Am Montag, 09.07.2007, führte Radio Corax (Halle) ein ausführliches Radio-Interview (ca. 17 Minuten) mit Katinka Poensgen aus dem SprecherInnenkreis der Anti-Nazi-Koordination zur „Antifa-Demo gegen Naziaufmarsch in Frankfurt am Main“ und „über die Geschehnisse vor Ort“ am 7. Juli. Das Interview kann im Internet im Online-Stream (mp3) angehört werden und steht auch als Download (mp3, ca 24 MB) zur Verfügung.
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Kategorie: Anti-Nazi-Koordination
Die NPD, der Molotow-Cocktail, die Polizei und die FAZ
Die Frankfurter Polizei und ein Teil der Medien, allen voran die FAZ, äußerte ohne Grund und Beweis wenige Tage vor dem NPD-Aufmarsch am 7. Juli einen üblen Verdacht. Demzufolge hätte „die Antifa“ selber einen Videoclip ins Netz gestellt, in dem eine lispelnde NPD-Aktivistin mit einem Molotow-Cocktail hantiert. Dieser Verdacht wurde auch von Polizeisprecher Linker in die Öffentlichkeit getragen – objektiv ein Entlastungsangriff zugunsten der NPD. Nun dürfte er denen, die ihn nach angeblicher „Antifa-Gewalt“ hechelnd äußerten, auf die eigenen Füße fallen.
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Radio X – Livemitschnitt mit Augenzeugin-Bericht vom 7. Juli über Nazi-Hetze und Nazi-Vermummung
„Dissi“ hat einen Livemitschnitt von Radio X vom 7. Juli (ganz klassisch „per Hand“ erstellt) in sein Blog dissidenz.olifani.de gestellt, dort kann der Bericht online im Stream unter dem Titel „nazi-demo: gepöbel gegen ‚judenstaat brd'“ (mp3-Datei) angehört werden.
7. Juli: antifaschistischer Erlebnisbericht von der Gleisblockade Emser Brücke
Ein weiteres Blog (chris-b online) berichtet davon, wie es vom Sammelpunkt Kurfürstenplatz zur Emser Brücke und von dort auf die S-Bahn-Gleise ging. Der bis dahin sehr kooperative Polizeieinsatzleiter, der die Blockade zugelassen hat, wurde anschließend aus dem Verkehr gezogen und durch einen allseits bekannten Kollegen aus der Landeshauptstadt ersetzt…
Verdächtiger Nr. 424 berichtet aus dem Kessel…

Aus seiner Sicht berichtet sehr informativ, locker geschrieben und nett bebildert das Blog frablog.de, wie es am vergangenen Samstag auf dem Rödelheimer Bahnhof bei der Gleisblockade zuging.
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20 Millionen Euro: Irre Kosten für Nazi-Auftritt unter Ausschluß der Öffentlichkeit – absurdes Sicherheitskonzept der Polizei
Frankfurter AntifaschistInnen rechneten bisher mit etwa 4,5 Millionen Euro Kosten für den Polizeieinsatz am 7. Juli. Das war ein schwerer Fehler und viel zu tief gegriffen. Die FAZ plaudert es aus: „Fachleute rechnen mit Kosten von mehr als 20 Millionen Euro für den Polizeieinsatz und die juristischen Nachspiele. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Juli)
Das bedeutet: Die Allgemeinheit hat für eine Demonstration von 500 Nazis durch Frankfurt eine Summe zu tragen, die pro Nazi etwa 40.000 € ausmacht. Und wofür? Weiterlesen „20 Millionen Euro: Irre Kosten für Nazi-Auftritt unter Ausschluß der Öffentlichkeit – absurdes Sicherheitskonzept der Polizei“
Kamerad Wöll am 7. Juli mit eingeweichtem Zwieback besudelt
Eier, Tomaten und auch anderes flogen teilweise recht tief am 7. Juli und fanden bisweilen auch ihr Ziel in der Nazi-Demo. Am schmählichsten aber erwischte es den guten Kameraden Wöll mitten während seiner Rede, als er zweifellos in schneidigem Ton die ferneren Perspektiven der sogenannten „nationalen Revolution“ vor Leuten erörterte, die das sowie schon alles zum 18. Mal hören mußten: eine Dame im mittleren Alter trat vor, öffnete ihre Handtasche und bewarf Führer Wöll treffsicher mit einer Handvoll eingeweichtem Zwieback (der vermutlich wegen Konsistenz und Farbwirkung etwas anderes vertreten sollte, das besagter Antifaschistin in ihrer Handtasche zu transportieren selbst wegen Wöll in der Tat nicht zuzumuten gewesen wäre…).
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„Man konnte den Eindruck gewinnen, dass dieses Unternehmen als Übung für künftige Fälle von z. B. militanten sozialen Konflikten dienen könnte…“ – Polizei und Sicherheitsapparat proben den Aufstand
Der altgediente und -erfahrene Frankfurter Linke Heiner Halberstadt (DIE LINKE) berichtet aus seiner Sicht über den 7. Juli in Frankfurt. Bei dieser Gelegenheit weist er auf eine weitere mögliche Funktion des völlig überdimensionierten martialischen Polizeiaufgebots zum Schutz der dürftigen Nazidemonstration hin: Übung für den wirklichen Ernstfall. Dazu paßt auch die mehrfach belegte Beobachtung, daß – möglicherweise im Rahmen des sogenannnten Heimatschutzes – offenbar auch Bundeswehrangehörige am Einsatz teilnahmen: zumindest vom Flachdach der Kaserne am Industriehof wurde von Uniformierten, die augenscheinlich nicht der Polizei angehörten, gefilmt und fotografiert. Das war sicher wieder „Amtshilfe“ wie der berühmte Tornado-Aufklärer über Heiligendamm, oder?
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10.000 € Steuermittel für jeden Nazi-Demonstranten am 7. Juli 2007
Die Toleranzpolitik von Land und Stadt gegenüber der von Holocaustleugener Marcel Wöll angemeldeten Demonstration kommt die Allgemeinheit teuer zu stehen. Eine überschlägige Berechnung ergibt: für jeden Nazi-Demonstranten, der gestern von der Polizei geschützt vermummt auftreten und rufen durfte, „BRD, Judenstaat, wir haben Dich zum Kotzen satt„, mußten die SteuerzahlerInnen ca. 10.000 € aufbringen, um die Kosten zur staatlichen Absicherung der Nazis in ihrem Demokäfig zu bezahlen.
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Aktuell: Rechtsberatung für Betroffene
Am kommenden Mittwoch, 11. Juli, 18.00 Uhr findet im Club Voltaire eine Rechtsberatung für betroffenen DemonstrantInnen des 7. Juli durch den Ermittlungsausschuß statt. Es werden RechtsanwältInnen anwesend sein.
