„Das ist doch nur für die Galerie“ …

Worauf ein „Panorama“-Beitrag zu alltäglicher Nazi-Gewalt in Deutschland gerade hinwies, ist natürlich kein Einzelfall, sondern geradezu Struktur des Verhaltens der Strafverfolgungsbehörden und der sie anweisenden PolitikerInnen, nicht zuletzt aber auch des gesamtgesellschaftlichen Klimas, in dem sich Nazis bei allen regionalen Unterschieden doch lange und weitgehend sicher fühlen können. Das ist selbstverständlich auch nicht erst jetzt und nicht nur in Hessen so. Weiterlesen „„Das ist doch nur für die Galerie“ …“

PRO FRANKFURT weist Lügen und Unterstellungen zurück

Pro Frankfurt

In einer eindeutigen Klarstellung weist PRO FRANKFURT für eine weltoffene, tolerante und multikulturelle Stadt
Unterstellungen und Lügen zurück, insbesondere jene, daß die Internetseite von PRO FRANKFURT
www.pro-frankfurt.info.ms
von der Anti-Nazi-Koordination und/oder einem ihrerer Sprecher initiiert worden sei, das ist haltloser Unsinn, was die Anti-Nazi-Koordination z.B. zuvor schon in dem Beitrag „“Pro Frankfurt” und “Politically Incorrect” hetzen gegen die Anti-Nazi-Koordination“ öffentlich bekundet hat:
„Wir stellen zusammenfassend gegen die ohne weitere Belege vorgebrachten Anwürfe der bekannten Frankfurter Koran-Expertin fest: wer auch immer hinter der Homepage “PRO FRANKFURT für eine weltoffene, tolerante und multikulturelle Stadt” steht – Hans Christoph Stoodt oder die Anti-Nazi-Koordination haben sie nicht erfunden oder veröffentlicht.“
Hier die Klarstellung von PRO FRANKFURT (mit der ausdrücklichen „Erlaubnis“, sie zu veröffentlichen)
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„Die deutsche Fahne steht für Hartz IV und Rente mit 67“

Der Rödelheimer Verein „zusammen e.v.“ wird morgen um 16 Uhr vor dem Ausländeramt gegen die Abschiebung von Familie Naeem protestieren. Darüber berichtet die heute abend bereits veröffentlichte Ausgabe der „jungen Welt“ in einem Interview mit einem Aktivisten des Rödelheimer Stadtteilprojekts, in dem der Zuammenhang von aktueller Sozialpolitik, Nationalismus und Rassismus dargestellt wird. Dabei macht der Interviewte darauf aufmerksam, daß dieselben sogenannten „Islamkritiker“ die seit Monaten gegen den Bau einer Moschee im benachbarten Stadtteil Industriehof agitieren und zugleich Interventionen  gegen ihre rassistische Hetze scheinheilig als „Intoleranz“ bejammern – daß diese Figuren zugleich auch am lautesten gegen die Kritik der Rödelheimer Initiative am deutschtümelnden Nationalismus während der Fußball-EM und sonst losröhren.

Neues von Frau Dr. Schröter, der Koran-Expertin, und den „Bürgern in Wut“

Frau Dr. Hiltrud Schröter, die bekannte Koran-Expertin, lässt eine „Gegendarstellung“ zu einem Leserbrief aus dem Bereich der Anti-Nazi-Koordination im Internet verbreiten – von der „Bürgerbewegung PAX Europa„. Zu diesem Verein, seinen in vielem Forderungen der REPs  und der NPD direkt entsprechenden Programmatik (zB. Minarettverbot) und seinem extrem rechtslastigen Protagonisten Udo Ulfkotte, der noch vor kurzem eine bundesweite Partei „Bürger in Wut“ nach dem von ihm vor noch nicht langem unterstützen und mindestens rechtspopulistischen Bremer Vorbild, seinerseits einem Ableger der Partei des homophoben Rechtspopulisten, „Richter Gnadenlos“ und Koksers Ronald Schill, zu gründen beabsichtigte, vgl. hier. Langsam werden die Zusammenhänge zu den auch in Frankfurt-Hausen wildgewordenen (Klein-)Bürgern überdeutlich und rücken sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst ins rechte Licht.
So also sieht das Soziotop der „Islamkritik“ aus. Sehr seriös: selten dürfte das Wort Pax so mißbraucht worden sein…

7. August: „Panorama“ – Bericht über Nazi-Gewalt in Nordhessen, Polizeiversäumnisse und Verfassungsschutz

Über die Hintergründe der Klappspaten-Attacke des ehemals Butzbacher Nazis Kevin Schnippkoweit alias „ExvodsPhoenix“ sowie den seltsam-widersprüchlichen behördlichen Umgang mit ihm und seinem Umfeld rund um seine Tat berichtet am kommenden Donnerstag, 7. August um 21.45 Uhr in der ARD das Politik-Magazin des NDR, Panorama.

