Auf ihrer Sitzung 24. April hat die Anti-Nazi-Koordination
bekräftigt: wir halten es für erforderlich, am 1. Mai den Nazis um Wölls NPD am Ort ihrer Demonstration entgegenzutreten.
Treffpunkt für AntifaschistInnen an diesem Tag:
Stadtzentrum Raunheim, Ringstraße 107 (Nähe Bahnhof), 10.30 Uhr.
Treffpunkt und -zeit für AntifaschistInnen aus Frankfurt,
die als Gruppe gemeinsam mit der S-Bahn nach Raunheim fahren wollen:
08:30, Hauptbahnhof, Tiefebene.
Kategorie: Antifa
Nazis am 1. Mai: Wieder mit dem Sonderzug zur Demo? Fragen an Polizei und RMV
Am 1. Mai 2001 wurde eine etwa 1000-köpfige Nazi-Demonstration in Frankfurt verhindert. Zu ihrem Sammelpunkt an der Frankfurter Bertramswiese waren die Nazi-Aktivisten aus der gesamten Bundesrepublik auf Kosten der Öffentlichkeit mit von der Polizei beschlagnahmten Sonderzügen der Frankfurter S-Bahn herangekarrt worden, um sie auf diese Weise vor GegendemonstrantInnen zu schützen. Als das nachträglich herauskam, war die Entrüstung allgemein groß. Ist es dieses Jahr am 1. Mai wieder so? Weiterlesen „Nazis am 1. Mai: Wieder mit dem Sonderzug zur Demo? Fragen an Polizei und RMV“
Nazi-Demonstrationsroute am 1. Mai in Raunheim bekannt
Für den 1. Mai ist folgende Demonstrationsroute der Nazis in der Lokalpresse bekanntgegeben worden: Haßlocher Straße, Aschaffenburger Straße, Wilhelm-Raabe-Straße, Gottfried-Keller-Straße, Wilhelm-Busch-Straße, Uhlandstraße, Lessingstraße, Hermann-Löns-Straße, Haßlocher Straße, Aschaffenburger Straße, Buxbaumplatz (Plattform), Aschaffenburger Straße, Haßlocher Straße, Römerstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Uhlandstraße, Theodor-Storm-Straße, Adalbert-Stifter-Straße, Goethestraße und Haßlocher Straße.
Die NPD soll also südlich der Bahnlinie unter, wie zu erwarten ist, massivem Polizeischutz aufmarschieren dürfen. Ähnlich wird das Verfahren für Rüsselsheim sein: Nazis im Viertel südlich der Bahnlinie, Protestveranstaltungen nördlich davon (Ausnahme: Lasalleplatz). Die Polizei spricht für Rüsselsheim und Raunheim vom jeweils größten Polizeiaufgebot in der Geschichte der beiden Gemeinden.
Zwei Aktionsberatungen zu den Nazi-Aufmärschen am 1. Mai in Raunheim und Rüsselsheim:
Montag, 23. April, 20 Uhr, Café ExZess, Leipziger Straße (Antifa Frankfurt)
Dienstag, 24. April, 19 Uhr, Club Voltaire, Frankfurt (Anti-Nazi-Koordination)
Kommet zu Hauf!
Nazidemos in Raunheim / Rüsselsheim, 1. Mai: Mobilisierungs- und Infoveranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet
Am 1. Mai haben NPD und Freie Nationalisten unter der Führung von Marcel Wöll Aufmärsche in Rüsselsheim und Raunheim angemeldet. Neben anderen Gegenaktionen gibt es in verschiedenen Städten im Rhein-Main-Gebiet Veranstaltungen mit Informationen über die Planungen der Nazis und unsere Mobilisierung dagegen:
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21. April, Ballsporthalle Frankfurt: Konzert des kroatischen Faschisten Marko Perkovic
Der kroatische Nationalist und Verehrer des faschistischen Ustascha-Chefs von 1941 – 1945, Ante Pavelic, der Sänger Marko Perkovic „Thompson„, tritt am kommenden 21. April in der Frankfurter Ballsporthalle zu einem Konzert auf. Ein Frankfurter Konzert Perkovics im Lauf seiner Welttournee 2005 soll 13.000 Zuschauer angezogen haben und das größte der ganzen Tournee gewesen sein. In verschiedenen Internetforen wird bereits heftig über die Veranstaltung diskutiert.
