bilanz nach der WM 2010

Deutsche Fußballfans im Frankfurter Waldstadion „CommerzbankArena“ am 3. Juli 2010. Quelle: Peter Jülich / apabiz e.V.

„Public Viewing“ ist nach der Auskunft kundiger native-speaker des amerikanischen Englisch der dortige Fachausdruck für die öffentliche Aufbahrung einer Leiche. Entsprechend viele Zombies waren in den vergangenen Wochen auf Plätzen und Strassen der Nation zu bewundern, so zB. auf dem nebenstehenden Bild einer Szene vom 3. Juli im Frankfurter Stadion, das bekanntlich seit einiger Zeit nach der Bank mit den engen Beziehungen zum „Celler Trialog“ benannt ist. (Links zu ähnlichen Vorkommnissen auch in anderen Städten s.u., vgl. auch: „Bilanz der Nationalismus-Party“ auf German Foreign Policy).

apabiz e.V. berichtet in einer Presse-Erklärung vom 6. Juli: Weiterlesen „Hooligans, „Fußballpatriotismus“ und die extreme Rechte: Bilanz nach der WM 2010″

Nakba-Ausstellung: wie es auch geht …

Während der Frankfurter DGB der Nakba-Ausstellung bekanntlich die Tür gewiesen hat, wogegen es heute zur ersten Protestkundgebung gegen einen Frankfurter DGB-Vorsitzenden seit dessen Bestehen kam, wurde dieselbe Ausstellung am 13. Juni im Evangelischen Gemeindehaus am Markt zu Tübingen eröffnet. Die Eröffnungsrede hielt Ernst Tugendhat, emeritierter Professor der Philosophie an der FU Berlin und Schirmherr der Nakba-Ausstellung.  Wir dokumentieren den Wortlaut seiner Rede im Folgenden:  Weiterlesen „Nakba-Ausstellung: wie es auch geht …“

Heisser Herbst: Einladung zu einer bundesweiten Aktionskonferenz am 21. August


Georg Büchner hatte in seinem „Hessischen Landboten“ 15 Jahre vor der Revolution von 1848 unter der Überschrift „Friede den Hütten – Krieg den Palästen!“ eine schonungslose Analyse der Situation vorgelegt und zum Handeln aufgerufen.

Die „Aktionsgruppe Georg Büchner“ lädt zu einer bundesweiten Aktionskonferenz für den 21. August nach Frankfurt am Main ein. Bundesweiter Aufruf: ›Die Verursacher und Profiteure der Krise blockieren‹. (update: die Gruppe hat inzwischen einen eigenen Blog, der über einige Hintergründe sowie die bisherige Unterstützung informiert).
Ziel: Diskussion und Planung einer Aktion gegen eine der hier ansässigen deutschen Großbanken. Auf der Basis der bisherigen positiven Erfahrungen mit dem Konzept der Massenblockaden von Heiligendamm 2007 bis Dresden 2010 wird eine eintägige effektive Blockadeaktion im Bankenviertel vorgeschlagen. Die ANK hat beschlossen, sich an den Aktionsberatungen zu beteiligen. Wir bitten hiermit alle AntifaschistInnen
und Linke, den Aufruf der Aktionsgruppe Georg Büchner zu prüfen und zu unterstützen bzw. begründet zurückzuweisen. Eine Mailadresse dafür ist im Aufruf angegeben.

Bundesweiter Aufruf: „Die Verursacher und Profiteure der Krise blockieren!“ (PDF: Aufruf Aktionsgruppe Georg Büchner): Weiterlesen „Heisser Herbst: Einladung zu einer bundesweiten Aktionskonferenz am 21. August“

Aktueller Hinweis des Bundesverkehrsministers: Vorsicht vor in dieser Art gekennzeichneten Kraftfahrzeugen und ihren FahrerInnen!

Was sich der Halter dieses Kraftfahrzeugs wohl zuschulden hat kommen lassen? Wir wissen es nicht. Aber wir warnen. Vorsicht vor Autos mit einer solchen Kennzeichnung!

Jetzt gehts bekanntlich wieder lo-os …
Aus gegebenem Anlass bitten wir deshalb dringend um gefällige Beachtung einer Bekanntmachung des Bundesverkehrsministeriums: Vorsicht vor Kraftfahrzeugen, die in dieser oder ähnlicher Weise gekenneichnet werden mußten!

INFORMATIONSAUSGABE – STRASSENVERKEHRSAMT – JUNI 2010



In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.
Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen-  Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren.
Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein.
Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.
Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.

Mit freundlichem Gruß
H.Stoßfänger, Ober-Amtsra
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Angriff der israelischen Marine auf die Gaza-Flotille. Protestdemo in Frankfurt am 1. Juni, 16 Uhr

Am morgigen 1. Juni findet um 16 Uhr eine Protestdemonstration gegen den Angriff der israelischen Marine auf die Gaza-Flotille statt. Treffpunkt: 16 Uhr, Römerberg.
Links zum Angriff: Gush Shalom
, HaGalil, Aljazeera, Spiegel, Stellungnahme Free Gaza, Interview Christine Buchholz ; FAZ; Max Blumenthal; Ha’aretz
Bizarres in Blau-Weiß:
Stellungnahme des antideutschen „BAK Shalom“ der LINKEN, „Lizas Welt

An Bord der angegriffenen Boote befanden sich unter vielen anderen auch die folgenden Personen:
Annette Groth MdB (LINKE), Inge Höger MdB (LINKE),  Norman Paech, ehemaliger MdB (LINKE), Matthias Jochheim aus Frankfurt/M. (stellvertr. IPPNW-Vorsitzender), Nader El Sakka (Palästinensische Gemeinde Deutschland e.V.).
Bis zur Stunde weiß niemand, ob sie noch leben und wie es ihnen geht.
Das gilt auch noch jetzt, über 24 Stunden nach dem Angriff. Wie inzwixhen baknnt wurde, sind die gefangenen FriedensaktivistInnen, unter ihnen auch der bekannte Schriftsteller Henning Mankell, in ein schon länger zuvor eingerichtetes Lager bei Ashdod gebracht und dort von der Außenwelt abgeschnitten worden. In wieweit dies vorher mit zB. der Bundesregierung abgesprochen oder zumindest als mögliches Vorgehen kommuniziert worden war, ist unklar.

PS.: Die Demonstration ist für alle Nazis, Rassisten und Antisemiten Off-Limits!