Am 7. Juli ließ die Neonazi-Clique um den kürzlich wegen Holocaust-Leugnung verurteilten Marcel Wöll, der den Nazi-NPD-Aufmarsch an diesem Tag in Frankfurt als Anmelder zu verantworten hatte, auch den Alt-Nazi Otto Riehs als Redner auflaufen, der die Kontinuität der NPD-Nazis am 7. Juli zur Ideologie der NSDAP in seinen Worten verdeutlichte: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, heute heißt es anders, vom deutschen Geld lebt die ganze Welt.“
Am 10.08.2007 berichtete in seinen aktuellen Meldungen der „blick nach rechts“ von einer „Kameradenehrung“ in Nazikreisen für Riehs:
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Kategorie: Neonazis, Nazis
NPD-Nazi Wöll wieder verurteilt: Haft ohne Bewährung wegen Holocaust-Leugnung
hessen aktuell, 07.08.2007: NPD-Chef muss ins Gefängnis
- siehe auch: „Volksverhetzung und Holocaustleugnung: Marcel Wöll (NPD) verurteilt, Gefängnishaft“
- Steckbrief Marcel Wöll (NPD, “Freie Nationalisten Rhein-Main”, “Gruppe Nationaler Sozialisten”)
… weitere Reaktionen in der Frankfurter Presse zur Verurteilung von Wöll, Weiterlesen „NPD-Nazi Wöll wieder verurteilt: Haft ohne Bewährung wegen Holocaust-Leugnung“
Volksverhetzung und Holocaustleugnung: Marcel Wöll (NPD) verurteilt, Gefängnishaft
„Zu vier Monaten Haft wegen Volksverhetzung hat das Amtsgericht Friedberg am Dienstag den hessischen NPD-Vorsitzenden Marcel Wöll verurteilt. Der mehrfach vorbestrafte Rechstextreme hatte den Holocaust geleugnet.“ berichtet hr-online (07.08.2007) über den „Bewährungsversager“ (Richter Markus Bange, siehe *1) und Anmelder des volksverhetzenden Nazi-Aufmarsches am 7. Juli in Frankfurt.
„Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Wöll … den Mord an den europäischen Juden geleugnet hat. Wegen Volksverhetzung wurde der 24-Jährige daher zu vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. […]
Wöll betonte in seinem Schlusswort, er habe sich nicht strafbar machen wollen. Zuvor hatte er die ihm vorgeworfenen Äußerungen eingeräumt, erklärte aber, er habe den Holocaust nicht leugnen wollen. Die Formulierung „Stätten des so genannten nationalsozialistischen Terrors“ habe er aus dem Haushaltsplan übernommen.
Dies wertete Richter Markus Bange als Scheinbehauptung. Der Wortlaut von Wölls Rede sei eindeutig. Er habe den Kreistag damit bewusst provozieren wollen. In die Urteilsfindung floss auch ein Interview ein, dass Wöll der „hessenschau“ gegeben hatte. Darin erklärte der Rechtsextremist, er könne zu der Frage, ob es den Holocaust gegeben habe, „nichts sagen, weil ich mich sonst strafbar machen würde“. Das Gericht kam insgesamt zu der Auffassung, dass sich Wöll der Volksverhetzung schuldig gemacht hat. Der Verurteilte kündigte Revision gegen das Urteil an.“
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Prozessauftakt gegen Marcel Wöll (NPD) wegen volksverhetzender Holocaustleugnung
Heute, am 7. August, beginnt das Strafverfahren gegen den hessischen Landesvorsitzenden der NPD, Marcel Wöll, um 10.00 Uhr im Saal 28 des Friedberger Amtsgerichts (Homburger Straße 18) wegen des Verdachts der volksverhetzenden Holocaustleugnung. Wöll hatte als Redner im Kreistag der Wetterau am 14. März im Zusammenhang mit dem Vernichtungslager Auschwitz vom “sogenannten nationalsozialistischen Terror” gesprochen, weitere Infos unter:
Die Gießener Staatsanwaltschaft sieht in den Äußerungen Wölls, Nazi-Vernichtungslager als „Stätte des sogenannten nationalsozialistischen Terrors“ zu bezeichnen und daß die vom Wetterauer Kreistag gefördeten Exkursionen Jugendlicher dorthin „Gehirnwäsche für Vorschüler“ seien, den Tatbestand der Holocaust-Leugnung erfüllt. Im Falle einer Verurteilung drohen Wöll bis zu fünf Jahre Gefängnis und der Verlust seines Kreistagsmandats.
