„Neues von der NPD“ – aus: Swing, Nr. 152

In der Ausgabe 152 des „Swing“ findet sich eine ausführliche Analyse zur derzeitigen Verfassung der hessischen NPD. Nachdem Marcel Wöll als Landesvorsitzender abgehalftert wurde, fungiert der Frankfurter Stadtverordnete Jörg Krebs eher als Platzhalter auf Zeit, bis sich ein anderer Exponent des NS-völkischen Kameradschaftsflügels der NPD, möglicherweise Mario Matthes, als stark genug erwiesen hat, Wöll zu beerben. Wöll selber ist übrigens keineswegs inaktiv. Er wurde zum Beispiel mit seinem bekannten roten Kleinbus bei den Nazi-Mai-Demo (-versuchen) in Kaiserslautern und Neustadt gesichtet, wo er hektisch mit der Polizei zu telefonieren schien, als es eng für ihn wurde. Es folgt der Artikel aus „Swing“: Weiterlesen „„Neues von der NPD“ – aus: Swing, Nr. 152″

75 Jahre faschistische Bücherverbrennung: Gedenken geht besser – Kritik statt Antiquariat!

Am vergangenen 10. Mai fand eine Veranstaltung zum Gedenken an die Bücherverbrennung statt, die faschistische Studenten vor genau 75 Jahren unter dem Jubel großer Teile der Bevölkerung in fast allen deutschen Universitätsstädten begangen hatten. Die Frankfurter Gedenkveranstaltung hatte verschiedene Mängel, die wir aus unserer Sicht hier benennen wollen, damit es im kommenden Jahr besser läuft: wir waren trotz großer Bündnisbreite viel zu wenige, der Aufruf beschränkte sich auf rein historische Aspekte und blieb unkonkret, es gab zu viele Redebeiträge, die sich inhaltlich wiederholten und nur Männer zu Wort kommen ließen, der Zeitplan war so knapp, dass alle Beteiligten auf der Bühne unter einem der Sache völlig unangemessenen Zeitdruck standen. Das größte Problem aber war das achtlose Vorbeimarschieren der etwa Hundert DemonstrantInnen an einer Mahnwache für aktuell zwei von der Abschiebung existentiell bedrohte eritreische Deserteure. So etwas sollte sich nicht wiederholen. Wir dokumentieren im Folgenden eine Kritik an dem letztgenannten Fehler. Der Redebeitrag der Anti-Nazi-Koordination (Redebeitrag-Demo-zur-bucherverbrennung-Mai-1933) versuchte wenigstens, den Bogen von 1933 zum heutigen Faschismus, seinem gesellschaftlichen Umfeld und seinen aktuellen Ermöglichern zu schlagen, konnte aber aufgrund des Zeitdrucks nicht vollständig gehalten werden. Weiterlesen „75 Jahre faschistische Bücherverbrennung: Gedenken geht besser – Kritik statt Antiquariat!“

Antisemitismus im Blick: Deutschland und Frankreich

2008-05-ffm-antisemitismus-in-deutschland-frankreichDas „Forum France et Monde Francophone“ lädt am 16. Mai 2008 zu folgender Veranstaltung ein:
(Das Veranstaltungsplakat als PDF-Datei)

Antisemitismus im Blick: Deutschland und Frankreich

Regards croisés sur l’antisémitisme en France et en Allemagne

  • Freitag, 16. Mai 2008
  • Johann Wolfgang Goethe-Universität – Campus Westend
    Grüneburgplatz 1, Casino am IG Farben-Haus, Raum 823
  • Themenkreise:
    – Antisemitismus und Geschichte
    – Antisemitismus und Immigration
    – Antisemitismus und Erziehung

Veranstalter: Institut für Romanische Sprachen und Literaturen
mit dem Institut Français Frankfurt und dem Fritz Bauer Institut
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Evangelische Kirchen veröffentlichen Erklärung gegen Neonazis zum 8. Mai

brille putzen ekd gegen rechtsextremismusDie „Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland“ (EKM) hat zum 8. Mai eine Erklärung gegen Neonazis veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: Weiterlesen „Evangelische Kirchen veröffentlichen Erklärung gegen Neonazis zum 8. Mai“

