Wie erwartet war die „Absage“ des Widerstands-Kollegs, welches das „Institut für Staatspolitik“ bzw. die „Edition Antaios“ für Samstag lanciert hat, der Versuch eines Tricks. Das Treffen findet definitiv statt. Ort: „Haus der Heimat“, Porthstraße 10, 60435 Frankfurt am Main (Nähe Sozialzentrum Marbachweg, U5). Dieses Gebäude gehört skandalöserweise der Saalbau AG! Dort nahm man unseren ersten Protest zwar telefonisch entgegen, war aber zu keinerlei Diskussion bereit. Offensichtlich scheint man dort mit den Herren Weißmann und Kubitschek zu sympathisieren.
Wie zu hören ist, sollen sich AntifaschistInnen, die ein solches Treffen für unmöglich halten, sich bereits um 09:00 Uhr dort treffen und alle möglichen Foto- und Videokameras mitbringen, damit dokumentiert werden kann, wer zu einem solchen Treffen denn erscheint. Weiterlesen „Treffen der Hakenkreuzfreaks in Frankfurt: Samstag, 28.6., 10 Uhr, „Haus der Heimat“, Porthstraße 10″
Kategorie: Anti-Nazi-Koordination
Institut für Staatspolitik gibt tränenreich auf / … aber das ist wahrscheinlich eine Finte
Auf dem Blog des „Instituts für Staatspolitik“ wird seit heute vormittag jammernd erklärt: wir geben unseren Widerstand auf – zumindest für Frankfurt. Denn da herrschen Zustände „kurz vor totalitär„. In Frankfurt gehe es zu „wie in Polen 1980“ (!).
Damit wäre das „Frankfurter Kolleg“ der Hakenkreuzfans Kubitschek und Weißmann geplatzt? Davon gehen wir eher nicht aus. Vielmehr haben wir sehr gute Gründe, diese Meldung für eine, wie sagt man in diesen Kreisen: „nordische List“ zu halten. Wir werden bald wissen, wie es damit steht. Bleibt wachsam und informiert Euch, was am kommenden Samstag, 10 Uhr, wirklich los sein wird!
Wölls „Nationales Zentrum“ in Butzbach-Hochweisel wird geschlossen
Ein Ergebnis der gestrigen Verurteilung von Wöll ist: sein „Nationales Zentrum“ in Butzbach-Hochweisel wird geschlossen. Dazu ist in der FR zu lesen: Weiterlesen „Wölls „Nationales Zentrum“ in Butzbach-Hochweisel wird geschlossen“
„… bitte verzeiht mir, daß diese braune Scheiße alles zerstört!“
Nach dem aktuellen Urteil gegen Marcel Wöll steht im August dessen nächster Prozess wegen schwerer Körperverletzung [update: oder sogar versuchten Totschlags] bevor (Hintergrundbericht der FR über die näheren Umstände). Übrigens: zu der im FR-Bericht erwähnten Nazi-Truppe „Schwarze Division“ gehörte vor wenigen Jahren auch Sören Brühl, der an der Fachhochschule Frankfurt Sozialpädagogik studieren konnte – von der Unileitung, dem AStA, den meisten DozentInnen und nicht wenigen Studierenden aus unterschiedlichen Gründen unbehelligt. Brühl war unter anderem als Demonstrant bei Wunsiedeler Gedenkmärschen für Rudolf Hess aufgefallen.
Vier Monate Knast ohne Bewährung für Marcel Wöll
Der ehemalige NPD-Landesvorsitzende geht nach dem heutigen Berufungsverfahren als Strafe für seine Leugnung des Holocaust für vier Monate hinter Gitter. Ein Trost für ihn: schon im August darf er wieder kurz raus – dann steht sein Koblenzer Prozeß wegen schwerer Körperverletzung bevor. FR, FAZ. Jörg Krebs, Vorsitzender der NPD Hessen solidarisiert sich mit seinem ehemaligen Landesvorsitzenden und spricht von „Gesinnungsdiktatur“.
