An mangelnder Aktivität der FriedbergerInnen und AntifaschistInnen der gesamten Region lag es nicht, daß knapp 100 Nazis der NPD, der JN, der Autonomen Nationalisten und der Nationalen Sozialisten Mainz-Bingen heute auf von ihnen so nicht gewählten Umwegen durch Friedberg ziehen konnten (live-ticker vom Demogeschehen). 500 – 800 AntifaschistInnen blockierten erfolgreich die Haupstraße der Stadt, die Kaiserstraße – in bunter Mischung, die für Friedberg inzwischen üblich ist: Lokalpolitiker, Dekan, GewerkschafterInnen, MigrantInnen, Antifas, ParteienvertreterInnen, SchülerInnen, StudentInnen – Männer und Frauen, von Kindern bis zu SeniorInnen – alle leisteten gemeinsam den x-fachen Aufforderungen der Polizei keine Folge, die beiden Blockaden in 200 bzw. 400 Meter Entfernung vom Startpunkt der Nazis an der Friedberger Burg aufzulösen. Das Konzept „Masse und Entschlossenheit“ ist einfach gut …
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Kategorie: Neonazis, Nazis
Naziaufmarsch in Friedberg: aktuelle Infos im Live-Ticker II

aktuelle Infos über den geplanten Naziaufmarsch der NPD in Friedberg und über die antifaschistischen Gegenaktionen im Live-Ticker auf identica und Twitter weitere INFOS hier:
UPDATES auf Twitter und identica
- Große Mobilisierung, breites Bündnis, Teilerfolg des Konzepts „Masse und Entschlossenheit“
- 16:36 Uhr: #Friedberg #Nazis vor dem Bahnhof: laut Nazi-Feed soll gerade Voigt labern und danach der Aufmarsch beendet werden #NPD
- 16:31 Uhr: #Friedberg #Nazis noch da: RT@Fire78 direkt am Bahnhof hält die #NPD aktuell nun doch ihre Kundgebung ab, ca 250 Gegendemonstranten vor Ort
- 16:05 Uhr: #Friedberg noch immer auf Kaiserstraße eingekesselt, laut @Fire78 sind #NPD #Nazis am Bahnhof eingetroffen und werden zu Zügen geleitet
- 15:52 Uhr: RT @Fire78 #Friedberg Bündnis kritisiert Verhalten der Polizei, hat Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt um #NPD #Nazis marschieren zu lassen
- 15:47 Uhr: RT @Fire78 Aufruf vom Bündnis: alles was frei verfügbar ist direkt zum Bahnhof! die #NPD wird dort in wenigen Min erwartet #Friedberg #Nazis
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7. November: „Friedberg, do it again!“ Naziaufmarsch verhindern – Infos
„Friedberg, do it again!“ 7. November 2009: die NPD versucht erneut einen Naziaufmarsch in Friedberg ***
- Die Nazi-Route durch die Altstadt, beginnt ab 11 Uhr an der Friedberger Burg und führt über die Kaiserstraße, später in der Nähe der Moschee vorbei an den Bahnhof Friedberg
- Protest: Friedberg auf die Straße – ab 9:00 Uhr, Friedberger Burg
angemeldete Kundgebungsorte: das Gebiet vor dem Theologischen Seminar (Kaiserstraße 2) und vor dem benachbarten Sportgeschäft
UPDATE: Kaiserstraße komplett abgegittert, massenhaft Polizei, Plätze vor theologischem Seminar und Möll nicht frei, Treffen für Protest gegen NPD Nazis möglichst nahe an der Friedberger Burg auf der Straße - Ge(h) Denken – 71 Jahre Reichspogromnacht: Rundgang ab 9:00 Uhr Stadtkirche
- Infotelefon: 0175 – 90 86 2 86
- Ermittlungsausschuß: 0160 – 95 65 74 26
Live-Ticker am 7. November auf identica und Twitter:
- follow Twitter via @ankffm
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***1. August 2009: ein breites Bündnis und entschlossene Gegenwehr blockiert und verhindert den Naziaufmarsch der NPD in Friedberg und später auch in Nidda, ein Komplett-Desaster der Braunen
Friedberg: alle auf die Straße – ab 9:00 Uhr, Burg
Der Verwaltungsgerichtshof hat die NPD-Route für ihren Aufmarsch in Friedberg genehmigt. Er beginnt ab 11 Uhr an der Friedberger Burg und führt über die Kaiserstraße, später in der Nähe der Moschee vorbei an den Bahnhof Friedberg. Treffpunkt für AntifaschistInnen: frühzeitig, spätestens ab 9:00 in der Nähe des Beginns Demo-Route an der Burg. Angemeldete Kundgebungsorte in diesem Gebiet: das Gebiet vor dem Theologischen Seminar (Kaiserstraße 2) und vor dem benachbarten Sportgeschäft. Kommt massenhaft!