Ständig neue Artikel auf dem ANK-Blog …

rss-feed… wie soll ich denn da auf dem Laufenden bleiben?? Wer keine Zeit und / oder keine Lust hat, täglich nach neuen Texten auf unserer Homepage zu schauen, aber trotzdem gerne wissen möchte, was es hier Neues gibt, braucht nicht zu verzweifeln: einfach auf der Homepage ganz unten rechts unter der Überschrift „Meta“ anklicken: „Artikel als RSS„. Bei der dann folgenden Frage, ob man die Nachrichtenüberschriften dieser Homepage abonnieren möchte, auf „OK“ klicken. Und ab dann kann man im jeweils eigenen Internet-Browser unter dem Menüpunkt „Feeds“ jederzeit mit einem Blick sehen, was es bei uns wieder Neues gibt und selbst entscheiden, ob man das wirklich lesen möchte. Viel Spaß!
UPDATE – Ergänzung: Weiterlesen „Ständig neue Artikel auf dem ANK-Blog …“

Wenn die Erinnerung nicht in die verteidigenswerte Gegenwart passt…

Memories - 1968 in Frankfurt a.M. 01 Auch die schwarz-grüne Stadtregierung in Frankfurt gehört selbstverständlich zu jenen, die sich ›68‹ in ihr Portfolio gelegt haben. Anläßlich des 40-jährigen Jubiläums der ›68er‹ präsentiert das Historische Museum die Ausstellung ›Die 68er. Kurzer Sommer – lange Wirkung‹. Zum Warm-up für Journalisten lud das Presse- und Informationsamt Frankfurt für den 28.4.2008 zu einer Tagesveranstaltung ein:
The times they are changin‘ – Die 68er ins Museum? Weiterlesen „Wenn die Erinnerung nicht in die verteidigenswerte Gegenwart passt…“

Systemveränderer? CDU plant „Nationalen Sicherheitsrat“ und Veränderungen des Grundgesetzes „in wesentlichen Teilen“

Die am Wochenende bekannt gewordenen Vorschläge der CDU, im Bundeskanzleramt einen „Nationalen Sicherheitsrat“ der Bundesrepublik einzurichten, ist nur mit, so die hinter dem CDU-Vorschlag stehenden Sicherheits-Think-Tanks, Veränderungen des Grundgesetzes „in wesentlichen Teilen“ zu haben: endgültige Aufhebung der Trennung von polizeilicher und militärischer Arbeit, Aufhebung der (nach den Erfahrungen mit der Gestapo nach 1945 verfassungsrechtlich bindend vorgeschriebenen) Trennung geheimdienstlicher und polizeilicher Aufgaben, Schwächung der parlamentarischen Kontrolle über weite Bereiche der Sicherheitsexekutive. Das ist der Weg in den präventiven Sicherheitsstaat, vor dem bereits seit längerem gewarnt wird, der Weg in den „Notstand der Republik“ – ausführliche Einschätzung bei „German Foreign Policy„. Gemessen an diesem Ziel ist der Frankfurter Sicherheitsdezernent Volker „Kartätschenprinz“ Stein ein Politiker auf der Höhe der Zeit. Für die antifaschistische Bewegung des Landes stellen sich damit möglicherweise neue Aufgaben auf diesem Feld. Denn mit den nun veröffentlichten CDU-Vorschlägen gewinnt eine Strategie deutlicher Konturen, den Staatsapparat für militärische Eingriffe im Inneren sowie polizeiliche Tätigkeiten im Äußeren umzubauen, zivile und militrische Verwaltungsstrukturen gegenseitig zu durchdringen. Das Ziel ist ein von Deutschland geführtes imperialistisches Zentrum Europa. Dafür müssen auch die Sicherheitsoraussetzungen stimmen – und daran wird unter Hochdruck gearbeitet (vgl. dazu Referat zum 8. Mai 2007).