Die Anti-Nazi-Koordination schließt sich der Forderung nach einem Verbot dieses Konzertes an. Für Freitag, 20. April, 17 Uhr lädt die DGB-Jugend zu einer Aktionsberatung in den Jugendclub des DGB-Hauses ein.
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Benno Hafeneger warnt vor „Neuer Phase des Rechtsextremismus“
Jugendforscher Benno Hafeneger beschreibt im Hessischen Rundfunk eine neue Phase der rechten Szene in Hessen. Rechtsextremisten bekennen sich zunehmend zu ihren Ansichten und trauen sich immer häufiger, in der Öffentlichkeit in Erscheinung zu treten. Wir dokumentieren Auszüge der HR-Meldung:
„Wir haben eine starke jugendkulturelle Cliquenszene, die für viele Jugendliche der Einstieg in die rechte Szene ist“, erklärte der Marburger Universitätsprofessor. Vor allem über eine sehr aktive Musikszene gelänge es den Rechten hier immer wieder, Nachwuchs zu gewinnen. Deutschlandweit gibt es Studien zu Folge rund 100 Bands mit rechtsextremistischen Texten, in Hessen sind allein zwischen 10 und 15 Musikgruppen bekannt.
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Walter Ruge: Interview mit einem deutsch-sowjetischen Antifaschisten
Als weiteres Dokument zu Faschismus und Antifaschismus dokumentieren wir im Folgenden das Interview des 1915 geborenen Walter Ruge, der heute in Potsdam lebt.
Er war Werkzeugmacher, Röntgeningenieur, Arzthelfer und DEFA-Mitarbeiter. Als Kommunist ging er 1933 ins Exil in die Sowjetunion und wurde dort 1941 zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt. 1954 wurde er rehabilitiert und reiste 1958 in die DDR aus. Sein Interview nimmt zu Deutschland, zum deutschen Faschismus und Antifaschismus, aber auch zur Frage des Stalinismus Stellung. Arnold Schölzel stellte die Fragen für die Zeitung „junge welt„:
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Aus der radikalen Mitte Frankfurts: Wolfgang Hübner (BFF)
Wolfgang Hübner
Frankfurter Stadtverordneter
der Fraktion „Bürgerbündnis für Frankfurt“ (BFF),
Mitglied im Landesvorstand
der „Freien Wähler Hessen„
Anfang März 2007 machte Wolfgang Hübner (BFF-Stadtverordneter aus Frankfurt) mal wieder von sich reden, als er die Frankfurter Fraktion der Partei „Die Linke.WASG“ zur Distanzierung von Christian Klars Kapitalismuskritik aufforderte
Daß Hübner die Linke erst zu diesem Zeitpunkt aufforderte, sich von Christian Klars Grußbotschaft an die Rosa-Luxemburg-Konferenz vom 13. Januar (!) 2007 zu distanzieren, wirkte zwar eher komisch, lag aber durchaus im medialen Mainstream.
Im Übrigen aber:
derjenige, der 1998 / 99 mit dem vormaligen RAF-Aktivisten Horst Mahler sowie der NPD-Funktionärin Annemarie Paulitsch hier in Frankfurt gemeinsam eine Bürgerinitiative gegen die doppelte Staatsbürgerschaft von MigrantInnen gründen wollte, hieß, wie er sich parlamentsöffentlich anhören musste, ohne widersprechen zu können, Wolfgang Hübner (vgl. unten). Weiterlesen „Aus der radikalen Mitte Frankfurts: Wolfgang Hübner (BFF)“
Hauptwache Frankfurt, 2. April 2007: Nazis fliegen aus der Montagsdemo
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Montagsdemo, 2. April 2007,
Hauptwache Frankfurt:
zwei Herrenmenschen wollen auch was sagen
.
Man kann die „Frankfurter Montagsdemo“ toll finden oder sich über sie ärgern. Man kann sich darüber wundern, daß es sie noch immer gibt oder sie schlicht ignorieren. Man kann sie vielleicht sogar für eine Art soziales Kunstprojekt halten, das in Konkurrenz zu John Cage’s Halberstädter Orgelkonzert (geplante Dauer: 639 Jahre) treten möchte – Orgelkonzerte gibt es ja auch gegenüber, in der Katharinenkirche.
Jedenfalls: es gibt sie, die Frankfurter Montagsdemo, und Nazis haben dort erfreulicherweise keinen leichten Stand.
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