… Stephan Wirtz, hat darum gebeten, daß wir noch einmal auf seinen bereits im Februar erfolgten Rücktritt von seiner Position und seinem Austritt aus der ANK hinweisen, was wir hier mit tun. Stephan Wirtz ist im Februar 2009 als Mitglied des SprecherInnenkreises der ANK zurückgetreten und zugleich mit mehreren Anderen aus politischen Gründen aus der ANK ausgetreten.
Kategorie: Allgemein
5. September: Nazi-Aktionen in Gelnhausen verhindern!
Für den 5. September rufen NPD und Kameradschaften zu einem Aktionstag in Gelnhausen auf. Geplant sind seitens der Nazis, soweit bekannt, Infostände in der Innenstadt sowie eine Veranstaltung in der Zehntscheune (Müllerwiese), die der Stadt Gelnhausen gehört. Hier treffen sich seit Jahren auch Burschis zu ihren geschlossenen Veranstaltungen. In der Stadt hat sich nun ein außererordentlich breites Bündnis gegen den „Aktionstag“ der NPD am 5. September gebildet (Gelnhäuser Tageblatt). Mit einem Musikfestival an der Müllerwiese und anderen Aktivitäten unter dem Motto „“Eine Stadt steht auf – für mehr Toleranz und Demokratie“ soll den Nazis etwas entgegengesetzt werden – ob das auch die aktive Verhinderung von Nazi-Zusammenrottungen einschließt, ist im Bündnis umstritten. Dazu gehört allerdings anscheinend auch, daß mit Sprüchen wie „Rechte, aber auch Linksextreme haben bei uns keinen Platz“ (O-Ton Bürgermeister Thorsten Stolz, SPD) Faschisten und Antifaschisten absichtsvoll in einen Topf geworfen werden sollen. AntifaschistInnen aus dem Rhein-Main-Gebiet werden in Gelnhausen aktiv werden. Das „Festival“ des Gelnhäuser Bündnis beginnt um 9 Uhr auf der Müllerwiese und wird sich bis in den Abend hinein fortsetzen.
Pro Tag zählt die offizielle Bundesstatistik mindestens 28 rechtsextreme Straftaten
… und dagegen haben Studierende im Fach Kommunikationsdesign der Burg Giebichenstein (Hochschule für Kunst und Design Halle) eine Broschüre verfasst. Bitte lesen.
Friedberg, 1. August: Bericht des Ermittlungsausschuss
Der Frankfurter Ermittlungsausschuss hat seinen Bericht über die erfolgreich verhinderte NPD-Demonstration in Friedberg am 1. August vorgelegt. Daraus geht hervor, daß Teilnehmer der NPD-Demonstration anscheinend bewaffnet angereist sind, und wie die Polizei damit umgegangen ist. Das komplette Abfilmen der gesamten Aktivitäten rund um den Friedberger Bahnhof durch die Polizei (und den Verfassungsschutz?) wird als rechtswidrig bezeichnet.
Weiterlesen „Friedberg, 1. August: Bericht des Ermittlungsausschuss“
Naziaufmarsch in Friedberg: latest news zu Route, Treffpunkten, Zugfahrzeiten, Ermittlungsausschuss
Die Nazi-Route für den NPD-Aufmarsch am kommenden Samstag ist bekannt und kann hier auf der Seite wetterau-nazifrei (ganz unten) angeschaut und auch heruntergeladen werden. Da die Polizei offenbar plant, schon ab 8 Uhr Straßen im Umkreis des Bahnhofs zu sperren, gibt es für AntifaschistInnen einen Treff ab 07:30 Uhr am Bahnhof Friedberg.
Das bedeutet eine wesentlich frühere Anreise, als einige Gruppen das bisher geplant haben.
Wir schlagen vor, mit der S-Bahn S-6, Frankfurt HBF, Tiefebene, 06:34 zu fahren (Ankunft in Friedberg 07:12 Uhr).
Ein Ermittlungsausschuß ist eingerichtet.
Telefonnummer: 0160-95657426.
Weitere Infos des EA zum 1. August finden sich hier.
Letzte Absprachen: heute abend, 30.7.2009, 19 Uhr, Türkisches Volkshaus (Werrastraße 29).
Vor zwei Jahren: Suizid aus Angst vor Abschiebung. Am 23.7. Prozess gegen einen in den Vorgang verwickelten Psychiater
Am kommenden Donnerstag, dem 23.7.2009, findet vor dem Frankfurter Amtsgericht der Prozess gegen den Psychiater Heinrich Willmer statt. Er war 2007 Gutachter für die JVA Kassel und attestierte dem Abschiebehäftling Mustafa Alcali trotz eines vorherigen Selbstmordversuchs des Flüchtlings und der Warnungen behandelnder Ärzte vor der Suizidgefahr im Falle einer Abschiebung mittels ärztlichem Gutachten „Reisetauglichkeit“. Weitere Infos und Links – auch im Zusammenhang mit dem kürzlich erfolgten Versuch mehrerer Häftlinge der JVA Ingelheim, sich gegen eine weitere Abschiebung zu wehren: Weiterlesen „Vor zwei Jahren: Suizid aus Angst vor Abschiebung. Am 23.7. Prozess gegen einen in den Vorgang verwickelten Psychiater“
Klarstellung zu Andreas Balser (Antifa-BI Wetterau) und seinen Kontakten zu NPD und Verfassungsschutz
Im Zusammenhang mit unserem Bericht zu den über einen längeren Zeitraum andauernden problematischen Kontakten des Vorsitzenden der Antifa-BI Wetterau e.V., Andreas Balser, stellen wir hiermit klar: nach jetzt erfolgter Auskunft von Andreas Balser habe er seine (unseres Wissens etwa zwei Jahre andauernden) Kontakte zu einem zeitweiligen NPD-Funktionär und bezahlten Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz am 1. Januar 2009 eingestellt. Seither haber er keinerei Informationen mehr an ihn weitergegeben. Damit räumt Balser mit Schreiben seines Rechtsanwalts vom 3. Juli 2009 auch offiziell diese bis dahin bestehenden Kontakte ein. Weitere Berichte zum Vorgang finden sich auf Indymedia und im „Netz gegen Nazis„. Unsere Kritk an Balsers Verhalten hatten wir bereits im Dezember 2008 der Antifa-BI vor Ort vorgetragen und anschliessend veröffentlicht.
