Nazis in der Wetterau

In der Wetterau existiert nach Angaben des dortigen Polizeidirektors auch nach dem Abgang von Marcel Wöll eine aktive Nazi-Szene, deren Größe mit über hundert Personen angegeben wird.  Dies hänge nicht etwa mit den gesellschaftlich-politischen Verhältnissen in der Wetterau zusammen, sondern, so der Polizeidirektor, „mit der Durchgangslage des Kreises. Hier blieben immer wieder Rechte hängen und nisteten sich ein„. Schuld sind also aus, wie es wörtlich heißt, „übergeordneter Sicht“ die von Außerhalb. Kevin Schnippkoweit, der inzwischen wieder in Butzbach lebt, stelle keine Gefahr dar. Vielmehr sei er höchstens selber ein mögliches Opfer: „Er hoffe nur nicht, so König, dass die Polizei sich irgendwann genötigt sehe, den ehemaligen Butzbacher schützen zu müssen. Denn die Nachricht von seinem Aufenthalt in Freiheit habe im Internet und in der Presse bereits für Schlagzeilen gesorgt.

Hier geht’s zum ganzen Artikel über die Sitaution in der Wetterau:

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Verfassungsschutz und NPD – das Zitat des Jahres!

Baden-Württembergs Innenminister, ein Mann namens – hätten Sie’s gewußt? – Heribert Rech, ist ein wackerer Streiter gegen das NPD-Verbot. Jetzt fand er ein besonders griffiges Argument für seine Haltung: “Wenn ich alle meine verdeckten Ermittler aus den NPD-Gremien abziehen würde, dann würde die NPD in sich zusammenfallen.
Uppps – das kann ja nun wirklich nicht sein!
PS.: Der Hintergrund dieser wahren Geschichte ist allerdings weniger zum Lachen vgl. eine Erklärung der VVN-BdA in Baden-Württemberg hier.
PPS.: Winnenden im Lande des Heribert Rech ist nicht nur der Ort des jüngsten Schulmassakers der Republik. Am dortigen Gymnasium wurde vor wenigen Tagen eine antifaschistische Info-Veranstaltung verboten und die OrganisatorInnen zum Staatsschutz einbestellt: AntifaschistInnen bekämpfen – Nazis (verfassungs-)schützen!

Protokoll der ANK-Sitzung vom 10. März / Aktivitäten und Termine

Auf ihrer Sitzung am 10. März 2009 diskutierte die ANK die folgende Tagesordnung:

  1. Naziaufmarsch in Mainz, 1. Mai
  2. Beteiligung an den Aktivitäten der Initiative NoNato RheinMain [Antimilitaristisches Aktionskomitee]
  3. Diskussion zur Frage des antiislamischen Rassismus
  4. Berichte: Freilassung Kevin Schnippkoweit
    Prozeß Hans Apel vs. Hans Christoph Stoodt
    Stand unserer Bündnisgespräche
  5. Umgang mit schriftlichen Austrittserklärungen von insgesamt sieben ehemaligen AktivistInnen der ANK  Weiterlesen „Protokoll der ANK-Sitzung vom 10. März / Aktivitäten und Termine“

13. März – Schwarzer Freitag für DHL und Commerzbank

nonato09_regmob1Am kommenden Freitag, 13. März, gibt es im Rahmen der No-NATO-Kampagne Aktionen gegen DHL und Commerzbank. Letztere, wenn zur Zeit auch beinahe pleite, tut sich seit längerem unter anderem auch als think-tank der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit hervor, erstere profiliert sich im Rüstungs- und Kriegsgeschäft.
Treffpunkt: Freitag, 13. März, 14 Uhr, Kaiserplatz
Flugblatt (pdf): nonato-rm-flugi-1303web
weitere Aktionen im Vorfeld der  Aktionen gegen das 60. NATO-Jubiläum: hier
Aufruf zur Aktion am 13. März: Weiterlesen „13. März – Schwarzer Freitag für DHL und Commerzbank“

Kevin Schnippkoweit wieder auf freiem Fuß!

