Kulturzentrum der Grauen Wölfe in Frankfurt-Griesheim

Das neue Kulturzentrum der „Türk Federasyon“ in Frankfurt-Griesheim, In der Schildwacht 15, ist nicht einfach nur die Niederlassung einer Organisation türkischstämmiger MigrantInnen. „Türk Federasyon“ ist der Name der Auslandsorganisation der Grauen Wölfe, einer rassistischen, extrem nationalistischen und antisemitischen Organisation türkischer Faschisten der MHP, auf deren Konto in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Morde an Linken, Gewerkschafter_innen, sowie Angehörigen nationaler Minderheiten in der Türkei wie Kurd_innen, Armenier_innen in der Türkei und außerhalb davon gehen. Die Größe des Objekts legt nahe, daß hier das neue Deutschland-Zentrum der Organisation entsteht, das zuvor eher deutlich zurückgezogen in der Friesstraße 2 (Bergen-Enkheim) zu finden war.

Aktueller SAT1-Regionalfensehbeitrag zum Zentrum in Frankfurt Griesheim hier:
SAT1-17:30live Hessen vom 17.01.2011 – Wird es in Frankfurt bald ein neues Zentrum der rechtsextremen türkischen Vereinigung „Graue Wölfe“ geben?

Die ANK hat vor, sich mit Ideologie, Politik und Praxis der Grauen Wölfe ausführlicher zu beschäftigen.

Auch heute galt in Bergen-Enkheim: ohne Polizeieinsatz – kein Nazi-Aufmarsch!

Schon früh am Morgen fanden sich über 100 AntifaschistInnen in Bergen-Enkheim ein [update: das war der Stand um 09:00 Uhr. Polizei und Presse geben die ziemlich realistische Zahl von 400 – 500 AntifaschistInnen für den Lauf des Tages an], um gegen einen Nazi-Aufmarsch zu mobilisieren, im Laufe des Vormittages stießen dann noch etliche GegendemonstrantInnen hinzu, unter ihnen ein verirrter Vertreter der Partei „Die Freiheit“. Dieser erhielt einen „antifaschistischen Platzverweis“ und wurde dann von der Polizei auf die richtige Seite, die der Nazis geleitet. Es wurden offenbar zahlreiche Platzverweise gegen antifaschistische GegendemonstrantInnen ausgesprochen. [update: die Polizie kesselte an mindestens zwei Stellen insgesamt etwa 100 AntifaschistInnen ein. Es kam zu erkennungsdienstlichen Behandlungen und Platzverweisen].
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18. Juni 2011, 12 Uhr: Naziaufmarsch in Bergen-Enkheim / Letzte Infos

Die Nazis der Bergen-Enkheimer Szene rufen zu einem Aufmarsch am Samstag, 18. Juni um 12 Uhr auf und mobilisieren dafr auf einer eigenen Homepage (http : //www . freiraum . fn-hessen . net/). Gegenstand ihrer Belästigung ist die Forderung:  „Freiräume schaffen“.
Die Frankfurter AntifaschistInnen werden sich sicherlich bemühen, ihnen engstmögliche Grenzen zu ziehen. Die angekündigte Nazidemo wird bei der ANK und auch beim nächsten Treffen des Netzwerk Frankfurter AntifaschistInnen auf der Tagesordnung stehen. Achtet auf weitere Infos!

AKTUELLE INFOS:

  • heute gibt es kein Infotelefon nur ein EA-Telefon, die Nummer vom Ermittlungs-Ausschuß lautet: XXXXXXXXXX
    (bitte beachten, kein Infotelefon, nur EA-Nummer!)
  • aktuelle Infos via Netz auf Twitter und identi.ca mit Hashtag #ffm186:
    Twitter #ffm186 und identi.ca #ffm186

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Wetzlar: Stadtverwaltung duldet Graue Wölfe beim Stadtfest – linke Gegenpräsenz unerwünscht

Der HR berichtet aus Wetzlar: ein für den kommenden Sonntag angekündigtes internationales Stadtfest muß ohne die Präsenz des Wetzlarer Bündnis gegen Rechts stattfinden. Das Festkomittee, in dem unter anderem die Grauen Wölfe aktiv sind, hat dafür gesorgt, daß gegen diese türkischen Rechtsextremisten antifaschistische Kritik auf dem Fest nicht stattfinden kann.
Ausrichter des Festes ist das Kulturamt der Stadt Wetzlar, die derzeit als „Modellregion für Integration“ gilt.

