NPD-Nazis: “Deutscher, Augen auf! Du bist im Krieg!” / „Verfassungsschutz“ im Tiefschlaf

NoNPD Wie war das doch? Vor ca. 4 Wochen veröffentlichten die hessischen NPD-Nazis ein weiteres ihrer üblen volksverhetzenden Videos auf der Internet-Video-Plattform YouTube unter ihrem exvodsPhoenix-Account mit dem Titel „Deutscher, Augen auf! Du bist im Krieg!“ und riefen zum Krieg gegen das demokratische System auf. Danach wird aufgedeckt, Weiterlesen „NPD-Nazis: “Deutscher, Augen auf! Du bist im Krieg!” / „Verfassungsschutz“ im Tiefschlaf“

HR-Hessenschau: Ballernde Nazi-Kader aus dem Rhein-Main-Gebiet aufs Korn genommen

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Nach dem Schweizer Fernsehen zieht nun auch die HR-Hessenschau nach und berichtet über Daniela Übelacker und Timo Völkel (Freie Nationalisten Rhein-Main): Weiterlesen „HR-Hessenschau: Ballernde Nazi-Kader aus dem Rhein-Main-Gebiet aufs Korn genommen“

Schießtraining hessischer Nazis heute in den TV-Nachrichten des Schweizer Fernsehens

Wie vor einigen Tagen bekannt geworden war, haben sich Anfang August zwei Kader der Nazi-Truppe „Freie Nationalisten Rhein-Main“ (Chef: NPD-Landesvorsitzender Marcel Wöll), Timo Völkel aus Bad Soden und Daniela Übelacker aus Eppstein/Ts., zu einem Schießtraining in der Schweiz aufgehalten. Sie wurden dabei von schweizerischen und deutschen AntifaschistInnen beobachtet, fotografiert und gefilmt, wie unter Anleitung eines Nationalratskandidaten der rechtsextremistischen „Schweizer Demokraten“ u.a. der Umgang mit dem Sturmgewehr geübt wurde.
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Noch mehr schussbereite Nazis in Hessen: Wehrsport-Aktivist Alexander Baranowski als Landtagskandidat im Schwalm-Eder-Kreis

Soeben ist bekannt geworden, daß zwei Nazi-Aktivisten aus dem Umkreis des hessischen NPD-Landeschefs Marcel Wöll, Timo Völkel und Daniela Übelacker (beide aus der Nähe von Frankfurt/Main), sich Anfang August zu einem Schießtraining in der Schweiz aufhielten. Nun berichtet NPD-Blog.Info von einem ähnlichen Fall aus Nordhessen. Alexander Baranowski, NPD-Kandidat des Wahlkreis 8 (Schwalm-Eder II) zu den kommenden Landtagswahlen, posiert offenbar auf einer selbstgebastelten Homepage als Mitglied einer Wehrsportgruppe.

„Nationaler Widerstand“ veröffentlicht russisches Nazi-Exekutions-Video im Internet

russland-hinrichtungsvideo.jpgAuf einem der prominentesten Internetforen des neofaschistischen „Nationalen Widerstands“, Altermedia.de, ist ein Video verlinkt worden, das vor einigen Tagen in Russland zuerst publiziert worden war. In ihm wird unter dem Titel „Nichts für schwache Nerven – Russisches Exekutionsvideo“ die barbarische Hinrichtung zweier Nazigegner durch sich „“Nationalsozialisten Russlands“ nennende Faschisten gezeigt. Der eine wird vor laufender Kamera erschossen, der andere mit einem Messer enthauptet – beides vor einer Hakenkreuzfahne. Bezeichnend: das Internetportal „Altermedia“ dient unter anderem auch dem hessischen NPD-Vorsitzenden Marcel Wöll als Forum zur Diskussion seiner Ansichten zu den „richtigen“ Militanzformen. Auf Altermedia heißt es zu dem russischen Video nach einer lauwarmen taktischen Distanzierung wörtlich: Weiterlesen „„Nationaler Widerstand“ veröffentlicht russisches Nazi-Exekutions-Video im Internet“