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Ersatzveranstaltung des Instituts für Staatspolitik / Edition Antaios in Frankfurt geplant
Die vorerst gelungene Verhinderung des „Widerstands-Kollegs“, des rechtsradikalen „Instituts für Staatspolitik“ / „Edition Antaios“ an einem eher öffentlichen Ort wie dem InterCity-Hotel ist zwar ein Erfolg, läßt uns aber wachsam bleiben. Wir gehen nicht davon aus, daß die Veranstaltung einfach ausfallen wird. Die Rechten sind schlecht gelaunt: Link 1, Link 2. Es besteht die Möglichkeit, ja die Wahrscheinlichkeit eines Treffens in privaten Räumlichkeiten.
Wir halten Augen und Ohren offen. Haltet Euch informiert!
Wöll heute erneut vor Gericht: Revisionsverfahren wegen Leugnung des Holocaust
Marcel Wöll, von Mai 2006 bis April 2008 Landesvorsitzender der NPD Hessen, steht heute in Gießen vor Gericht. Im Rahmen einer Berufungsverhandlung geht es dabei um seine Leugnung des Holocaust vor dem Kreistag der Wetterau. Nach einem erstinstanzlichen Urteil hätte Wöll, vom Friedberger Richter nach mehreren vorangegangenen Bewährungsstrafen im August 2007 als „bewährungsresistent“ eingestuft, für vier Monate ohne Bewährung hinter Gitter gemußt. Hiergegen legte er Berufung ein – ebenso wie die Staatsanwaltschaft, die ein höheres Strafmaß forderte. Wöll hat noch ein weiteres Verfahren wegen Nötigung offen und sieht inzwischen einem dritten wegen schwerer Körperverletzung entgegen. Sein langähriger Rechtsbeistand Dirk Waldschmidt, längere Zeit Stellvertretender NPD-Landesvorsitzender, steht im Zusammenhang mit diesem dritten Verfahren ebenfalls demnächst vor Gericht. Die NPD – wahrlich eine Partei von Recht und Ordnung! Weiterlesen „Wöll heute erneut vor Gericht: Revisionsverfahren wegen Leugnung des Holocaust“
Steigenberger AG setzt „Institut für Staatspolitik“ vor die Tür / Weißmann und Konsorten suchen Ersatzort für ihren Kongress
Die Steigenberger AG hat die Notbremse gezogen: der für Samstag, 28.6. im InterCity-Hotel Frankfurt angekündigte Kongreß des rechtsextremistischen Instituts für Staatspolitik (Karlheinz Weißmann, Götz Kubitschek u.a.) kann dort nicht stattfinden, nachdem das Institut vor die Tür gesetzt wurde (aktueller Bericht in „junge Welt“ siehe unten). Die Anti-Nazi-Koordination hatte das Hotelmanagement dazu gestern öffentlich aufgerufen und Proteste vor dem Veranstaltungsort angekündigt. Man bedauere es, dem IfS Räumlichkeiten angeboten zu haben. Man habe sich aufgrund unserer Hinweise auf den politischen Standort des IfS noch einmal kundig gemacht und entziehe den Veranstaltern hiermit den Veranstaltungsort, hieß es am Dienstag-Vormittag aus der Pressestelle der Steigenberger AG Frankfurt, der auch das InterCity-Hotel am Frankfurter Hauptbahnhof gehört. Das IfS ist derzeit offenbar auf der Suche nach einem Ausweichort in Frankfurt, den es diesmal unter dem Label „Edition Antaios“ mieten möchte – dieser einschlägige rechte Verlag wird im Wesentlichen von Kubitschek und Weißmann betrieben. Wir rufen die Frankfurter AnbieterInnen von Tagungsstätten auf, diesem Verein aus dem rechtsextremistischen Milieu ebenfalls keinen Ort zu bieten!
