Templin: zwei Neonazis erschlagen einen 55-jährigen Obdachlosen

Im brandenburgischen Templin haben zwei stadtbekannte Neonazis einen 55-jährigen obdachlosen Tischler erschlagen. Beide sind mittlerweile in Haft, einer der beiden soll die Tat bereits gestanden haben. Die beiden Nazis, 18 und 21 Jahre alt, waren auf Bewährung auf freien Fuß gesetzt worden, nachdem sie zuvor bereits wegen schwerer Körperverletzung und versuchten Totschlags verurteilt worden waren. Die sogenannten Tathintergründe werden von der Polizei als noch offen bezeichnet. (NPD-Blog.Info, AFP). Weiterlesen „Templin: zwei Neonazis erschlagen einen 55-jährigen Obdachlosen“

Polizei behauptet weiterhin: Schnippkoweit war uns als Nazi kein Begriff, rechte Vernetzung im Schwalm-Eder-Kreis gibt es nicht…

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Der in U-Haft einsitzende Kevin Schnippkoweit war der Polizei des Schwalm-Eder-Kreises angeblich als Neonazi unbekannt. Das behauptet nach einem Bericht in „junge Welt“ der Polizeisprecher der Direktion Schwalm-Eder, Markus Brettschneider.  Auch behauptet er weiterhin, es gebe keine „Vernetzung rechtsextremer Kräfte“ in Nordhessen. Dabei hätte ein Blick auf die Seite „antimanifest.de“ genügt, um die Vielzahl neofaschistischer Aktionen in der Region genau aufgelistet zu finden. Ihren konzentrierten Ausdruck findet diese objektiv den Nazis nutzende Ideologie und Praxis im aktuellen Verfassungsschutz-Bericht des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen politische Linie allerdings das genaue  Gegenteil von dem ist, was der FR-Kommentator zu Recht fordert: den Schulterschluss aller Feinde der Rechtsextremisten. Weiterlesen „Polizei behauptet weiterhin: Schnippkoweit war uns als Nazi kein Begriff, rechte Vernetzung im Schwalm-Eder-Kreis gibt es nicht…“

Hermann L. Gremliza, Wozu Nazis da sind

Hermann L. Gremliza hat in „konkret“ Juli/2008 einen Artikel zur gesellschaftlichen Funktion heutiger Nazis veröffentlicht. Seine zentrale These: „Warum also wird die nationalsozialistische NPD […] von der Staatsmacht erhalten und protegiert? Nicht weil sie irgendwann einmal nützlich wäre, sondern weil sie es heute und morgen ist. Am Dreck ihrer Gefühlswelt, an der Mordlust in ihren Fressen, an der Gemeinheit ihrer Parolen soll der brave Staatsbürger lernen, was „Extremismus“ bedeutet. Denn das ist, hinter allem politikwissenschaftlichen Gedöns, der ganze Sinn der Totalitarismustheorie, der Lehre des Rot gleich Braun: daß jegliche Kritik der herrschenden Ordnung auf Auschwitz hinaus will.“ Zum Wortlaut des ganzen Artikels:

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Kevin Schnippkoweit in Untersuchungshaft wegen des Überfalls auf das [’solid]-Camp am Neuenhainer See

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Wie aus zuverlässiger Quelle bekannt wird, handelt es sich bei dem wegen versuchten Totschlags in Haft genommenen Nazi-Schläger, der am frühen Morgen des 21. Juli eine dreizehnjährige Teilnehmerin an einem Jugendcamp der Gruppe [’solid] schwer verletzt hatte, um den seit längerem bereits bekannten ehemaligen engen Mitstreiter des früheren NPD-Parteivorsitzenden Marcel Wöll, Kevin Schnippkoweit.
Obwohl ein Sprecher der Polizei wie häufig nach solchen Vorfällen behauptete, es gebe keine „vernetzte Strukturen“ der Rechten in der Region (FR), ist Schnippkoweit ein alter Bekannter aus der hessischen NPD- und Naziszene, der allerdings inzwischen zeitweilig in Jena lebte  – dorthin soll sich übrigens auch Wöll selber begeben wollen, nachdem sein Butzbach-Hochweiseler „Nationales Zentrum“ am Ende ist und das Haus verkauft werden muß. In der Person Schnippkoweits und seiner Verbindung mit Wöll kommen also die hessischen Strukturen von NPD und „Autonomen Nationalisten“ gerade hochgradig vernetzt zum Vorschein. Weiterlesen „Kevin Schnippkoweit in Untersuchungshaft wegen des Überfalls auf das [’solid]-Camp am Neuenhainer See“

Skandal in Rödelheim: Nestbeschmutzer von „Zusammen e.V.“ wollen ohne Flagge und Hymne Fußball gucken!

