2. August: Gedenken für die Opfer der nazifaschistischen Verfolgung der Roma und Sinti

  • Der Förderverein Roma lädt anlässlich des 64. Jahrestages der Liquidation des „Zigeunerlagers“ Auschwitz zu einer Gedenkveranstaltung der Roma Union ein, am:
    2.8.08, um 15.00 Uhr, in die Braubachstraße 18-22, Stadtgesundheitsamt

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„Rechte think tanks versenken!“ – Artikel zur Tagung des IfS im Frankfurter Haus der Heimat (Swing, Nr. 153)

In der aktuellen Swing, Nr. 153, befindet sich ein leseswerter Artikel zur Tagung des schwarz-braunen „Instituts für Staatspolitik“ Ende Juni im Frankfurter „Haus der Heimat“.

Nach der Mordattacke des hessischen Naziaktivisten Kevin Schnippkoweit – Verfassungsschutz und Polizei verwickeln sich in erhebliche Widersprüche über die Naziszene in Nordhessen

Noch im Juni war die Welt in Ordnung: zufrieden stellten Innenminister Volker Bouffier und Prof. Dr. Benno Hafeneger, Rechtsextremismus-Experte der Uni Marburg, unisono fest: man ist einen Schritt weiter im Kampf gegen Nazis, ja sogar so viel weiter, daß „Rechtsextreme jetzt um Hessen einen Bogen machen“ (Frankfurter Rundschau, 25.6.2008). Zu dieser Zufriedenheit ist nach der Mordattacke des Ex-Butzbacher Jungnazi-Aktivisten Kevin Schnippkoweit kein Anlaß, und es gab ihn in Wahrheit auch nie. Schnippkoweit sitzt zur Zeit in U-Haft, er hat die Tat gestanden. Er war und ist kein Einzeltäter, sondern steht für eine ganze Struktur – sowohl der Nazis, aber auch des Umgangs der Strafverfolgungsbehörden mit ihnen. Denn die öffentlich greifbaren Äußerungen aus der Polizeidirektion Schwalm-Eder und anderer Stellen zur Tat und ihrem Hintergrund sind so widersprüchlich, daß sie erhebliche Fragen aufwerfen: Weiterlesen „Nach der Mordattacke des hessischen Naziaktivisten Kevin Schnippkoweit – Verfassungsschutz und Polizei verwickeln sich in erhebliche Widersprüche über die Naziszene in Nordhessen“

Hausdurchsuchungen bei Nazis in Nordhessen: hat Schnippkoweit ausgepackt? / Verfassungsschutz kannte ihn angeblich bis gestern überhaupt nicht – dafür verwegene Thesen zur Rolle von Marcel Wöll als „Integrationsfigur“

hr hesseschau 2008-07-24 neonazi-ueberfall versuchter mord

NPD-Blog.Info berichtet ebenso wie die HR-Hessenschau (24.07.2008) von Hausdurchsuchungen bei Nazis im Schwalm-Eder-Bereich. Unklar ist, ob sie im Zusammenhang mit der Festnahme Schnippkoweits stehen, oder, wie die Polizei erklärt, schon vorher geplant worden seien. Merkwürdig wäre in diesem Fall, daß es nach der Attacke von Schnippkoweit noch bis gestern seitens der Polizei hieß, in der Region gebe es gar keine Nazi-Strukturen. Hat die Polizei also Hausdurchsuchungen bei Leuten geplant, von denen sie eigentlich gar nichts wußte? Oder hat vielleicht in Wahrheit Kevin Schnippkoweit ausgepackt? Dazu hieß es vor kurzem in einem Posting bei Indymedia: Weiterlesen „Hausdurchsuchungen bei Nazis in Nordhessen: hat Schnippkoweit ausgepackt? / Verfassungsschutz kannte ihn angeblich bis gestern überhaupt nicht – dafür verwegene Thesen zur Rolle von Marcel Wöll als „Integrationsfigur““

Templin: zwei Neonazis erschlagen einen 55-jährigen Obdachlosen

Im brandenburgischen Templin haben zwei stadtbekannte Neonazis einen 55-jährigen obdachlosen Tischler erschlagen. Beide sind mittlerweile in Haft, einer der beiden soll die Tat bereits gestanden haben. Die beiden Nazis, 18 und 21 Jahre alt, waren auf Bewährung auf freien Fuß gesetzt worden, nachdem sie zuvor bereits wegen schwerer Körperverletzung und versuchten Totschlags verurteilt worden waren. Die sogenannten Tathintergründe werden von der Polizei als noch offen bezeichnet. (NPD-Blog.Info, AFP). Weiterlesen „Templin: zwei Neonazis erschlagen einen 55-jährigen Obdachlosen“

Polizei behauptet weiterhin: Schnippkoweit war uns als Nazi kein Begriff, rechte Vernetzung im Schwalm-Eder-Kreis gibt es nicht…

nazis vs globalisierung kevin schnippkoweit

Der in U-Haft einsitzende Kevin Schnippkoweit war der Polizei des Schwalm-Eder-Kreises angeblich als Neonazi unbekannt. Das behauptet nach einem Bericht in „junge Welt“ der Polizeisprecher der Direktion Schwalm-Eder, Markus Brettschneider.  Auch behauptet er weiterhin, es gebe keine „Vernetzung rechtsextremer Kräfte“ in Nordhessen. Dabei hätte ein Blick auf die Seite „antimanifest.de“ genügt, um die Vielzahl neofaschistischer Aktionen in der Region genau aufgelistet zu finden. Ihren konzentrierten Ausdruck findet diese objektiv den Nazis nutzende Ideologie und Praxis im aktuellen Verfassungsschutz-Bericht des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen politische Linie allerdings das genaue  Gegenteil von dem ist, was der FR-Kommentator zu Recht fordert: den Schulterschluss aller Feinde der Rechtsextremisten. Weiterlesen „Polizei behauptet weiterhin: Schnippkoweit war uns als Nazi kein Begriff, rechte Vernetzung im Schwalm-Eder-Kreis gibt es nicht…“

