Über Ernesto Kroch wurde in den vergangenen Monaten ein Film gedreht. Ernesto ist in Frankfurt kein Unbekannter: am 7. Juli 2007 gehörte er trotz seines hohen Alters zu den antifaschistischen GegendemonstrantInnen. Regisseur Martin Keßler („Neue Wut“) stellt das Leben des deutsch-uruguayischen jüdischen Metallgewerkschafters, Antifaschisten und Kommunisten Ernesto Kroch dar. Der Film wird am 18. September im ehemaligen JUZ Bockenheim (Varrentrappstraße) und am 29. September um 19.30 Uhr im Main-Forum (Wilhelm-Leuschner-Str. 79 – 85; Gebäude des Bundesvorstands der IG Metall) gezeigt. Ernesto Kroch wird im JUZ Bockenheim anwesend sein und über sein Leben berichten.
Kategorie: Antifa
Alle unter Verdacht! Auf dem Weg – in den Überwachungsstaat?
Am Mittwoch, den
17. September um 19.30 Uhr,
findet im Großen Saal des DGB-Haus,
Wilhelm-Leuschner-Str. 69 in Frankfurt am Main, unter dem Motto
Alle unter Verdacht! Auf dem Weg – in den Überwachungsstaat?
eine Veranstaltung der Linken/Fraktion im hessischen Landtag statt.
Wir werden dort die
„Gefährderansprache“
oder: Wie die hessische Landesregierung im „Kampf gegen Rechts“ ein Nazi-Recht demokratietauglich macht, mit der bis heute geleugneten Absicht, AntifaschistInnen in Vorbeugehaft nehmen zu lassen….
als szenische Lesung präsentieren.
Den entsprechenden Hintergrundtext „Vorbeugehaft – ein Nazi-Gesetz gegen AntifaschistInnen“ findet ihr unter: wolfwetzel.wordpress.com
Prozeß gegen Antifaschistin vertagt
Vergangene Woche fand vor dem Amtsgericht Frankfurt eine erneute Verhandlung gegen eine antifaschistische Aktivistin statt, die bei Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch am 7. Juli 2007 an der Emser Brücke verhaftet worden war. Über den Verlauf der Verhandlung liegt nun der Bericht einer Augenzeugin vor:
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Sonntag, 7. September, 18 Uhr, hr-Fernsehen: noch einmal zum Fall des Nazi-Aktivisten Schnippkoweit
Gibt es in Nordhessen etwa Neonazis? Nach der Attacke des seit über einem Jahr wohlbekannten Naziaktivisten Kevin Schnippkoweit auf eine schlafende Dreizehnjährige vor einigen Wochen stellen Landesregierung, Polizei und Teile der Öffentlichkeit diese Frage – obwohl sie die Antwort seit Monaten längst kennen könnten. Darauf verwies vor einiger Zeit bereits ein „Panorama„-Bericht. Nun nimmt sich das Hessen-Fernsehen mit einigen Wochen Abstand der Frage noch einmal an: Sonntag, 11. September, 18 Uhr – auf das Ergebnis darf man gespannt sein. Weiteres zur Sendung im Magazin de facto
UPDATE: Video des Beitrags auf hr-online.de „Neue Militanz von rechts?“
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Kein Bock auf Nazis – Motorraddemo und Info-Fahrt am 13.09.2008
Das Wetterauer Bündnis gegen Rechts und der Motorradclub Kuhle Wampe laden ein: Kein Bock auf Nazis – Motorraddemo und Info-Fahrt am 13.09.2008
In Gruppen werden wir z.B. nach Grävenwiesbach, Merzhausen, Lagenhain-Ziegenberg, Hirzenhain und zum Kloster Arnsburg fahren. Dort werden wir an die Zeit vor 1945 erinnern.
Anschließend feiern wir am Forsthaus Butzbach. Hier gibt es Übernachtungsmöglichkeiten (Zelte, Gemeinschaftsquartiere)!!!
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„Institut für Staatspolitik“ plant Fortsetzung von Störaktionen in den nächsten Tagen
Vor wenigen Wochen konnte das für die Neue Rechte agierende „Institut für Staatspolitik“ (InStaPo), gedeckt von dem lokalen CDU-Funktionär Thilo Stratemann in dem der kommunalen Saalbau AG gehörenden Frankfurter Vertriebenen-Zentrum „Haus der Heimat“ ein Seminar durchführen, nachdem die Steigenberger AG, Inhaberin des zunächst als Treffpunkt vorgesehenen „Frankfurt-Intercity“ dem schwarzbraunen Verein Karlheinz Weißmanns und Götz Kubitscheks die bereits vermieteten Räumlichkeiten wieder entzogen hatte. „InStaPo“-Chefideologe Weißmann hatte dort gemeinsam mit dem FAZ-Journalisten Lorenz Jäger im Oktober 2006 bereits eine Veranstaltung zur Symbol- und Kulturgeschichte des Hakenkreuzes durchgeführt. AntifaschistInnen machen nun darauf aufmerksam, daß Kubitschek und Weiß demnächst erneut Aktivitäten ihrer sogenanten „Konservativ-Subversiven Aktion“, im Klartext: Veranstaltungsstörungen durchführen könnten. Die ersten Gehversuche dieser Art verliefen eher kindlich. Am 31. August wurde nun die 3. sogenannte „Konservativ-subversive Aktion“ (ksa) im Hamburger Thalia Theater gegen Günter Grass (wegen „Nebelkerzenprosa“) durchgeführt. Weitere Auftritte der offenbar von Profilneurosen Geplagten sind zu befürchten.
