Widerstand gegen Nazismus und Franco-Faschismus: Das Beispiel Hans Neumann – Jude, Sozialdemokrat, Interbrigadist

Veranstaltung zum 8. Mai 1945

Moritz Neumann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Hessen, stellt sein Buch „Im Zweifel nach Deutschland“ vor.

Einführungsreferat: Eine offene Wunde – Deutsche Erziehungswissenschaft, Bildung und Erziehung zum Widerstand (Benjamin Ortmeyer).

Dienstag, 8. Mai 2007, 16.00 Uhr
Foyer des AfE-Turms
Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Robert-Mayer-Str. 5, Frankfurt/Main

Diese öffentliche Veranstaltung der Fachschaft 04 wird unterstützt von der GEW Hessen und der GEW Hochschulgruppe der J. W. Goethe-Universität

62. Jahrestag der Selbstbefreiung – Fahrt zum KZ Buchenwald

Aufruf und Veranstaltung zum 62. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald – Fahrt von FrankfurterInnen zur Gedenkveranstaltung

KZ Buchenwald Mahnmal Gemeinsam aufstehen und kämpfen:
* Gegen das Auftreten der Nazis in Stadt und Land!
* Für ein Verbot der NPD und aller faschistischen Organisationen!
Die Nazis verhetzen wie eh und je die Menschen und stacheln zu Fremdenfeindlichkeit an. […] Der „Schwur von Buchenwald“ bleibt zeitloser Ansporn zu antifaschistischer Wachsamkeit und Aufruf zu solidarischem Engagement. Das Auftreten der Nazis muss und kann gemeinsam verhindert werden. Wegschauen ist feige und falsch – offensiv und deutlich hörbar widersprechen und keine falschen Zugeständnisse machen, das ist mutig und richtig. Alle sind aufgerufen,… (Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/Freundeskreis e.V.)

Wer zur Gedenkveranstaltung am 15. April nach Buchenwald fahren möchte, kann dies mit anderen engagierten AntifaschistInnen gemeinsam tun, es wird eine Busfahrt angeboten:
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Walter Ruge: Interview mit einem deutsch-sowjetischen Antifaschisten

Als weiteres Dokument zu Faschismus und Antifaschismus dokumentieren wir im Folgenden das Interview des 1915 geborenen Walter Ruge, der heute in Potsdam lebt.

Er war Werkzeugmacher, Röntgeningenieur, Arzthelfer und DEFA-Mitarbeiter. Als Kommunist ging er 1933 ins Exil in die Sowjetunion und wurde dort 1941 zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt. 1954 wurde er rehabilitiert und reiste 1958 in die DDR aus. Sein Interview nimmt zu Deutschland, zum deutschen Faschismus und Antifaschismus, aber auch zur Frage des Stalinismus Stellung. Arnold Schölzel stellte die Fragen für die Zeitung „junge welt„:
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Vom Verschwinden der Hemmschwelle

Max und Henri Goldberg
Erinnerung an sie
nur in “abgetrennten Räumen”:
Max und Henri Goldberg –
mit der Reichsbahn in den Tod deportiert

.
Die Deutsche Bahn AG hat sich gegen Kölner AntifaschistInnen durchgesetzt: eine Eisenbahnschwelle, die im Kölner Bahnhofsvorplatz eingelassen worden war und dort durch ihre Gestaltung an die unverzichtbare Holocaust-Beihilfe der DB AG – Vorgängerin Deutsche Reichsbahn erinnern sollte, muß nun verschwinden.
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Der 8. Mai 1945 und wir. Linke Politik, deutscher Imperialismus und Faschismus

Vorträge und Diskussion mit Frank Deppe und Hans Christoph Stoodt
Dienstag, 8. Mai 2007, 19 bis 21.30 Uhr
Gewerkschaftshaus Frankfurt

„Wir haben in der jüngeren Geschichte dreimal sehr
viel Geld investiert und nur einmal ist eine positive
Dividende Herausgekommen“

(Günther Gloser, Staatsminister im Auswärtigen Amt,
über den Vorteil der Investitionen in die Entwicklung der EU
gegenüber denen in den Ersten und Zweiten Weltkrieg,
JW, 19. Februar 2007)