UPDATE:
Kaiserstraße komplett abgegittert, massenhaft Polizei, Plätze vor theologischem Seminar und Möll nicht frei, Treffen für Protest gegen NPD Nazis möglichst nahe an der Friedberger Burg auf der Straße
Live-Ticker am 7. November auf identica und Twitter:
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Friedberg, 7.11.: VG Gießen gibt NPD-Antrag statt – Route durch die Altstadt bestätigt. Stadt ruft den VGH in Kassel an
Das Gießener Verwaltungsgericht hat einem Eilantrag der NPD gegen Auflagen für eine Demonstration an diesem Sonnabend stattgegeben. Die Stadt will in Berufung gehen und ruft den Verwaltungsgerichtshof in Kassel an – die Erfolgsaussichten dürften nach den bisherigen Erfahrungen gering sein. Dennoch: die Route könnte sich auch noch einmal ändern – haltet Euch informiert!
Bericht vom VG Gießen, zur Situation (epd / Hamburger Abendblatt): Weiterlesen „Friedberg, 7.11.: VG Gießen gibt NPD-Antrag statt – Route durch die Altstadt bestätigt. Stadt ruft den VGH in Kassel an“
Zum bevorstehenden Nazi-Aufmarsch in Friedberg, 7. November
Der zweite Nazi-Aufmarsch in Friedberg im Lauf von vier Monaten, am kommenden Samstag, 7.November, (weitere Infos, Hintergrund) kann, wie der am 1. August erfolgreich verhinderte, erneut verhindert werden, wenn sich wieder genügend Menschen den Nazis gemeinsam entschlossen in den Weg stellen.
[Der Ermittlungsausschuß ist wieder mit dabei: 0160-95 65 74 26]
Als Auflage der Stadt wurde den Neonazis untersagt, über die Kaiserstraße zu ziehen. Das Bündnis „Wetterau gegen Nazis“ ist fest entschlossen, den Nazis den Weg zur Innenstadt zu versperren (Aufruf), die ihrerseits weiter die Friedberger Burg, 11 Uhr, als Ausgangspunkt ihres Beitrags zum Gedenken an die Pogromnacht des 9. November 1938 anzukündigen. In einem Brief an den Bürgermeister der Stadt weist eine Sprecherin des Bündnis „Wetterau gegen Rechts“ auf die Situation hin, die sich daraus ergeben könnte, zumal inzwischen bekannt ist, daß Nazigruppen aus Hessen und darüber hinaus planen, „komplett einsatzfähig, mit Hirn und Faust“ (O-Ton „Block F“) durch Friedberg zu marschieren – ein jüngstes Beispiel ihrer Gewalttäigkeit gaben Nazischläger am vergangenen Wochenende in Borken (HR, FR).
In einem Brief aus dem Ev. Dekanat Friedberg werden die Bewohner der Stadt und alle AntifaschistInnen der Region aufgefordert: „Füllen Sie unsere Stadt“!
Der Landrat des Wetteraukreises ruft die 89 Schulen des Wetteraukreises dazu auf, den Nazis entgegenzutreten . Das Bündnis „Wetterau gegen Rechts“ ruft dazu auf, sich um 9 Uhr an der Friedberger Stadtkirche zu sammeln – es dürfte sinnvoll sein, das in möglichst großer Nähe zur Kaiserstraße zu tun.
Nicht unwahrscheinlich in dieser Situation ist aber auch, daß die Polizei versucht, den Naziaufmarsch durch eine Kompromißstrategie zu ermöglichen: dem Bündnis bleibt die Kontrolle der Altstadt, während die Nazis im Stadtteil Fauerbach marschieren können. Aber auch das wird verhindert werden – keine Naziaufmärsche, nirgendwo!
