16. Juli: Nazi-Aufmarsch in Gießen

GEMEINSAME ABFAHRT NACH GIESSEN
HAUPTBAHNHOF FRANKFURT GLEIS 13, 9:22 UHR

alle wichtigen Infos für Telefonnummern, eine Karte für Orte, Routen und sonstiges finden sich hier.

Für den 16. Juli haben Nazis der NPD und der JN einen bundesweit beworbenen Aufmarsch durch Gießen angekündigt.
Das System ist am Ende, wir sind die Wende“ ist ihre demagogische Losung, mit der sie berechtigte Unzfriedenheit mit den gesellschaftlichen Zuständen für ihre rassistischen, antisemitischen, antiislamischen und nationalistischen Ziele mobilisieren wollen.
Mehrere Gruppierungen haben bereits angekündigt, daß es am 16. Juli keinen Naziaufmarsch in Gießen geben wird. Er wird blockiert werden. Faschistinnen blockieren ist unser Recht, das wir uns von niemandem absprechen lassen.
Denn Faschismus – das ist menschenverachtende und mörderische Ideologie und politische Praxis – und keine „Meinung“, die Anspruch auf Meinungsfreiheit hätte.

Die Anti-Nazi-Koordination ruft alle AntifaschistInnen der Region dazu auf, sich an den Blockadeaktionen gegen den Gießener Faschistenaufmarsch aktiv zu beteiligen. Was in Dresden geht, geht auch in Gießen: Masse und Breite einerseits, Entschlossenheit, Beweglichkeit und Kreativität andererseits. Wir streben an, auf dieser Basis gemeinsam mit möglichst allen Frankfurter AntifaschistInnen in Gießen aufzutreten, um auch in Gießen unseren Beitrag leisten zu können.

Haltet diese Seite im Blick, informiert Euch regelmäßig
und bereitet Euch auf den 16. Juli vor!

8. Mai: Erinnert Euch! Ettie und Peter Gingold

Am 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus, findet im DGB-Haus Frankfurt, Großer Saal,  von 11 – 13 Uhr eine Gedenkveranstaltung an Ettie und Peter Gingold statt. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „… über Werk und Wirkung von Ettie und Peter Gingold“.

Eine Gesprächsrunde tauscht anschließend Erinnerungen und Erfahrungen aus: Siegmund Gingold (Paris), Hans Heisel (ehm. Résistance), Katinka Poensgen (ANK, IG Metall), Anka Hätzel (Betriebsrätin, ver.di) und Lena Carlebach (Lagerarbeitsgemeinschaft Bchenwald-Dora). Es moderieren Anne Wanninger und Mathias Meyers. Die Musik steuert die Gruppe Politokk bei.

Die Matinee ist die Auftaktveranstaltung der kürzlich gegründeten Gingold-Erinnerungsinitiative. Wer für die Initiative www.gingold-initiative.de spenden möchte, kann eine Spende auf das Konto M.Meyers, Kennwort: Gingold, Kto.Nr. 1200329975 bei der Sparkasse Mainz, BLZ 55050120 überweisen.

Erster Auftritt der Frankfurter Initiatve gegen Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus

Auf einer am 4. März 2011 im Frankfurter Gewerkschaftshaus stattgefundenen Pressekonferenz haben Vertreter der Frankfurter Initiative gegen Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismusdie Hintergründe  und Ziele dieser Kampagne erläutert (Aufruf).Bericht FNP.

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Kommunalwahlkampf Frankfurt: NPD und Freie Wähler – gemeinsam für den (immer noch-) Sozialdemokraten Sarrazin

Thilo Sarrazin ist bekanntlich noch immer SPD-Mitglied. Noch immer hat sich seine Partei nicht dazu durchringen können, ihn aus ihren Reihen auszuschließen. Das ist umso skandalöser, als inzwischen die Neofaschisten der NPD und ihre rassistischen Gesinnungskameraden von den Frankfurter „Freien Wählern“ mit Sarrazins Namen ungehindert für ihre rassistischen Ziele werben.
Ist der Ali kriminell, in die Heimat – aber schnell!“ knittelverst die NPD und fügt auf ihren Plakaten hinzu: „Sarrazin hat Recht!„.
Dem wiederum haben die Freien Wähler nichts hinzuzufügen, die ihrerseits plakatieren: „Freie Wähler… damit Sarrazin in Frankfurt beherzigt wird!“ Und: auch Hübner, genau wie die Nazis, würde gerne speziell Frankfurt zum Exerzierfeld für „Ausländer-Rückführung“ machen. Weiterlesen „Kommunalwahlkampf Frankfurt: NPD und Freie Wähler – gemeinsam für den (immer noch-) Sozialdemokraten Sarrazin“