HR online 01.06.2011: Verfassungsschutz: Graue Wölfe unter Beobachtung
„Das Innenministerium hat zum ersten Mal die Grauen Wölfe in seinen Verfassungsschutzbericht aufgenommen. Wie sehr die türkischen Ultra-Nationalisten in Hessen schon Fuß gefasst haben, zeigt ein Beispiel aus Wetzlar.“

6. Juli: „Neonazistrukturen in Bergen-Enkheim und im Rhein-Main-Gebiet“

Eine Veranstaltung am 6. Juli, 19:30, Saalbau Volkshaus Enkheim, Borsigallee 40, wird über die seit einem knappen Jahr zunehmend aktive Nazistrukturen in Bergen-Enkheim sowie in der gesamten Region informieren. Gemeinsam sollen die vorliegenden Infos veröffentlicht und gemeinsame Handlungsperspektiven diskutiert werden. Personen des rechten Spektrums sind unerwünscht.

Gedenkveranstaltung zum 18. Jahrestag des Mordanschlags von Solingen – Der „Hammering Man“ muss wieder auf den Hülya-Platz!

Am 29. Mai 2011 um 14.30 Uhr werden Bürger und Bürgerinnen sich auf dem Hülya-Platz in Bockenheim zusammenfinden, um der bei einem rassistischen Brandanschlag in Solingen ums Leben gekommenen Menschen zu gedenken und gegen jegliche Art rechtsextremer Handlungen, neonazistischer und faschistischer Hetze und Taten zu protestieren.

Am 29. Mai 1993 wurde die aus der Türkei stammende Familie Genç Opfer eines Brandanschlages von vier jungen Deutschen, die größtenteils zur Skinhead-Szene gehörten. Zwei Frauen und drei Mädchen, darunter die 9jährige Hülya, starben. 14 weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Der Solinger Anschlag war 1993 der Höhepunkt einer Welle fremdenfeindlicher und rassistischer Anschläge auf MigrantInnen in Deutschland. Im Jahr 1998 wurde in Bockenheim mit dem Namen „Hülya – Platz“  zum ersten Mal ein Platz nach einem Opfer von Neonazis benannt.
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Peter Altmann verstorben – Nachruf der VVN/BdA

Peter Altmann ist am 6. Mai 2011 im Alter von 77 Jahren gestorben. Mit seinem Tod hat die hessische VVN/BdA eines ihrer aktivsten Mitglieder verloren.

Peter Altmann arbeitete seit seinem Germanistik- und Kunststudium als politischer Journalist. Ende der sechziger Jahre wurde er Redakteur der VVN – Wochenzeitung „die tat“ und Lektor des Röderberg-Verlags. Als Präsidiumsmitglied der VVN/BdA übernahm er nicht nur politische, sondern auch publizistische Aufgaben, wie die Herausgabe der ersten großen Dokumentation in der Bundesrepublik über den antifaschistischen Widerstand in Deutschland.

In der Umbruchsituation Anfang der 90er Jahre gehörte Peter Altmann zu denen, die sich mit großem Engagement ans Werk machten, die Existenz der VVN/BdA zu retten und zu sichern. Er übernahm kommissarisch Aufgaben der neuen Bundesgeschäftsstelle, arbeitete als Redakteur der VVN – Mitgliederzeitschrift „antifaschistische rundschau“ und nach dem Zusammenschluss der beiden deutschen VVN – Organisationen und ihrer Zeitschriften auch in der neuen gemeinsamen Redaktion
In den letzten Jahren wirkte er immer noch als Redakteur der hessischen Länderseiten. Hinzu kam seine Tätigkeit als Landesgeschäftsführer der VVN/BdA Hessen, eine Tätigkeit, die er auch im höheren Rentenalter und trotz gesundheitlicher Probleme ehrenamtlich bis zu seinem Tode ausübte.

Die Trauerfeier findet am Dienstag, 24. Mai 2011, um 12.30 Uhr, auf dem Südfriedhof in Frankfurt am Main statt.