Kaum kommt der Urlauber froh gestimmt nach Hause, erwartet ihn ein dicker Skandal, der mittlerweile heftige Wellen im Frankfurter Stadtteil Rödelheim schlägt. Dort hatte sich das Plenum des Stadtteilprojekts „Zusammen e.V.“ doch tatsächlich dazu verstiegen, beim gemeinsamen Fußball-EM-Finale-Schauen lieber ohne Flagge und Hymne auskommen zu wollen! Weiterlesen „Skandal in Rödelheim: Nestbeschmutzer von „Zusammen e.V.“ wollen ohne Flagge und Hymne Fußball gucken!“

Mit Mail und Chat gegen Rechtsextremismus

Eine neue und einfach zugängliche Beratungsplattform im Internet ermöglicht via Mail und Chat erste Hilfestellung und Beratung beim Thema Rechtsextremismus („anonym, vertraulich und kostenfrei“ wie es in einer Info heißt). Beispiele aus dem „Beratungs-Alltag“: Wir werden immer als „Scheiß Kanaken“ beschimpft“, Ein Kinderfest der NPD“, Angst vor den ‚Kameraden'“ … Die neue Internet-Plattform mit dem etwas sperrig geratenen Domain-Namen www.online-beratung-gegen-rechtsextremismus.de richtet sich u.a. an alle,

  • „die sich aufgrund rechtsextremer Erscheinungen in ihrem persönlichen Lebensumfeld überfordert oder bedroht fühlen“
  • „die sich über die rechtsextreme Szene informieren möchten“
  • „die sich für ein demokratisches Zusammenleben engagieren wollen“

„Das Angebot richtet sich an jede Alters- und Personengruppe. Es können verschiedene Formen der Beratung gewählt werden E-Mail-Beratung, Einzelchat-Beratung, Thematische Gruppenchats. Außerdem werden Kontakte zu regionalen Einrichtungen, Projekten und Netzwerken vermittelt.“ Das Projekt wird getragen von „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ (mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung).
Dazu ergänzend der Hinweis: Ansonsten einfach an die örtlichen Anti-Nazi- und Antifa-Gruppen wenden und mitmachen.

Treffen der Hakenkreuzfreaks in Frankfurt: Samstag, 28.6., 10 Uhr, „Haus der Heimat“, Porthstraße 10

Wie erwartet war die „Absage“ des Widerstands-Kollegs, welches das „Institut für Staatspolitik“ bzw. die „Edition Antaios“ für Samstag lanciert hat, der Versuch eines Tricks. Das Treffen findet definitiv statt. Ort: „Haus der Heimat“,  Porthstraße 10, 60435 Frankfurt am Main (Nähe Sozialzentrum Marbachweg, U5). Dieses Gebäude gehört skandalöserweise der Saalbau AG! Dort nahm man unseren ersten Protest zwar telefonisch entgegen, war aber zu keinerlei Diskussion bereit. Offensichtlich scheint man dort mit den Herren Weißmann und Kubitschek zu sympathisieren.
Wie zu hören ist, sollen sich AntifaschistInnen, die ein solches Treffen für unmöglich halten, sich bereits um 09:00 Uhr dort treffen und alle möglichen Foto- und Videokameras mitbringen, damit dokumentiert werden kann, wer zu einem solchen Treffen denn erscheint.
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„… bitte verzeiht mir, daß diese braune Scheiße alles zerstört!“

Nach dem aktuellen Urteil gegen Marcel Wöll steht im August dessen nächster Prozess wegen schwerer Körperverletzung [update: oder sogar versuchten Totschlags] bevor (Hintergrundbericht der FR über die näheren Umstände). Übrigens: zu der im FR-Bericht erwähnten Nazi-Truppe „Schwarze Division“ gehörte vor wenigen Jahren auch Sören Brühl, der an der Fachhochschule Frankfurt Sozialpädagogik studieren konnte – von der Unileitung, dem AStA, den meisten DozentInnen und nicht wenigen Studierenden aus unterschiedlichen Gründen unbehelligt. Brühl war unter anderem als Demonstrant bei Wunsiedeler Gedenkmärschen für Rudolf Hess aufgefallen.

Vier Monate Knast ohne Bewährung für Marcel Wöll

Marcel Wöll NPD-Nazi und Bewährungsversager Der ehemalige NPD-Landesvorsitzende geht nach dem heutigen Berufungsverfahren als Strafe für seine Leugnung des Holocaust für vier Monate hinter Gitter. Ein Trost für ihn: schon im August darf er wieder kurz raus – dann steht sein Koblenzer Prozeß wegen schwerer Körperverletzung bevor. FR, FAZ. Jörg Krebs, Vorsitzender der NPD Hessen solidarisiert sich mit seinem ehemaligen Landesvorsitzenden und spricht von „Gesinnungsdiktatur“.
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