„Kollateralschaden“ – das faschistische Internetportal „Altermedia“ verhöhnt das Opfer der Nazi-Mordattacke vom Neuenhainer See

Während Polizei, CDU-Landesregierung und viele andere sich jetzt heuchlerisch-betroffen zum Nazi-Überfall auf das [’solid]-Camp äußern, obwohl sie selber die politische und praktische Mitverantwortung dafür tragen, daß es dazu kommen konnte (gegen Schnippkoweit hätte man spätestens 2007 wegen Volksverhetzung und Gewaltverherrlichung vorgehen können, wenn man nur gewollt hätte – wer weiß, ob es dann zu seiner neuerlichen Tat gekommen wäre! siehe auch *Anmerkung_1) , äußert sich das Nazi-Internet-Portal „Altermedia“ geradezu erfrischend offen und wirbt um Verständnis für den seit langem bekannten Täter: Weiterlesen „„Kollateralschaden“ – das faschistische Internetportal „Altermedia“ verhöhnt das Opfer der Nazi-Mordattacke vom Neuenhainer See“

Kevin Schnippkoweit in Untersuchungshaft wegen des Überfalls auf das [’solid]-Camp am Neuenhainer See

kevin schnippkoweit volksfront-medien

Wie aus zuverlässiger Quelle bekannt wird, handelt es sich bei dem wegen versuchten Totschlags in Haft genommenen Nazi-Schläger, der am frühen Morgen des 21. Juli eine dreizehnjährige Teilnehmerin an einem Jugendcamp der Gruppe [’solid] schwer verletzt hatte, um den seit längerem bereits bekannten ehemaligen engen Mitstreiter des früheren NPD-Parteivorsitzenden Marcel Wöll, Kevin Schnippkoweit.
Obwohl ein Sprecher der Polizei wie häufig nach solchen Vorfällen behauptete, es gebe keine „vernetzte Strukturen“ der Rechten in der Region (FR), ist Schnippkoweit ein alter Bekannter aus der hessischen NPD- und Naziszene, der allerdings inzwischen zeitweilig in Jena lebte  – dorthin soll sich übrigens auch Wöll selber begeben wollen, nachdem sein Butzbach-Hochweiseler „Nationales Zentrum“ am Ende ist und das Haus verkauft werden muß. In der Person Schnippkoweits und seiner Verbindung mit Wöll kommen also die hessischen Strukturen von NPD und „Autonomen Nationalisten“ gerade hochgradig vernetzt zum Vorschein. Weiterlesen „Kevin Schnippkoweit in Untersuchungshaft wegen des Überfalls auf das [’solid]-Camp am Neuenhainer See“

Frankfurter Jugendbündnis: Solidarität mit den Opfern faschistischer Gewalt!

Das Frankfurter Jugendbündnis (SDAJ, die linke.sds, DIDF-Jugend, revo Frankfurt, SSR Offenbach und linksjugend [’solid]) hat nach dem gestern bekannt gewordenen Naziangriff auf das [’solid]-Camp am Neuenhainer See eine Pressemitteilung herausgegeben: Weiterlesen „Frankfurter Jugendbündnis: Solidarität mit den Opfern faschistischer Gewalt!“

Vor einem Jahr: Naziaufmarsch am 7. Juli 2007

7. Juli 2007 Frankfurt a.M (10) - Hauptbahnhof Vor einem Jahr in Frankfurt, der 7. Juli 2007 markiert ein nicht gerade rühmliches Kalenderblatt, weil an diesem Tag nur unter der „Begleitung“ von unglaublich 8.000 PolizistInnen (übrigens der größte Polizeieinsatz in Hessen seit Gründung vor über 50 Jahren), ein Nazi-Aufmarsch in einem mit NATO-Stacheldraht abgegitterten Nazi-Gehege eines Frankfurter Randgebiets durchgeführt werden konnte. Der Nazi-Aufmarsch hätte eigentlich nie stattfinden dürfen. Haufenweise Auflagenverstöße und sogar strafrechtliche Vergehen der Nazis an diesem Tag wurden offenbar geduldet, obwohl z.B. BürgerInnen, JournalistInnen und DemobeobachterInnen den eingesetzten PolizistInnen vor Ort mehrmals die Nazi-Vergehen gemeldet hatten, ohne Konsequenzen!

Und nicht etwa Nazis stehen und standen wegen Volksverhetzung, Nazi-Verherrlichung und Steinewerfens vor Gericht. Dafür aber AntifaschistInnen, die lediglich legitim versucht haben, sich den Nazis in den Weg zu stellen und damit zeigen wollten, daß für Faschisten, Rassisten und deren Haß und Gewalt in Frankfurt und anderswo kein Platz ist. Bisher wurden zwar die angeklagten AntifaschistInnen vor Gericht freigesprochen, doch noch immer stehen Anklagen im Raum, der nächste Prozeß findet am 14. August, 11.20 Uhr im Amtsgericht Frankfurt, Raum 27, Gebäude E statt. Alle Unterstützerinnen werden gebeten, sich eine Stunde vorher an der Konstablerwache (vor C&A) zu treffen. Spenden für die Anwaltskosten sind dringend erbeten: Solikonto C. Brandt, Naspa (BLZ 51050015), Kto.: 0146068556.