Haltet Euch informiert – hier und auf der Homepage der Antifa Frankfurt: http://www.antifa-frankfurt.org.
Auszug aus dem Bericht in „junge Welt“, 25.6.2008:
Hakenkreuzfreaks in »konservativer Aktion«
»Kolleg« des rechten Instituts für Staatspolitik in Frankfurt am Main vorerst verhindert
Von Gitta Düperthal
Das neurechte »Institut für Staatspolitik« (IfS) hatte ursprünglich beabsichtigt, am 28. Juni im Intercity-Hotel von Frankfurt am Main »ein Kolleg« abzuhalten. Doch daraus wurde nichts. Das Hotel, das zur Steigenberger-Kette gehört, war durch detaillierte Informationen der Antinazikoordination gewarnt. Und sagte die Veranstaltung daraufhin kurzerhand ab, wie die Pressesprecherin der Hotelkette mitteilte. Über den rechtsgerichteten Hintergrund des Instituts sei man nicht informiert gewesen. Laut Selbstdarstellung gilt das im Jahr 2000 gegründete IfS als »Reemtsma-Institut von Rechts« oder »Denkfabrik der neuen Rechten«. Mit seiner Ausrichtung an der »Konservativen Aktion« orientiere es sich »an ganz rechten, antiparlamentarischen, antidemokratischen bis zu völkischen Werten«, erläuterte Pfarrer Hans-Christoph Stoodt von der Antinazikoordination gegenüber jW. Das Institut sympathisiert auch mit der Aktion »Ungebeten!«, für die es über seine Internetseite Spenden entgegennimmt. »Ungebeten!« ist dafür bekannt, daß sie linke Veranstaltungen stört, die Störaktionen filmt und anschließend im Internet veröffentlicht. Stoodt wertet die Absage des Hotels als Erfolg. Allerdings sucht das rechte Institut nun nach einer Ausweichadresse zum gleichen Termin. Der Veranstaltungsort wird vom IfS strikt geheimgehalten und Interessenten erst nach schriftlicher Anmeldung und Zahlung der Teilnehmergebühr verraten…“
Interesse am Hakenkreuz: in Frankfurt will am 28. Juni das „Institut für Staatspolitik“ im Intercity-Hotel, Poststraße 8 (Hauptbahnhof) tagen
Am Samstag, 28. Juni, 10 Uhr wird in Frankfurt am Main ein „Kolleg“ des neu-rechten „Instituts für Staatspolitik“ im Intercity-Hotel, Poststraße 8, Nähe Hauptbahnhof, stattfinden. Die Anti-Nazi-Koordination wird das Hotel auffordern, seine Zustimmung zu dieser Veranstaltung zurückzuziehen. Sollte dem nicht entsprochen werden, werden wir unseren Protest gegen eine derartige Veranstaltung vor Ort deutlich machen. [update hier]
Weiterlesen „Interesse am Hakenkreuz: in Frankfurt will am 28. Juni das „Institut für Staatspolitik“ im Intercity-Hotel, Poststraße 8 (Hauptbahnhof) tagen“
Wenn die „narzisstische Plombe“ zerfällt: Rassismus stärker, Demokratie schwächer. Neue Studie zu Deutschland als hohler Zahn
Nach der 2006 im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erschienenen Studie der Soialwissenschaftler Oliver Decker, Elmar Brähler und anderer „Vom Rand zur Mitte. Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland“ (Link zum Download als PDF) liegt nun die von denselben Autoren in Zusammenarbeit mit weiteren WissenschaftlerInnen erstellte Anschlußuntersuchung vor: „Ein Blick in die Mitte. Zur Entstehung rechtsextremer und demokratischer Einstellungen in Deutschland“ (Link). Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse bei NPD-Blog.info und hier. Eine zentrale Erkenntnis lautet: Weiterlesen „Wenn die „narzisstische Plombe“ zerfällt: Rassismus stärker, Demokratie schwächer. Neue Studie zu Deutschland als hohler Zahn“