Das Stichwortprotokoll der Kreistagssitzung vom 14. März kann auf der Homepage des Wetterauskreises als PDF-Datei (165 KB) eingesehen werden.
Weitere Informationen zu Marcel Wöll (NPD) hier.
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FR über Nazis in Hessen: Prügel, Fackelmarsch und Telefonterror
Die Frankfurter Rundschau listet in ihrer aktuellen Ausgabe eine Auswahl- Chronologie „rechtsextremer Vorfälle“ in Hessen aus dem laufenden Jahr auf:
„Prügel, Fackelmarsch und Telefonterror„
auch über Wöll (NPD) wird berichtet:
„Neues Image für NPD„
„Der Parteichef stehe als Integrationsfigur für die Strategie der NPD, die Verbindung zwischen Partei und Kameradschaftsszene herzustellen. „Die NPD will weg vom Image der Altherrenpartei – und mit Marcel Wöll schafft sie das auch.“
Der 24-Jährige, der sich „nationaler Sozialist“ nennt, gehört selbst zur Kameradschaft der „Freien Nationalisten“ im Rhein-Main-Gebiet. Seine Wohnung im Butzbacher Ortsteil Hoch-Weisel dient als „Nationales Zentrum“ für Treffen und Schulungen der rechten Kameraden. […]
Er blies zum „Kampf um die Dörfer“ und zum „Kampf um die Schulen“, plädierte für eine Zusammenarbeit mit Neonazi-Kameradschaften und verlangte eine „Intellektualisierung der Jugend mittels Schulungslagern und Gründung eines nationalen Bildungswerks“
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„Gegen rechte Gewalt“ und NPD-Doppelmoral am 4. August in Bad Nauheim
Die zwei Gesichter der NPD-Nazis: einerseits bieder und Kreide fressend, sich als angeblich „friedliebend“ und „gewaltfrei“ ausgeben -zumindest theoretisch- in der Praxis dann aber handgreiflich werden, Antisemitismus, rassistischen und volksverhetzenden Haß propagieren (z.B. auf Nazi-Aufmärschen und mit Internet-Videos), Andersdenkende terrorisieren, bedrohen und körperlich attackieren. Bestes Beispiel hierfür ist der hessische Landesvorsitzende der NPD, Marcel Wöll (der am 7. August wegen Volksverhetzung vor Gericht steht), der Jugendliche allein deswegen körperlich attackiert, weil sie Infozettel verteilen. So geschehen am am 20. Juni d.J. , betroffen von dieser Nazi-Attacke Wölls und seiner braunen Nazi-Kameraden Daniel Lachmann, Jan Peppel und Volker Sachs waren AktivistInnen des Jugendverbandes [’solid] im Kreistag der Wetterau in Friedberg.
- Angesichts dieser NPD-Doppelmoral veranstaltet im Vorfeld des Prozeßauftaktes wegen Volksverhetzung und des Verdachts der Holocaustleugnung gegen Marcel Wöll am 7.08. die OG Giessen des Jugendverbandes [’solid] am Samstag, den 4. August, in Bad Nauheim (Stresemannstraße) von ca. 10.00-14.00. einen Infostand über und gegen rechte Gewalt.
Friedberg, 7. August 10.00 Uhr – Prozess gegen Marcel Wöll (NPD) wegen Volksverhetzung
Der kürzlich zu einer Geldstrafe wegen Beamtenbeleidigung verurteilte hessische NPD-Landesvorsitzende Marcel Wöll muß sich am 7. August um 10.00 Uhr im Saal 28 des Friedberger Amtsgerichts in einem Strafverfahren wegen des Verdachts der volksverhetzenden Holocaustleugnung verantworten. Wöll hatte als Redner im Kreistag der Wetterau am 14. März im Zusammenhang mit dem Vernichtungslager Auschwitz vom “sogenannten nationalsozialistischen Terror” gesprochen. Es besteht der Verdacht einer strafbewehrten Leugnung des Holocaust. Der von ihm eingebrachte Antrag, Mittel für Schülerfahrten an den Ort des antisemitischen braunen Terrors in Polen zu streichen, wurde vom Kreistag mit einer Verdoppelung der bisherigen Förderungsmittel beantwortet. Die Verhandlung ist öffentlich, ZuschauerInnen wird frühzeitiges Erscheinen empfohlen.