LKA Sachsen: „aus Versehen“ ohne Durchsuchungsbeschluss Türen eingetreten, Menschen gefesselt und festgenommen, PCs beschlagnahmt…

Billiger gehts nicht. Nachdem das LKA Sachsen am Abend nach der erfolgreichen Naziblockade in Dresden, auf angeblich mündliche Anweisung und ohne schriftlichen Durchsuchungsbeschluss, in das in der Zentrale der LINKEN in Dresden gelegene Pressezentrum von „Dresden Nazifrei“ gestürmt, dabei zum Teil unverschlossene Türen eingeschlagen, Menschen gefesselt und festgenommen, in Räume von völlig unbeteiligten Migranten-, Entwicklungsdienst- und Jugendhilfevereinen, sowie die Räume einer Anwaltskanzlei eingedrungen waren, Gegenstände beschlagnahmt und die Internetverbindungen gekappt hatte, behauptet man nun: das war ein Versehen! Pressebericht über Erklärung des Bündnis Dresden Nazifrei, Video.
Wir sind gespannt, welches juristische und politische Nachspiel  dieses Vorgehen hat. Polizei, Staatsanwaltschaft und Innenministerium in Sachsen werden lernen müssen, daß sie am 19.2. in Dresden die weit überwiegende Mehrheit die Gesellschaft gegen sich hatten.  Und wir fühlen uns in unserer Einschätzung bestätigt, daß es bei antifaschistischen Aktivitäten sinnvollerweise keine Zusammenarbeit mit Polizei und staatlichen Institutionen geben kann.

19. Februar Dresden Nazifrei – aktuelle Infos und Newsticker

Hier gibt es Infos und Hilfe via http://www.dresden-nazifrei.com am 19. Februar:

Den Nazis erneut entgegentreten: Stand der Vorbereitungen gegen den Dresdner Naziaufmarsch 2011

Am 22. Januar fand eine Frankfurter / hessische Mobilisierungsveranstaltung im Frankfurter Gewerkschaftshaus statt.
Die ca. 50 anwesenden Delegierten vertraten ein breites Spektrum von Initiativen, Gruppen, Organisationen, Gewerkschaftsgliederungen und Parteien. In großer Einigkeit wurden inhaltliche und organisatorische Fragen diskutiert.

Die wichtigsten bevorstehenden Termine sind:

  • Samstag, 29.1, 12 Uhr,  Zentrum Klapperfeld: offenes Aktions- & Blockadetraining für den 19.2.
  • Montag, 7.2. weiteres Info- und Mobilisierungstreffen um ca. 21 Uhr im Café ExZess, Leipziger Straße
  • Mi, 9.2., 19 Uhr, Türkisches Volkshaus: Treffen der Anti-Nazi-Koordination
  • 12.2., abends: Solikonzert im Institut für Vergleichende Irrelevanz, Kettenhofweg 130

Treffen zur gemeinsamen Abfahrt nach Dresden: Freitag, 18.2., 22 Uhr, DGB-Jugendclub
Ab ca. 23 Uhr: Aktionsberatung, letzte Infos und Absprachen.

BESORGT EUCH JETZT EURE BUSKARTE AN DEN BEKANNTEN VERKAUFSSTELLEN!