UPDATE 06.08.2008:
Seit heute ist auf der Internetseite von Panorama der entsprechende TV-Beitrag angekündigt:
Panorama: Jeden Tag Nazigewalt – alle schauen weg
„Mitte Juli im hessischen Schwalm-Eder Kreis, wieder ein brutaler Angriff eines Nazis. Kevin S. überfällt ein schlafendes 13-Jähriges Mädchen, schlägt sie fast tot. Es war eine der grausamsten rechten Straftaten der letzten Jahre, doch kaum jemand hat davon Notiz genommen.“
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„Pro Frankfurt“ und „Politically Incorrect“ hetzen gegen die Anti-Nazi-Koordination

Im Zusammenhang einer neuerlichen Verschärfung des Frankfurter Moscheebaustreits fällt die Koran-Expertin Dr. Hiltrud Schröter von der BürgerInneninitiative der Moscheebaugegner „pro Frankfurt“ völlig aus der Rolle und bezichtigt den Sprecher der Anti-Nazi-Koordination, Dr. Hans Christoph Stoodt, der „Lüge“ und „Intrige“. Auf dem rechten und islamfeindlichen Blog „Politically Incorrect“ wird er gar als „Hohepriester der Intoleranz“ bezeichnet. Diese Anwürfe auf bezeichnend niedrigem Niveau weist der Angegriffene zurück.
Zu den Fakten und Hintergründen: Weiterlesen „„Pro Frankfurt“ und „Politically Incorrect“ hetzen gegen die Anti-Nazi-Koordination“

Neuerliche Hassausbrüche und Gewaltaufrufe in Frankfurt-Hausen

In der „Frankfurter Rundschau“ tobt sich, wie schon im vergangenen Herbst, das sogenannte gesunde Volksempfinden zum Thema Moscheebau wieder aus. Ein Leserbriefschreiber bekundet angesichts der nun erteilten Baugenehmigung für das Gotteshaus der islamischen Hazrat-Fatima-Gemeinde im Industriehof: „Ich für meine Person bin fertig mit der Politik und fertig mit der Debatte. Die Moschee wird sicherlich nur über meine Leiche gebaut werden, und viele meiner Nachbarn und Freunde sehen das seit heute ganz genauso. Es wird Widerstand geben, determinierten Widerstand. Ein Ex-CDU Mitglied.“ (gemeint war wahrscheinlich: „dezidierten Widerstand“, d. Red.) Wie dieser „Widerstand“ aussehen soll und auf welchem schwarz-braunen Hintergrund er stattfindet, wird wieder mal in wahrhaft unsäglichen rassistischen Kommentaren auf „politically incorrect“ diskutiert (vgl. auch hier):
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Mario Matthes (NPD): Prügelnazi mit behördlicher Toleranz-Lizenz

Das ist die Reaktion der Mainzer Universität auf den jüngsten Gewaltexzess aus dem unmitelbaren Umfeld des ehemaligen hessischen NPD-Vorsitzenden Wöll: nachdem dessen Freund und Schüler Kevin Schnippkoweit nunmehr in U-Haft einen Klappspaten-Angriff auf eine dreizehnjährige Schülerin gestanden hat, erklärten zunächst Polizei und Verfassungsschutz, sie kennten ihn gar nicht. Allerdings stellt sich inzwischen heraus, daß es doch so allerhand Gründe gegeben hätte, ihn besser zu kennen. AntifaschistInnen in der Region können das seit über einem Jahr bestätigen. Nun kann sich Mario Matthes, Chef der „Nationalen Sozialisten Bingen-Mainz“, enger Freund Wölls, derzeit Stellvertretender NPD-Landesvorsitzender Hessens, einer fast schon James-Bond-reifen offizellen Lizenz zur Gewalttätigkeit erfreuen: daß er mitten auf dem Campus der Mainzer Uni einen Antifaschisten wegen dessen Gesinnung angriff und verletzte, ist nach Ansicht der Mainzer Uni-Verwaltung kein Grund zur Exmatrikulation: Bericht in Spiegel-Online. Immerhin tröstlich: die Mainzer Polizei gibt zu Protokoll, Matthes sei ihr „bekannt“. Aber Mainz liegt ja auch nicht in Hessen – im Reiche von Bouffier und Eisvogel!

Kevin Schnippkoweit und die Vorgeschichte eines vermeidbaren Verbrechens

„Plötzliche sagt er Scheißzecke“ – unter diesem Titel veröffentlicht stern.de eine Zusammenfassung vieler Fakten über den Werdegang von Nazi-Aktivist Kevin Schnippkoweit (weitere Infos zu Schnippkoweits Vorgeschichte: „Nehmt die Waffen in die Hand!„). Sein Verbrechen, eine Attacke mit dem Klappspaten auf ein dreizehnjähriges, schlafendes Mädchen in einem antifaschistischen Zeltlager in Nordhessen – dieses Verbrechen kam nicht unerwartet. Auch die Behörden, deren aktuelles Vorgehen unter anderem durchaus tragikomische Züge trägt (Beschlagnahme und Zurschaustellung von Eugen Kogons „Der SS-Staat“ als Ergebnis einer Razzia bei Nazis …) , hätten vermutlich seit über einem Jahr, also längst schon, einen wesentlichen und ernsthaften Beitrag zur Verhinderung der jüngsten Tat Schnippkoweits erbringen können – hätten sie Schnippkoweit nicht wieder und wieder gewähren lassen.