Die Anti-Nazi-Koordination trifft sich zu letzten Absprachen am kommenden Donnerstag, 5. November, um 19 Uhr im Türkischen Volkshaus. Alle AntifaschistInnen sind willkommen! Weiterlesen „Zum bevorstehenden Nazi-Aufmarsch in Friedberg, 7. November“
Rieger im Koma
Der rechtsextremistische Anwalt Jürgen Rieger liegt offenbar im Koma. Presseberichten zufolge ist sein Zustand lebensbedrohlich. Der 63-Jährige hatte demnach am Wochenende während einer Vorstandssitzung der NPD in Berlin einen Schlaganfall erlitten. Eine Hirnblutung soll dann in der Nacht zum Sonntag zum Hirntod geführt haben. Einige NPD-Landesverbände hatten ihn schon für tot erklärt und Nachrufe ins Internet gestellt – diese dann aber wieder zurückgezogen. Rieger, der in einer Berliner Klinik liegt, gilt als wichtiger Drahtzieher und Geldgeber der rechtsextremen Szene. Weiterlesen „Rieger im Koma“
Anti-Antifa Wetzlar kündigt „Zerschlagung der Antifa“ an
In einem von der Medienwerkstatt Westend veröffentlichten Video kündigt ein Aktivist der Autonomen Nationalisten Wetzlar offen die „Zerschlagung der Antifa in Wetzlar und im Lahn-Dill-Kreis“ an. Dabei läßt er keinen Zweifel daran, wie das zu verstehen ist: Video des Interviews. Vermutlich braucht der Innenminister Hessens auch in diesem Fall allerdings erst den Nachweis, daß es sich bei dieser Bande um eine „vernetzte Struktur“ in seinem Sinne handelt (Namen, Satzung, Vereinskasse …), bevor er sie als solches wahrnimmt … kennen wir ja schon.
7.11. „Friedberg, do it again!“ – Auswertung vom 1. August und ein Ausblick auf 7. November

Am 7. November steht der Region die nächste Nazidemo ins Haus. Der Termin steht inzwischen fest. Anmelder der Demo ist der NPD-Fascho Stefan Jagsch, das Motto lautet: „Meinungsfreiheit auch für Andersdenkende“.
Allein schon für die Unverschämtheit, Rosa Luxemburg für sich in Anspruch nehmen zu wollen, muß diesem Demoversuch dasselbe unrühmliche Ende beschieden werden, wie dem am 1. August. Ein breites Bündnis, zu dem auch die ANK gehört, bereitet sich seit einigen Wochen bereits darauf vor. AntifaschistInnen können sich hier über den Stand der vorbereiteten Dinge informieren. Auch die Polizei scharrt schon mit den Hufen – erneut unter der bewährten Stabführung unseres Kunden König. In der neuen „Swing“ gibt es eine Auswertung zur Friedberger Nazi-Demo am 1.8. und einen Vorblick auf den 7. November.
- update 1: Aufruf zum 7.11. und Liste der Bündnisorganisationen: Aufruf Friedberg 7.11.09 PDF-Datei
- update 2: Die NPD will gegen die Stadt Friedberg vor Gericht ziehen / DGB Friedberg und DGB Kreis Wetterau kündigen Verhinderung der Nazi-Demo an: Wetterauer Zeitung
Aktuelle Hinweise auf Ort und Zeit der Gegenaktivitäten findet Ihr hier schaut also immer wieder mal nach!
Berlin: schwere Nazi-Gewaltaufrufe unter Polizeischutz
Die Berliner Polizei hat vor wenigen Tagen tatenlos zugeschaut, wie während der Kundgebung einer 750-Personen Nazi-Demo reihenweise die Namen und Adressen von Linken, AntifaschistInnen, GewerkschafterInnen und JournalistInnen verlesen und zur Gewalt gegen sie aufgerufen wurde (Bericht: Störungsmelder).
Ja ja, die Polizei – Namensschilder an der eigenen Uniform unter Hinweis auf Datenschutz und berechtigte Sicherheitsinteressen verweigern, aber faschistische Gewaltaufrufe gegen einzelne Personen billigend in Kauf nehmen. Danke für die Lektion!
[update: apabiz und npd-blog.info bestätigen in ihren Berichten und durch ein 10-minütiges Video von der Demo, daß die Polizei die Veröffentlichung der Namen von AntifaschistInnen gehört haben muss und dennoch nicht einschritt. Es wurden sowohl in Sprechchören als auch in einem Redebeitrag von Christian Worch ausdrücklich die SA und der „Nationale Sozialismus“ verherrlicht -die Polizei stand daneben und schritt auch hier nicht ein.]