Nazis, NATO, Oktoberfest: zum Attentat vor 30 Jahren

Das Oktoberfest-Attentat vom 26. September 1980 war der folgenschwerste Bombenanschlag in der Geschichte der Bundesrepublik: 13 Menschen wurden an diesem Tag auf der Theresienwiese getötet. Verübt wurde der Anschlag von dem mit der faschistischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“ in Verbindung stehenden Studenten Gundolf Köhler und sehr wahrscheinlich mindestens einer weiteren, bis heute nicht identifizierten Person. Die Tat, von den herrschenden Kreisen des Landes sofort „den Linken“ zugeordnet, wurde nie vollständig aufgeklärt, im Zug der Ermittlungen häuften sich Merkwürdigkeiten wie zB. die Vernichtung wichtiger Beweisstücke durch die Ermittlungsbehörden. Inzwischen ist durch die in zwei Monographien niedergelegten Recherche-Ergebnisse mit an Sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit davon auszugehen, daß in die Tat Sicherheitstkreise der Bundesrepublik und der NATO-Untergrundarmee „Gladio“ selbst verwickelt waren.  In diesem Zusammenhang wurde zu Recht immer wieder auf Parallelen zwischen dem Oktoberfestattentat und dem faschistischen Anschlag auf den Bahnhof von Bologna vom 2. August 1980 hingewiesen – beide Ereignisse passen in die seinerzeitige „Spannungsstrategie“ der sogenannten Inneren Sicherheit.
Aktuelle Zusammenfassung des Stands der Erkenntnisse von Claudia Wangerin (jW): „Die Mär vom Einzeltäter„, hier auch weiterführende Literatur zum Thema. Krimiautor Wolfgang Schorlau hat außerdem eine durchaus spannend zu lesende Version der Ereignisse in seinem jüngsten Buch „Das München-Komplott“ veröffentlicht, in dem er ebenfalls alle derzeit bekannten Fakten aus linker Sicht eingebaut hat.

Echzell und seine Nazis: Patrick „Schlitzer“ Wolf, die „Old Brothers“ und eine Gaskammer als Partygag

Am kommenden Samstag, 28.8, veranstaltet ein antifaschistisches Bündnis in Echzell / Wetterau ein Festival gegen Rechtsaussen. AktivistInnen der ANK werden sich daran beteiligen. Zum Hintergrund veröffentlichen wir hier die Ergebnisse einer Recherche über die dortige Naziszene rund um Patrick „Schlitzer“ Wolf und die von ihm dominierte Gruppierung „Old Brothers“.

Kammerparty beim „Schlitzer“.
Ein Neonazi veranstaltet Partys mit Gaskammer-Ambiente in der Wetterau

Echzell, November 2009 – wieder einmal wird auf der Hofreite des Neonazis Patrick Wolf gefeiert. Mittelpunkt des Geschehens ist die sogenannte „Brausekammer“, hinten im Hof des Anwesens gelegen. Hinter einer unscheinbaren Tür mit einem kleinem Drahtglasfenster ein Raum von etwa 45 qm, schmucklos, einige Tische, gemauerte Bänke mit hölzerner Sitzfläche, eine vertikale „Table Dance“-Stange. Menschen an einer L-förmigen Theke, es wird viel getrunken, leere Schnapsflaschen stehen herum. Über der Bar ist eine dünne Rohrleitung montiert, daran befestigt einige Brauseköpfe, die Leitung ist an eine Nebelmaschine aus dem Disco-Zubehör-Handel angeschlossen. Zur Erbauung der Gäste legt der Hausherr selbst Hand an: Wolf schaltet die Maschine ein, Nebel strömt aus den Brauseköpfen, Gaskammer-Atmosphäre macht sich breit. Das zentrale Angstszenario des industriellen Judenmords, die „Vergasung“, wird zum Partygag. Weiterlesen „Echzell und seine Nazis: Patrick „Schlitzer“ Wolf, die „Old Brothers“ und eine Gaskammer als Partygag“

Dortmund stellt sich quer, um Naziaufmarsch am 4. September zu verhindern

„Zum 6. Mal in Folge wollen Neofaschisten anlässlich des Antikriegstages durch Dortmund marschieren. Für den 4. September mobilisieren sie europaweit in die Ruhrgebietsmetropole. Nach dem erfolgreich verhinderten Großaufmarsch der Neonazis in Dresden gilt der so genannte „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund als wichtigste Nagelprobe der so genannten „Autonomen Nationalisten“ bundesweit.
Dortmund stellt sich quer!
Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Hochburg militanter Neonazis entwickelt. Brutale Übergriffe auf MigrantInnen und linke Jugendliche, auf alternative Buchläden und Zentren, Parteibüros und Privatwohnungen von Antifaschistinnen und Antifaschisten häufen sich. Am 1. Mai 2009 griffen Neofaschisten die 1. Mai-Demo des DGB an.“
Ein breites Bündnis ruft daher zum Widerstand gegen den Naziaufmarsch auf: „Dortmund stellt sich quer! Sie werden nicht durchkommen! Die Nazis sagen, Dortmund sei ihre Stadt. Wir sagen: Niemals!“ (Aufruf)
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