Zivilcourage in Frankfurt

Zivilcourage in Frankfurt - VideoZivilcourage in Frankfurt,
so lautet die literarisch-lyrische Auseinandersetzung des Autoren Wolf Wetzel mit den Ereignissen des Nazi-Aufmarsches am 7. Juli in Frankfurt. In Zusammenarbeit mit der Medien AG der Anti-Nazi-Koordination ist daraus ein kurzes Lyrik-Video entstanden, das z.B. auf YouTube angesehen werden kann.
Von dem Gedicht selbst gibt es auch einen Screenshot und eine PDF-Datei.

Nach dem Nazi-Marsch: „…nicht bereit zur Tagesordnung überzugehen“

Die Fraktion Die Linke. im Frankfurter Römer ist angesichts der in den letzten Tagen aufgetauchten Fotos und Zeugenaussagen, die belegen, dass bei dem Nazi-Aufmarsch am 7. Juli antisemitische und volksverhetzende Parolen gerufen und gegen Auflagen verstoßen wurde, […] u. a das Rufen der antisemitischen Parole „BRD – Judenstaat, wir haben dich zum Kotzen satt“, nicht bereit zur Tagesordnung überzugehen.
Die Presseerklärung der Fraktion Die Linke. im Frankfurter Römer im Wortlaut, „Zeugenaussagen, Fotos und Videomaterial strafen die offizielle Darstellung des Nazi-Aufmarsches vom 7. Juli Lügen“: Weiterlesen „Nach dem Nazi-Marsch: „…nicht bereit zur Tagesordnung überzugehen““

Verurteilt: Geldstrafe für Marcel Wöll (NPD) wegen Beamtenbeleidigung

hr hessen aktuell - npd woell verurteilt

Wie „hessen aktuell“ (HR) heute berichtet, ist der hessische NPD-Vorsitzende Marcel Wöll wegen Beamtenbeleidigung vom Gießener Landgericht zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden.
hessen aktuell, 23.07.2007: NPD-Chef beleidigt und muss zahlen
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Nazi-Pleite in Leipzig, „Wanderzirkus“ mit 37 Nazis, Worch gibt auf

Leipziger Nazi-Auch am 21. Juli: ‚Begleitet‘ von 1.800 PolizistInnen fand in Leipzig unter Anti-Nazi-Protesten ein skurriler Nazi-Marsch statt. Ein kläglicher Haufen von 37 Nazis nahm an dem Leipziger „Wanderzirkus“ statt, was am Ende nazi-intern zum Eklat führte und Christian Worch, Nazi-Redner am 7. Juli in Frankfurt, der den Nazi-Marsch in Leipzig angemeldet hatte, entnervt das Handtuch schmeißen ließ. Er hat bei der Stadt Leipzig alle seine „vorsorglich bis 2014 zweimal jährlich angemeldeten Demonstrationen abgesagt“. Als Ursache des blamablen Aufzugs hat Worch eine Verschwörung in den eigenen Reihen ausgemacht, einen ‚hinterhältigen Boykott‘ seiner braunen, ’nationalen Kameraden‘ vor Ort, von denen sich angeblich ca. 100 einen Tag später für 20 Minuten an anderer Stelle „spontan“ versammelt haben sollen.
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10.000 protestieren in Tübingen, Nazi-Marsch gestoppt

7. Juli 2007 Frankfurt a.M (16) - BILD Während selbst die BILD-Zeitung noch am 21. Juli angesichts der vielen Auflagenverstöße und antisemitischen Hetze auf der Nazi-Demo am 7. Juli in Frankfurt fragt, „Warum habt ihr DIE laufen lassen?“, stellten sich an diesem 21. Juli 10.000 Menschen in Tübingen knapp 230 Nazis entgegen. Weniger als ein Fünftel der Anzahl der in Frankfurt eingesetzten PolizistInnen wurde in Tübingen mobilisiert, nämlich 1.500, um die Nazis vor Ort zu ‚begleiten‘. Der Nazi-Aufmarsch der NPD-Jugendorganisation ‚Junge Nationaldemokraten“ wurde dort zudem von der Stadt Tübingen kurz zuvor verboten (OB Palmer: „Der braune Spuk hat bei uns nichts zu suchen.“), durfte dann aber unter Auflagen stattfinden. Doch weit kamen die Nazis nicht, denn schon nach wenigen hundert Metern geschah das, was in Frankfurt schon allein polizeilich hätte passieren müssen, der Nazi-Marsch wurde gestoppt und beendet.
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Marcel Wöll, Jörg Krebs (NPD) im Chor: „Wir sind friedliebend, wir sind gewaltfrei!“

