NPD-Bundesvorsitzender Voigt appelliert an Polizei und fordert Unterbindungsgewahrsam für Hans Christoph Stoodt

NoNPDBis heute hat sich die NPD bezeichnenderweise weder in Hessen noch im Bund von einem Mobilisierungsvideo distanziert, in dem eine ihrer Aktivistinnen sich als „Nazi“ bezeichnet und mit einem Molotowcocktail hantiert. Titeleinblendung: „www.arbeit-statt-dividende.de“.

Der Bundesvorsitzende derselben Partei, deren hessischer Landesvorsitzender Marcel Wöll für eben diese Molli-Demonstration samt ihres Mottos politisch die Verantwortung trägt, wagt es, den Frankfurter Pfarrer und Sprecher der Anti-Nazi-Koordination, Dr. Hans Christoph Stoodt, ohne Angabe auch nur irgendeines haltbaren Grundes als „unfriedlich“ zu bezeichnen und zu fordern, die Polizei möge ihn in Unterbindungsgewahrsam nehmen.

Sie [die NPD] habe gegen Stoodt Strafanzeige gestellt, dazu Dr. Hans Christoph Stoodt:
Das hat der Frankfurter NPD-Stadtverordnete Krebs schon mal angekündigt. Dabei blieb es. Das einzig Vernünftige an der NPD ist für mich die Absender-Adresse. Die NPD residiert in der Seelenbinder-Straße. Das ist der Name eines mutigen Mannes, der mit seinem konsequenten Antifaschismus seit langem zu meinen Vorbildern zählt!

=> Text der NPD-Pressemeldung (Orthographie wie im Original):

NPD-PM v. 05.07.2007
– Pfarrer bereitet in Frankfurt Bürgerkrieg vor –
(Berlin) Wenn es am kommenden Sonnabend in Frankfurt (Main) zu massiven Gewalttaten gegen friedliche NPD-Demonstranten kommen wird, dann ist Pfarrer Hans Christoph Stoodt ganz vorne dabei. Der Mann ist offenbar die treibende Kraft diverser Organisationen, die die NPD-Demonstranten schon an der Anreise nach Frankfurt hindern wollen, indem sie deren Busse frühzeitig lahmlegen oder an Treffpunkten außerhalb der Stadt attackieren wollen. Man scheut auch vor Gewalt gegen Menschen und Sachen nicht zurück. Es wird auch erwogen, Züge zu blockeren, Schaufensterscheiben zu zerschmeißen oder sich mit NPD-Anhängern und Polizisten zu prügeln. Ein „Nazi“, der zwei Wochen lang im Krankenhaus liege, könne zwei Wochen lang niemanden zusammenschlagen, sagte ein 23 Jahre alter Student der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die NPD stellt gegen den ganz und gar unchristlichen Pfarrer, gegen den Prügel-Studenten sowie diverse Blockade-Organisationen Strafantrag wegen Bildung von kriminellen und terroristischen Vereinigungen. Es werde erwartet, daß die Ermittlungsbehören zügig arbeiten und die Verbrecher auf die Anklagebank bringen, sagte der NPD-Vorsitzende Udo Voigt und fügte hinzu, daß die Polizei durchaus die Möglichkeit habe, die Gewalttäter in Vorbeugehaft zu nehmen, um schlimme Straftaten zu verhüten. Aus diesem Grunde enthielten die einzelnen Polizeiaufgabengesetze der Bundesländer entsprechende Vorschriften. „Daß massive Straftaten im Vorfeld geplant werden, liegt auf der Hand“, sagte Voigt und wies darauf hin, daß den Behörden die Rädelsfüher aus diversen Antifagruppen bekannt sein dürften.
„Was liegt da näher, als sie über das Wochenende einzusperren, auch den unfriedlichen Pfarrer Stoodt“.
Die Frankfurter Bürger werden am Sonnabend sehen, wer sich friedlich für notwendige politische Anliegen einsetzt und wer nur Gewalt und Randale anzubieten hat, so der NPD-Parteivorsitzende.
Berlin, den 05.07.2007
Klaus Beier
NPD-Bundespressesprecher
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) Parteivorstand, Amt Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecher presse@npd.de
Seelenbinder Str. 42, 12555 Berlin
Tel.: 030 – 650 111 21
Fax.: 030 – 650 111 40
Mobil: 0171 – 460 41 94

4 Kommentare zu „NPD-Bundesvorsitzender Voigt appelliert an Polizei und fordert Unterbindungsgewahrsam für Hans Christoph Stoodt“

  1. es wurde schon tausendmal gesagt, aber wer gewalt anwendet ist ein faschist, denn dessen methoden entsprechen denen gegen die wir demonstrieren werden.

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  2. Wer den Massenmord im Mutterleib einfach so hinnimmt wie die CDU,und wer wie die SPD,die Grünen, die Wehrlosen aller Wehrlosesten, das ungeborene Leben nicht schützt, aber Millionen Fremde in das Land holt, deren Mitglieder und auch die, von Christoph Stoodt umgebene Chaoten, die ständig gegen die NPD demonstrieren,haben irgendetwas nicht begriffen. Nachdenken ist gefragt!!!

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  3. Otto Nagel, wir brauchen nicht lange drumherum zu reden: Sie sind also der Meinung, das recht einer Frau zur Beendigung ihrer Schwangerschaft führe zu „Massenmord“? Sie finden also, das habe etwas mit „Millionen von Fremden“ zu tun, die angeblich „in unser Land geholt“ werden? Sie meinen, ich sei „von Chaoten umgeben“?
    Dann sind Sie sie ja unter Ihren Faschistenfreunden genau richtig am Platz! Da hilft bei Ihnen aber sicherlich auch kein Nachdenken mehr, fürchte ich.

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  4. Stellungnahme zu Datum 10 Juli 2007 >>Otto nagel, wir brauchen nicht lange drumherum zureden.<>damit wird auch das Argument des “ Rechts auf den eigenen Bauch “ klar verworfen. Weite, so das Bundesverfassungsgericht,
    seit seiner Zeugung steht dem Menschen, auch dem ungeborenem Leben menschlichen Grundrechte zu.
    Sie, Herr Pfarrer Stoodt, sind eine grosse Entteuschung.
    Sie sind kein Pfarrer,aus Berufung, Sie üben den Beruf nur aus.

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