1914 – 1918 / 1933 – 1945 / 1990ff: diese drei Zeitabschnitte meint der Staatssekretär in seinem Zitat. Sie markieren ebenso viele Versuche des deutschen Imperialismus, endlich seinen „Platz an der Sonne“ zu finden. Wir sind Zeuginnen und Zeugen des dritten Versuchs.
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Dokufilm: 11.000 Kinder

11.000 Kinder Doku (BRD 2007, Länge ca. 10 min) über die Kundgebung der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt a.M. zur Durchsetzung der Ausstellung “11.000 jüdische Kinder – mit der Reichsbahn in den Tod” am Vorabend des Gedenktages zur Befreiung des KZ Auschwitz, Freitag, 26. Januar 2007, vor der Frankfurter Börse (Börsenplatz).

Internet, Streaming:
Das Video kann im Internet angesehen werden,
Download und Online-Ansicht möglich unter:
>> “11.000 Kinder” (ogg-theora-datei 38,4 MB)
>> “11.000 Kinder” (flash, flv-datei 25,1 MB)
>> “11.000 Kinder” (mpeg4-datei 25 MB)
>> “11.000 Kinder” (mpeg2-datei 104 MB)
>> die doku ist auch bei kanalB auf sendung und kann dort als rm-datei abgerufen werden

abspielen im externen player z.B. als ogg-theora-datei,
multiplayer z.b. für ogg: VLC oder ‚democracy player
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11.000 jüdische Kinder – mit der Reichsbahn in den Tod

Am 26. und 27. Januar wird es bundesweit wieder Aktionen zur Durchsetzung der Ausstellung „11.000 jüdische Kinder – mit der Reichsbahn in den Tod“ geben, an denen sich zB. in Berlin Lea Rosh und das Ehepaar Beate und Serge Klarsfeld beteiligen werden.

Am Vorabend des Gedenktages zur Befreiung des KZ Auschwitz,
Freitag, 26. Januar 2007, 17 .30 Uhr,
werden wir vor der Frankfurter Börse (Börsenplatz) in einer Kundgebung

auf unser Anliegen im gleichen Zusammenhang hinweisen. Die Deutsche Bahn AG als weltweit tätiges Logistik-Unternehmen plant bekanntlich den Börsengang. Wir wollen deshalb vor der Börse darauf hinweisen, daß die derzeitige Geschäftsführung der DB AG durch ihr Verhalten selber den Verdacht weckt, sich nicht klar und deutlich vom Geschäft der Holocaust-Logistik ihres Vorgängerunternehmens, der Deutschen Reichsbahn, abzugrenzen und daß wir es für unmöglich halten, daß das Nachfolgeunternehmen der Täterorganisation Reichsbahn Form, Ort und Inhalt des Gedenkens der Opferangehörigen unter deren Ausschluß diktieren will. Zu diesem Zweck planen wir die Projektion eines Bildes auf die Außenwand der Börse und wollen dazu Teile des Musikstückes „Different Trains“ von Steve Reich zu Gehör bringen. Wir werden die PassantInnen und die MitarbeiterInnen der Börse informieren und unsere Flyer verteilen.

Wir kündigen hiermit für Samstag,
27. Januar, 12 – 15 Uhr eine Gedenkaktion im Frankfurter Hauptbahnhof an

und fordern die Verantwortlichen der DB AG auf, unser Gedenken nicht zu stören. … Die Aktionen sind unsere Reaktion auf die trotz des öffentlich erweckten gegenteiligen Eindrucks weiterhin bestehende vollständige Blockadehaltung des DB-Vorstands und des Bundesverkehrsministeriums in der Frage der Ausstellung, die ursprünglich die französische Opferorganisation „Les Fils et Filles des Déportés juifs de France“ um Beate und Serge Klarsfeld erarbeitet hatte

s.a. zweiseitiger Informationsflyer als PDF-Datei bei der Antifa-Frankfurt (Vorder- und Rückseite)

>> Dokufilm über die Demonstration unter: „Dokufilm: 11.000 Kinder