7. Juli 2007 Frankfurt: Nie wieder Antisemitismus!

7. Juli 2007 Frankfurt a.M (10) - Hauptbahnhof Der 7. Juli 2007 in Frankfurt am Main markiert ein nicht gerade rühmliches Kalenderblatt, weil an diesem Tag nur unter der „Begleitung“ von unglaublich 8.000 PolizistInnen (übrigens der größte Polizeieinsatz in Hessen seit Gründung vor über 50 Jahren), ein Nazi-Aufmarsch in einem mit NATO-Stacheldraht abgegitterten Nazi-Gehege eines Frankfurter Randgebiets durchgeführt werden konnte. Der Nazi-Aufmarsch hätte eigentlich nie stattfinden dürfen. Haufenweise Auflagenverstöße und sogar strafrechtliche Vergehen der Nazis an diesem Tag wurden offenbar geduldet, obwohl z.B. BürgerInnen, JournalistInnen und DemobeobachterInnen den eingesetzten PolizistInnen vor Ort mehrmals die Nazi-Vergehen gemeldet hatten, ohne Konsequenzen! Kameras unbeteiligter BeobachterInnen haben dies alles dokumentiert, was die an diesem Tag dutzendfach eingesetzten Kameras der Polizei mit extra dafür ausgebildeten Spezialeinheiten zur sog. Beweissicherung aufgenommen haben, bleibt unbekannt, weil dies der Öffentlichkeit nicht gezeigt wird.
Was war z.B. am frühen Abend am Hauptbahnhof Ffm passiert??? „Erst bewarfen die Nazis die Antifas mit Steinen, dann drängte die Polizei die AntifaschistInnen ab. Die einzige Person, die in dieser Situation in Gewahrsam genommen wurde, war nicht ein steinewerfender Nazi, sondern ein Antifaschist, der das skandalöse Verhalten der Polizei filmte. (s.u)“
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Spaltungstendenzen im Nazi-Lager?

Es kommt derzeit zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen NPD und den sogenannten „Autonomen Nationalisten“. Teile dieser Auseinandersetzungen waren auch in der Nazi-internen Auswertung der Frankfurter Demonstration am 7. Juli zu beobachten, als Marcel Wöll die „Autonomen Nationalisten“ sich auf „Altermedia“ internetöffentlich beschimpften, nachdem es während der Demonstration zwischen NPD-Ordnern und „Autonomen Nationalisten“ bereits erregte Wortwechsel und Handgreiflichkeiten gegeben hatte.
Mit einer deutlichen Distanzierung des NPD-Parteivorstands von „Vermummten“ erreicht dieser Konflikt im Moment einen neuen Höhepunkt (NPD-Blog.Info), auch wenn er sicherlich eher taktisch inszeniert wird: von einer wirklichen Spaltung zwischen NPD und der Kameradschaftsszene ist weit und breit nichts zu sehen. Der NPD-Parteivorstand hat nun eine Erklärung unter dem theatralischen Titel „Unsere Fahnen sind schwarz – unsere Blöcke nicht!“ veröffentlicht, welches mit der köstlichen Formulierung endet: „Hoch die schwarzen Fahnen der Wut, nieder die schwarzen Kappen der Vermummung!„.
NPD und „Autonome Nationalisten“ werfen sich derzeit gegenseitig „Systemhörigkeit“ vor. Dabei steht eins fest: „Sicherlich werden die `Autonomen Nationalisten` sich diese Unterstellung, sie würden `zum Teil des Systems`, nicht gefallen lassen. Besonders nicht von einer Partei, die sich zu zwei Dritteln aus `dem System` finanziert und dessen Funktionäre davon leben; ganz abgesehen von den Geldern des Verfassungsschutzes an die zahlreichen V-Leute in der Partei.“ (NPD-Blog.Info)

Berufung eingelegt: Staatsanwaltschaft fordert höhere Strafe für Wöll

NoNPD Die Staatsanwaltschaft Gießen fordert eine höhere Strafe für Marcel Wöll, als sie das Amtsgericht Gießen im Volksverhetzungsprozess wegen Leugnung des Holocaust gegen den hessischen Nazi-Führer und NPD-Landeschef Marcel Wöll verhängt hatte. Am 7. August war der wegen Körperverletzung und anderen Delikten vorbestrafte „Bewährungsversager“ Wöll zu vier Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Dagegen haben seine Rechtsanwälte Berufung angekündigt. Nun zieht die Staatsanwaltschaft Gießen nach. Für einen Prozeß in zweiter Instanz vor dem Landgericht Gießen fordert sie eine höhere Strafe für die Leugnung des Holocaust. Für den Prozesstermin wird der Zeitraum Oktober genannt. Bericht in der Frankfurter Neuen Presse, 17. August: Weiterlesen „Berufung eingelegt: Staatsanwaltschaft fordert höhere Strafe für Wöll“