VVN-BdA Hessen

#opBlitzkrieg von Anonymous legt Nazi-Seiten im Netz lahm

„Kein Vergeben, Kein Vergessen“: Seit dem 1. Mai 2011 nehmen AktivistInnen von Anonymous im Rahmen der „Operation Blitzkrieg“ (Hashtag #opBlitzkrieg) im Internet erfolgreich Nazi-Seiten ins Visier und legen diese mittels mittels DoS-Angriffen lahm, wie z.B. resistore.org wolfsfront.com widerstand.info


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Nazi-„Schlitzer“ in der Wetterau wieder aktiv

Schon vor einiger Zeit hatte es in der hessischen Wetterau-Gemeinde Echzell heftige Probleme mit der dortigen Nazitruppe „Old Brothers“ gegeben. Parties mit Nazimusik, Anbindung an das Rotlichtmilieu und die lokale Auto-Tuner-Szene, Waffen, Drogen, eine Gaskammer als Partygag, Angriffe auf Nachbarn, der Verdacht auf sexuelle Belästigung von Partygästen in der „Gaskammer“ bis hin zur Vergewaltigung, Videoüberwachung der Wiesengasse, ein möglicherweise illegales Personenbeförderungsunternehmen, jede Menge teure Autos,  ein Tattoo-Studio sowie ein privater Wachdienst, persönliche Beziehungen zu Polizei und Lokalpolitikern – das alles umfasst(e) das regionale Imperium rund um die „Old Brothers“ und deren Boss, Patrick „Schlitzer“ Wolf (Bericht).
Das schien sich für einen Moment gelegt zu haben, nachdem Hunderte von Menschen im letzten Sommer während eines antifaschistischen Festes, veranstaltet von der Initiative „Grätsche gegen Rechts“ deutlich gemacht hatten, daß die Bevölkerungsmehrheit des Ortes dem „Schlitzer“ den Stinkefinger zeigt.
Eine Zeitlang schien dieser sich vielleicht auch beruhigt zu haben. Während des Festes war er sicherheitshalber nicht vor Ort.
Jetzt gehts wieder los mit dem Ärger: als erstes wurde ein Anwohner mit dem Auto angefahren.
Als nächstes kommt eine fette Nazi-Party im Nachbarort. Bericht FR.
Da scheint noch etwas mehr getan werden zu müssen…

Berlin: Polizeiführung kungelt erst mit Nazis, leitet dann Nazidemo direkt in die Gegendemo

Marcel Königsberger, Nazischläger, konnte von der Berliner Polizei ungehindert mit einem Knüppel in Kreuzberg zur Demonstration erscheinen und ging nach erfolgreicher Blockade damit auf AntifaschistInnen los.

Am vergangenen Wochenende wollte die Berliner NPD eine Demonstration durch Kreuzberg durchführen, die sie vorher – offenbar in Absprache mit dem Berliner Senat – und seiner Polizeiführung, geheimgehalten hatte. Kurz vor der Demonstration war das Vorhaben durch die Indiskretion eines Nazis im Internet bekannt geworden -die Zeit reichte dennoch, die Fascho-Demonstration am Mehringdamm einzukesseln und zu stoppen.[ Bericht „junge Welt„]. Die Polizei leitete bei dieser Gelegenheit einen Teil der Nazidemonstration direkt in die GegendemonstrantInnen hinein und sah tatenlos zu, daß Nazis auf am Boden sitzende AntifachistInnen eintraten und -prügelten. Dieser Vorgang ist ein weitere beleg für die schon seit längerem diskutierte Notwendigkeit der Organisation eines wirksamen antifaschistischen Selbstschutzes.
Eine Recherche-Gruppe der Antifa in Berlin sucht inzwischen dieNnamen der besonders aggerssiven Nazischläger. Hierfür hat sie eine Reihe von Fotos ins Internet gestellt und bittet alle, sich diese genau anzusehen und Kontakt aufzunehmen, falls jemand die abgebildeten Faschisten erkennt: Link zu Bericht und Fotos

Siehe auch: „Scheitern in Kreuzberg“ – Konspirativ organisierter Nazi-Aufmarsch erfolgreich blockiert; Nazis greifen PassantInnen an – apabiz-Dossier (Link zur PDF-Datei)