Wolfgang Leuschner zu Situation der antifaschistischen Gruppierungen vor Ort: „Über Antisemitismus, Neo-Nazis und Zivilcourage in Frankfurt am Main“

Wolfgang Leuschner, Aktivist der Initiative 9. November und langjähriger Mitarbeiter des Sigmund-Freud-Instituts, hat ein Papier veröffentlicht, in dem er auf der Basis einer Analyse antisemitischer Aktivitäten und Naziorganisationsformen in Frankfurt kritisch zur öffentlichen Debatte über die Arbeit unterschiedlicher antifaschistischer Gruppierungen Stellung nimmt und sich dabei begründet auf die Seite der Anti-Nazi-Koordination stellt: „Über Antisemitismus, Neo-Nazis und Zivilcourage in Frankfurt am Main“ (uber-antisemitismus-neo-nazis-und-zivilcourage-in-frankfurt1). Im Hinblick auf die öffentlich Debatte der Ereignisse des diesjährigen 1. Mai in Hamburg wirkt Leuschners Analyse höchst aktuell.

1. Mai 2008 – Bilanz: Nazidemonstrationen teilweise trotz Polizeischutz be- und verhindert, Polizeieinsätze gegen Linke, Nazis besetzen Zug auf dem Weg nach Hamburg und attackieren „Panorama“-Team

Während die veröffentlichte Meinung sich über die antifaschistischen Aktionen gegen Nazis am 1. Mai 2008 weitgehend einig ist: Linke gehen auf Rechte los, die Polizei verhütet Schlimmeres – geht dabei wie üblich weitgehend in der Versenkung unter, worum es eigentlich sachlich geht, wenn AntifaschistInnen den mehr als berechtigten Versuch unternehmen, Nazis an öffentlichen Demonstrationen ihrer antisemitischen und rassistischen Hassparolen und -aktionen zu hindern. Das ist am 1. Mai in der Rhein-Main-Region stellenweise gelungen – insbesondere konnte die Nazi-Zusammenrotung in Neustadt a der weinstraße erfolgreich verhindert werden (Bilanz auf antifa-frankfurt.org). Dagegen konnte, und das soll hier als Beipiel für das wahre Gesicht der NPD und der Kameradschaften dienen, angeblich auch von der inzwischen deshalb heftig kritisierten Bundespolizei nicht verhindert werden, daß Nazis mehrere Waggons eines Regionalzuges zwischen Pinneberg und Hamburg in ihre Gewalt brachten, dort Fahrgäste terrorisierten und über die gekaperte Lautsprecheranlage des Zuges endlich mal das öffentlich sagten, was die NPD sonst lieber taktisch verschweigt. Es sind solche Zitate seiner KameradInnen, die man Möchtegern-Saubermann Jörg Krebs (NPD Hessen, Stadtverordneter in Frankfurt) öffentlich vorhalten sollte Weiterlesen „1. Mai 2008 – Bilanz: Nazidemonstrationen teilweise trotz Polizeischutz be- und verhindert, Polizeieinsätze gegen Linke, Nazis besetzen Zug auf dem Weg nach Hamburg und attackieren „Panorama“-Team“

AK Recht und andere: schwere Vorwürfe an die Adresse der Polizei – Offener Brief an Volker Stein

Sicherheitsdezernent Volker Stein (FDP) erhielt dieser Tage Post. In einem Offenen Brief, der ihm am 21. April im Verlauf einer Sitzung des Rechtsausschuß der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung überreicht wurde, werden schwere Vorwürfe gegen die Frankfurter Polizei erhoben. Im Verlauf des Einsatzes gegen DemonstrantInnen des „Global Action Day“ (26. Januar 2008 ) habe sich, so die UnterzeichnerInnen des Offenen Briefes, darunter die Anti-Nazi-Koordination, die Polizei unter anderem der Willkür, des Rechtsbruchs, der gezielten Desinfomation, der massiven sexuellen Diskriminierung Minderjähriger, des Verstoßes gegen polizeiliche Dienstvorschriften, des Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte, rassistischer Beschimpfungen und der Körperverletzung schuldig gemacht. Gefordert wird unter anderem die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschuß zu den Vorgängen des 26. Januar, Schmerzensgeld und eine Entschuldigung der Polizeiführung für die rechtswidrigen Polizeimaßnahmen. Vollständiger Text des Offenen Briefes: Weiterlesen „AK Recht und andere: schwere Vorwürfe an die Adresse der Polizei – Offener Brief an Volker Stein“