NPD-Thüringen: islamfeindlicher Wahlkampauftakt in der Tiefgarage
Die NPD Thüringen wollte ihren Wahlkampfauftakt mit einem vermeintlich besonders schönen Thema beginnen: Haß auf den Islam. Da Nazis bekanntlich nie selber was einfällt, hatten sie sich dazu den originellen Slogan „Wehret den Anfängen!“ gekidnappt – Worte können sich ja nicht wehren. Aber das ganze Unternehmen ging in die Hose. Ihre „Mahnwache“ vor dem Jenaer Islamischen Zentrum wurde blockiert, die Faschos flohen, von der Polizei vor dem Schlimmsten geschützt, in eine Tiefgarage und saßen dort längere Zeit fest. Zu ihrer nächsten Hetzparade in Erfurt kamen sie deshalb definitiv zu spät (NPD-Blog.info mit YouTube-Video). Zur Nachahmung auch in Hessen empfohlen: bereits am 1. August in Friedberg!
Anti-islamischer Rassismus und der große Konsens: Träume von einer Partei „Die Rechte“
„pro Köln“ und ihre Ableger, die REPs, NPD und DVU befinden sich unter dem Eindruck des Ausgangs der EU-Wahlen, die zB. in den Niederlanden der Ein-Punkt-Partei des Islamhassers Geert Wilders, des, so selbst FOCUS, „blonden Hetzers mit Anti-Islam-Mission“ und Schöpfers des antiislamischen Hetzfilms „Fitna„, 17% Zustimmung eintrug, mitten in einer derzeit noch vor allem gegeneinander geführten Strategiedebatte, deren Konsens- und Konvergenzpunkt immer klarer wird: anti-slamischer Rassismus. Kennzeichnend hierfür ist die bewußte Identifikation „des Islam“ mit „Terror“, woran auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Motiven derzeit sehr unterschiedliche, ja gegensätzliche politische Gruppen inhaltlich andocken können, so daß es auch hier bereits zu bisweilen überraschend breiten Konsens- und Querfrontbildungen auf der Basis einer anti-islamischen „Verteidigung“ von „Abendland“, „jüdisch-christlicher Leitkultur“, „Zivilisation“, „Rationalität“ oder „Menschenrechten“ kommt – alle poltischen Parteien und beachtliche Teile auch des linksradikalen Spektrums sagen hier keineswegs Nein. In den Niederlanden führt diese Art Stimmung bereits zu Konsequenzen in der migrantischen Bevölkerung: 51% der dortigen Muslime denken laut einer Umfrage darüber nach, das Land zu verlassen.
In einem akuellen Bericht des Berliner „Tagesspiegel“ heißt es, insbesondere in der DVU, strategisch geführt von dem NPD-Überläufer Andreas Molau, denke man intensiv über einen Strategiewechsel nach – „hin zu einem Rechtspopulismus nach dem Vorbild erfolgreicher Protestparteien in den Niederlanden, Belgien und anderen Nachbarstaaten. Mit betonter Islamophobie, ohne Judenhass und Fundamentalopposition gegen die Demokratie à la NPD. Da trifft sich die DVU mit den Resten der „Republikaner“ und den Islamfeinden von „Pro Köln“. Der zur DVU übergelaufene Andreas Molau, Ex-Funktionär der NPD und dort als Reformkosmetiker gescheitert, träumt gar von einer Partei „Die Rechte“. Die NPD stellt sich schon mal darauf ein. Um neuer Konkurrenz vorzubeugen, die auch in den Osten vorstoßen könnte, betont sie jetzt stärker Ressentiments gegen den Islam. Den Wahlkampf in Thüringen will die NPD diese Woche mit „Mahnwachen“ beginnen – vor Moscheen in Erfurt, Jena und Nordhausen.“
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Islamhetze, die von der NPD für den 1. August in Friedberg und Nidda angekündigt wird, noch höhere Brisanz.
Es sollten sich deshalb trotz aller weiter bestehenden Differenzen alle Gruppen, die dieser Demonstration entgegentreten wollen, darauf einigen:
- diese Demonstration darf nicht unbehindert verlaufen – unser Ziel muß sein, daß sie nicht stattfinden kann;
- wir akzeptieren gegenseitig unterschiedliche Aktionsformen und verzichten vor und nach der Demonstration auf Distanzierungen bezüglich unserer Aktionen voneinander.
Nazidemo am 1.8.2009 in Friedberg und Wetterau verhindern: Mobilisierungshomepage online!
Eine Info- und Mobilisierungshomepage gegen den Naziaufmarsch am 1.8.12009 in Friedberg und Nidda ist online gegangen. Sie zeigt bereits jetzt eine erfreuliche Breite der antifaschistischen Entschlossenheit, sich gegen die rassistsiche Nazihetze in der wetterau zur Wehr zu setzen. Die Seite ist unter www.wetterau-nazifrei.de.vu zu finden und auch auf unserer Linkliste.