Kevin Schnippkoweit, Neonazi aus der Wetterau und ehemaliger Aktivist  des Neonazi-Videoprojekts „Volksfront Medien“, wurde vor kurzem aus  der JVA Rockenberg freigelassen. Schnippkoweit hatte am 20.07.2008 gemeinsam mit anderen Neonazis ein  Zeltlager der Linksjugend „solid“ überfallen und dabei ein in einem  Zelt schlafendes 13-jähriges Mädchen mit einem Klappspaten fast  totgeschlagen.
Er wurde am 12. Januar 2009 wegen schwerer Körperverletzung und  Sachbeschädigung zu 27 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Nach  dem Urteil verblieb er aufgrund des U-Haft-Befehls der  Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft und stellte einen  Revisionsantrag gegen das Urteil, somit wurde das Urteil gegen ihn nicht rechtskräftig. Der Haftbefehl für die Untersuchungshaft wurde nun von einem Gericht  in Kassel ausser Vollzug gesetzt und Schnippkoweit freigelassen. Als  Begründung wird angegeben, dass erst in 2010 eine neue Verhandlung stattfinden kann und eine bis zu diesem Zeitpunkt dauernde  Untersuchungshaft die zu erwartende Dauer der zu verbüßenden  Strafhaft möglicherweise übersteigen würde.
Schnippkoweit wurde bereits in Butzbach (Wetterau) gesehen und  erkannt, weiterhin gibt es Hinweise darauf, dass er wieder Kontakte  in der Nazi-Szene aufnimmt. Das Opfer und seine Familie wurde von offizieller Seite nicht darüber  informiert, dass Schnippkoweit auf freiem Fuß ist
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Weitere Infos

Aktionen gegen Krise und Krieg

nonato09_regmobIn den kommenden Wochen finden zahlreiche Aktionen und Aktivitäten gegen Krise und Krieg statt. Die  Serie von Aktionen, mitgetragen vom No-NATO Antikriegs-Aktionsausschuß unter Mitarbeit der Anti-Nazi-Koordination, hat das Ziel, den Zusammenhang von Krise und Krieg deutlich zu machen und für Aktionen gegen den NATO-Gipfel am 3./4. April in Strasbourg zu mobilisieren. Hier die wichtigsten Daten und Infos – weitere Informationen folgen auch auf unserer Homepage:
Freitag, 13.März: Schwarzer Freitag für Commerzbank und DHL
Freitag, 20. März: Infoveranstaltung zum NATO-Gipfel
Samstag, 28. März: Demonstration: Wir zahlen nicht für euere Krise! – Antikapitalistischer/No-NATO-Block (Hauptbahnhof)
Sonntag, 29. März: Blockadetraining für die Aktionen in Strasbourg
ab Mittwoch, 1. April: No-NATO-Camp, Strasbourg
Sa/So., 3./4. April: Obama kommt -wir auch! Aktionen gegen den NATO-Gipfel

Schaeffler: 1,95 Tonnen Menschenhaar – „konsequent beschwiegen“

Während inzwischen die Verwicklung der von einer „Arisierung“ profitierenden Firmengründer der heutigen Schaeffler KG in die faschistische Menschenvernichtungsmaschinerie in internationalen Medien Aufmerksamkeit gewinnt, wird der gesamte Vorgang in Deutschland „konsequent beschwiegen„, wie German Foreign Policy belegt. Wir dokumentieren einen weiteren aktuellen Artikel zu historischen Forschungsergebnissen und ihrer Rezeption hierzulande: Weiterlesen „Schaeffler: 1,95 Tonnen Menschenhaar – „konsequent beschwiegen““

Schaeffler KG – ein deutsches Unternehmen mit Tradition

Vermutlich haben viele das Bild mit Maria-Elisabeth Schaeffler, Matriarchin des im Familienbesitz befindlichen Autozulieferers Schaeffler KG, privat sechsfache Euro-Milliardärin, gesehen, wie sie mit IG Metall-Chef Berthold Huber vor den Kameras der Medien um Staatsknete für ihr verpatztes Spekulationsgeschäft bittet, bei Conti voll einzusteigen.

Das wie immer außerordentlich lesenswerte Info-Portal German Foreign Policy hat sich auf die Spur der Geschichte des Unternehmens gesetzt: bei Schaeffler handelt es sich demzufolge um einen vermutlich 1940 „arisierten“ Textilbetrieb ehemals jüdischer Eigentümer, der nach seiner „Arisierung“ voll ins Rüstungsgeschäft einstieg, auf die Produktion von Panzerketten spezialisiert war, aber anscheinend auch Menschenhaar „verwertete“, dessen Herkunft aus faschistischen Vernichtungslagern mehr als wahrscheinlich ist.  Damit wäre Schaffler geradezu ein Musterbeispiel der Verwicklung deutschen Finanz- und vor allem Rüstungskapitals in die antisemitische Vernichtungsgeschichte des Nazireiches und seiner imperialistischen Eroberungskriege – aber auch ihrer Macht- und Einflußkontinuität bis heute.  Wir dokumentieren zwei darauf bezogene Artikel „Vom Ursprung deutschen Reichtums I und II“ im Folgenden:
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