Nazis aus dem Rhein-Main-Gebiet beim Schießtraining in der Schweiz

Hessische Neonazis in der Schweiz beim SchießtrainingSchützenhilfe am 10. August 2007:
der Schweizer Rechtsextremist Roland Wagner (blauweiße Trainingsjacke) berät den Aktivisten der Freien Nationalisten Rhein-Main, Timo Völkel (Box ganz links), wie man im Liegen schießt…

(Klicken vergrößert das Bild).

Bekanntlich ist die NPD, wie Landesvorsitzender Marcel Wöll und Pressesprecher Jörg Krebs nach dem 7. Juli behaupteten, eine völlig friedliebende und jegliche Gewalt ablehnende Partei. Und bekanntlich gibt es in Frankfurt, wie die dortige Polizei noch im vergangenen Jahr behauptete, überhaupt keine Nazi-Strukturen. Dazu paßt die folgende Nachricht Schweizer AntifaschistInnen und des Berliner Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums (apabiz e.V.) wie die Faust aufs Auge: Die Neonazis Timo Völkel (Bad Soden bei Frankfurt) und Daniela Übelacker (Eppstein im Taunus) waren diesen Meldungen zufolge vom 4. – 11. August bei einem Treffen mit Rechtsextremisten der „Schweizer Demokraten“ zugegen und nahmen dort offenbar am 11. August an einem Schießtraining mit u.a. militärischen Waffen teil. Beide sind AktivistInnen der „Freien Nationalisten Rhein-Main“, deren zentrale Figur NPD-Landevorsitzender Wöll ist. Fotos und Videoaufnahmen des Schießtrainings in der Schweiz liegen nach Angaben des apabiz e.V. vor und können dort abgerufen werden.
[Update: Bericht in der Frankfurter Rundschau]

Presseerklärung der Antifa Bern und des Antifaschistischen Pressearchivs Berlin: Weiterlesen „Nazis aus dem Rhein-Main-Gebiet beim Schießtraining in der Schweiz“

Die NPD und der Holocaust

NoNPD Nach dem Urteil gegen NPD-Landeschef Marcel Wöll (Volksverhetzung, Leugnung des Nazi-Mordes an den europäischen Juden) weist NPD-Blog.Info auf einen aktuellen Artikel des NPD-Bundesvorstandsmitglieds Frank Schwerdt („Amt Recht“) hin, in dem es zum Wöll-Urteil heißt, der Straftatbestand der Holocaust-Leugnung diene dazu, „kritisches Hinterfragen der Darstellung der deutschen Geschichte vor allem in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts zu unterbinden“ und diskutiert die Frage, wie die NPD mit dem Problem des Holocaust und seiner Bewertung taktisch umgeht. Wie das heuchlerisch „kritisches Hinterfragen“ des Holocaust genannte Leugnen millionenfachen Mordes in der propagandistischen Praxis der NPD Hessen aussieht, ist zB. in dem von Wöll-Mitbewohner und hessischen NPD-Funktionär Christian Müller mitgedrehten Video „Politik-Sketch-10“ zu sehen (YouTube-Domain mit Nazi-Aktivist Kevin Schnippkoweit alias exvodsPhoenix) : zwei Personen beim Ballerspielen (!) vor dem Fernseher fragen sich gegenseitig: „Und woran denkst Du gerade?“ Antwort: „Natürlich an den Holocaust!“ – „Besser so für Dich“. Es folgt die Einblendung: „Wenn Du mal an etwas anderes denken möchtest: Kritische Nachrichten der Woche …“. Es ist genau die in diesem Video zum Ausdruck kommende sogenannte Meinung, die ein für alle Mal aus dem öffentlichen politischen und kulturellen Diskurs der Gesellschaft ausgeschlossen werden muß.