Wie rührend! Soeben haben Wöll und Krebs in Frankfurt eine Demonstration in einem menschenleeren Vorort abgeliefert, der von 8000 PolizistInnen zunächst von antifaschistischen Plakaten gesäubert und dann zu Wasser, zu Lande und in der Luft gesichert werden mußte, damit Wölls 550 (Polizeibericht) braune KameradInnen dort herumlaufen konnten, nachdem sie zuvor schwitzend über zwei Stunden in einem Sonderzug der S-Bahn darauf warteten, daß die Bundespolizei endlich „die Gleise von demonstrierenden Zecken gesäubert“ (O-Ton Wöll auf „Altermedia“) hatte. Nun tun sie so, als seien sie die reinsten Friedensengelein.
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Prozess gegen Marcel Wöll (NPD) wegen Volksverhetzung: Friedberg, 7. August

7. Juli 2007 Frankfurt a.M (15) - NPD-Nazi Marcel WöllAm 7. August muß sich Marcel Wöll vor dem Friedberger Amtsgericht wegen Volksverhetzung verantworten. Wöll hatte im März vor dem Kreistag der Wetterau gefordert, die Zuschüsse zu Klassenfahrten in, so der „Nationale Sozialist“ und NPD-Landesvorsitzende wörtlich, „Stätten des sogenannten nationalsozialistischen Terrors“ (gemeint war unter anderem das KZ Auschwitz) zu streichen und solche Fahrten als „Gehirnwäsche“ für die SchülerInnen verunglimpft. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat deshalb wegen des Verdachts der Leugnung des Holocaust Anklage erhoben.
Die Anti-Nazi-Koordination ruft alle AntifaschistInnen dazu auf, vor dem Gerichtsgebäude und bei dem Prozess anwesend zu sein. Der Ort und die genaue Uhrzeit werden hier demnächst bekannt gegeben werden.

Weitere Informationen zu Marcel Wöll (NPD) hier.
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Strafvereitelung im Amt? „Blut und Ehre“ – Tattoo in Frankfurt polizeilich geduldet

7. Juli 2007 Frankfurt a.M (14) - Nazi mit Tattoo Frankfurt, 7. Juli. Bei einer Nazi-Demonstration werden zahlreiche Auflagenverstöße registriert. Von allen Journalist- Innen und Demonstrations- beobachterInnen. Viele Doku- mentationstrupps der Polizei sind anwesend. Was sie gesehen haben, wissen wir nicht. Was sie nicht gesehen haben wollen, zeigen wir hier: zum Beispiel einen Nazi-Demonstranten, der ein Tattoo „Blut und Ehre“ zeigt. Damit man es besser sehen kann, hat er anscheinend seinen Ärmel entsprechend gekürzt.
Blut und Ehre„war der Wahlspruch der nazifaschistischen Hitlerjugend. Ihn zu zeigen erfüllt einen Straftatbestand. Er steht im Hintergrund des Blood and Honour – Netzwerks von Naziskins, das in Deutschland verboten und aufgelöst wurde. Alle haben es gesehen. Nur die Polizei – angeblich – nicht. Darum zeigen wir es hier noch einmal. Ein Fall von Strafvereitelung im Amt?

„Es reicht!“ …

… findet die Frankfurter Rundschau in einem sehr deutlichen Kommentar. Das ist die Reaktion auf das Verhalten der Frankfurter Polizeiführung am 7. Juli und ihren derzeit zu beobachtenden Versuch, jede Kritik daran schweigend auszusitzen.
Kommentator Felix Helbig zum polizeilichen Kuschelkurs gegenüber NPD-Antisemtismus und Nazigewalt am 7. Juli: Weiterlesen „„Es reicht!“ …“

Antisemitismus, Haß und Nazi-Sprechchöre gegen BRD-„Judenstaat“ sollen folgenlos bleiben

7. Juli 2007 Frankfurt a.M (13) - Nazi mit Remer-T-ShirtIn Reaktion auf die gestrigen Pressekonferenz der Anti-Nazi-Koordination, „Nazis und die Polizei am 7. Juli in Frankfurt„, auf der u.a. noch einmal detailiert aus der Unzahl der vielen Auflagenverstöße einige ausgewählte dokumentiert und z.B. in Fotos belegt wurden, die zum sofortigen Abbruch des Nazi-Aufmarsches hätten führen müssen, berichtet heute die FR unter dem Titel „Antisemitismus ohne Sanktionen„.

(Foto: Neonazi verherrlicht mit T-Shirt Nazi-Offizier Ernst Otto Remer, der die Widerständler des 20. Juli um Stauffenberg verhaften und exekutieren ließ.)

Antisemitismus ohne Sanktionen
…die antisemitische Hetze, die martialische Vermummung … am vorvergangenen Samstag, waren verfassungsfeindlich. Nach Einschätzung der Frankfurter Polizei aber werden Konsequenzen vor Gericht ausbleiben. […]
…Polizeisprecher Jürgen Linker: „Es sind keine Aspekte bekannt geworden, die zu einer Auflösung der Demonstration hätten führen müssen.“

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