Text einer Informations-Rundmail (in der nebenbei zu Recht auf die in Frankfurt gut zu beobachtenden Querverbindungen zwischen dem rechten CDU-Flügel, „Junger Freiheit“, „Politically Incorrect“ und NPD hingewiesen wird, sowie – quod erat demonstrandum – ein Bericht über eine Aktion der Kubitschek-Truppe auf „Politically Incorrect“, 1.9.2008, samt erneut lesenswerten Kommentaren sowie der schriftlichen Ankündigung des rassistischen Bloggers „Der Templer“, in Frankfurt-Hausen als Protest gegen den Moscheebau „Schweine durch die Strassen treiben zu wollen„):
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3. September: Erneut Prozess gegen angeklagte Antifaschistin wegen 7.07.07
Am Mittwoch, den 3. September, findet erneut vor dem Amtsgericht Frankfurt eine Verhandlung gegen eine antifaschistische Aktivistin statt, die bei Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch am 7. Juli 2007 an der Emser Brücke verhaftet worden war. Zwar wurde das ursprünliche Strafverfahren eingestellt, da die Antifaschistin sich aber weigerte, den Bußgeldbescheid der Bundespolizei über 150 € zu zahlen und dagegen Einspruch eingelegt hatte, wird das Verfahren erneut aufgerollt.
Solidarität erwünscht, ein möglicher Treffpunkt für antifaschistische UnterstützerInnen: C&A (Konstablerwache), eine Stunde vor Prozessbeginn.
03. September 2008, 14.10 Uhr,
Amtsgericht Frankfurt, Gebäude E, 1.Stock, Raum 4
Eisvogel wiederholt sich
Der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz, Eisvogel, hat in einem Gespräch mit der FAZ seine wunderlichen Thesen zum Verhältnis von Nazi-Kameradschaften wie den „Freien Kräften Schwalm-Eder“ und der NPD, wie sie vor einigen Tagen schon auf HR-Info zu hören waren, wiederholt: Bericht auf NPD-Blog.Info, Replik der Anti-Nazi-Koordination dort. Demzufolge hätte man der NPD geradezu dankbar zu sein, habe sie doch in den vergangenen Jahren auf die Kameradschaftsszene „mäßigend“ eingewirkt, was jetzt leider nicht mehr so recht gehe, nachdem der ehemalige Landesvorsitzende dieser Partei demnächst, wie berichtet wird, wegen versuchten Totschlags vor Gericht steht (Vorwurf: drei Messerstiche in den Rücken eines Gegners, Andrea Röpke zum Hintergrund) und der aktuelle stellvertretende NPD-Landesvorsitzende Mario Matthes erst kürzlich wegen Körperverletzung eines Antifaschisten verurteilt wurde, wofür ihm nun die Relegation von der Uni Mainz drohen könnte. So etwas empfindet der Herr Landesverfassungsschutzpräsident anscheinend als „gemäßigt“. Angesichts solcher „Leistungen“ des VS wäre es wohl im Interesse der Effizienz und Ressourcenkonzentration wirklich besser, diesen Inlandsgeheimdienst aufzulösen und die freiwerdenden finanziellen Mittel für ehrenamtliche Antifa-Recherchen gegen Nazis zur Verfügung zu stellen.
Anti-Nazi-Koordination: Protokoll der Sitzung vom 26. August
Die Frankfurter Anti-Nazi-Koordination traf sich am 26. August zu ihrer turnusmäßigen Sitzung im Türkischen Volkshaus. Protokoll der Sitzung, Beschlüsse: Weiterlesen „Anti-Nazi-Koordination: Protokoll der Sitzung vom 26. August“
22. August: bundesweites Nazitreffen in Bingen, getarnt als „Böhse Onkelz – Nacht“
Pressemitteilung der Antifa Mainz:
Neonazis treffen sich am Freitag, den 22. August 2008, in Bingen am Rhein +++ Zur „Onkelz-Nacht“ im ehemaligen Riehtberg-Casino haben sich Neonazis aus mehreren Bundesländern angekündigt. +++ Antifa: „Es darf nicht sein, dass sich Neonazis unter dem scheinbar unpolitischen Deckmantel einer ‚Böhse Onkelz‘-Party eine gemeinsame Erlebniswelt schaffen.“
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