- Öffentliches Strafverfahren gegen Marcel Wöll (NPD)
Dienstag, den 07.08.2007,
10.00 Uhr im Saal 28, Erdgeschoß
Amtsgericht Friedberg
Homburger Straße 18
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100.000 plus X fordern NPD-Verbot
„Die Zustimmung zur NPD-Verbotskampagne der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) übertrifft alle Erwartungen„, berichtet die jungeWelt, „Mit 100000 Unterschriften für ein Verbot der rechtsextremen Partei sei das für den 9. November geplante Ziel bereits nach einem halben Jahr erreicht worden, zog der Bundesvorsitzende Werner Pfennig am Donnerstag in Berlin Zwischenbilanz. …“, wie bereits zuvor schon das dokumentationsarchiv und npd-blog.info berichteten.
In Frankfurt reicht die Unterstützung eines NPD-Verbots von der OB Petra Roth (CDU), deren Sicherheitsdezernent Boris Rhein den NPD-Nazi-Aufmarsch am 7. Juli genehmigte, bis hin zur Partei DIE LINKE, die angesichts der antisemitischen, volksverhetzenden Parolen, Auflagen- und Rechtsverstöße der Nazis am 7. Juli nicht bereit ist, zur Tagesordnung überzugehen
Volksverhetzende ‚Kriegserklärung‘ der Nazis in Hessen dem (demokratischen) „System“
Nach dem Gewaltvideo auf YouTube mit Molotow-Cocktail legt der Nazi-Account exvodsPhoenix, der für die NPD Hessen und Marcel Wöll (NPD-Landesvorsitzender) im Internet Videos veröffentlicht, hemmungslos und unverfroren nach. Am 24. Juli wurde dort ein extrem volksverhetzendes Internet-Video veröffentlicht, in dem von den Hessen-Nazis um Marcel Wöll der „Kriegszustand“ in Deutschland erklärt wird. Während die NPD in einer Pressemitteilung am 5. Juli im Vorfeld ihres Nazi-Aufmarsches in Frankfurt u.a. gegen einen der Sprecher der Anti-Nazi-Koordination einen Strafantrag ankündigte, wegen angeblichen Vorbereitens eines Bürgerkriegs und Vorbeugehaft für die „Verbrecher“ und „Gewalttäter“ forderte, erklären uns nun in dem rassistischen Haß-Video auf YouTube die Nazis, daß wir uns in Deutschland schon längst im Kriegszustand befänden und es langsam Zeit für „uns“ Deutsche wäre, darauf „zu antworten“.
In einem wüsten Gemenge aus primitivstem Rassismus, Ausländerhaß, Antisemitismus und schwurbeligen Weltverschwörungsphantasien, wird dumpfe und extrem volksverhetzende Haß-Propaganda betrieben, zum ‚Krieg‘ aufgerufen. Die Neo-Nazis nehmen kein Blatt vor den Mund, äußern freimütig ihre faschistische Rassenideologie und antisemitischen Hetz-Phrasen in direkter historischer Kontinuität zur NSDAP-Ideologie. Einige Zitate und Stichworte aus dem Video mit dem beredten Titel „Deutscher, Augen auf! Du bist im Krieg!“ mögen dies verdeutlichen:
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Neue Rheinische Zeitung: Polizei, Nazis, Videos
In einem ausführlichen Beitrag in der „Neuen Rheinischen Zeitung“ werden die Ereignisse des 7. Juli informativ aufbereitet und insbesondere der Polizeieinsatz bewertet, Zwischenüberschriften:
20 Millionen Euro zum Schutz der Nazis, Beispiele für gezielte Desinformation, Nazi-Rechtsverstöße toleriert, Zweierlei Maß, Trotzdem: Kein schlechtes Ergebnis für die Antifa, Botschaft des Innenministeriums, Warum ausgerechnet Thiel?
(der Artikel als PDF-Datei)

