Eine erste Presseschau am Abend des 7. Juli:
HR-Hessenschau vom 7. Juli:
„Ein Frankfurter Stadtteil im Ausnahmezustand… ‚Nicht die Nazis haben das Stadtbild Frankfurts heute beherrscht, sondern ihre Gegner… Gegen Mittag dringt eine Gruppe von dreihundert Protestierern auf S-Bahn-Gleise vor, sie sind unvermummt, suchen nicht die Konfrontation mit der Polizei.‘ […]
‚Blockierungen von Schienenverkehr, … Brände im Bereich der S-Bahnen, … das ist natürlich juristisch nicht in Ordnung, aber sie sind passiert, um zu verhindern, daß NPD-Demonstrationsteilnehmer hier nach Frankfurt kommen.‘
[Manfred Feist vom Polizeipräsidium Frankfurt]
„Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Frankfurt am Main gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit demonstriert. […] Anlass der Kundgebung war eine Demonstration der rechtsextremistischen NPD, die mit rund 500 Teilnehmern am Nachmittag mit mehr als zweistündiger Verspätung startete. […] Mit S-Bahn-Blockaden hatten linke Gegendemonstranten die Anreise der NPD-Anhänger zunächst verzögert, rund 130 Linke wurden laut Polizei unter anderem bei Räumungen der Blockaden vorübergehend festgenommen. Zunächst war von 200 Festgenommenen die Rede gewesen. Am eigentlichen Startort der Demonstration war zum geplanten Startzeitpunkt (13.00 Uhr) kein Anhänger der rechtsextremistischen Partei angekommen, wie ein Polizeisprecher berichtete. Allein am S-Bahnhof Rödelheim hätten 200 Demonstranten vorübergehend die Bahnlinie blockiert, … Gewalttätige Auseinandersetzungen mit Angehörigen der Autonomen- und Antifa-Szene waren nach entsprechenden Aufrufen im Internet nicht ausgeschlossen worden, blieben aber zunächst aus.“
(FR-online.de)
„Mit Gleis-Blockaden haben linke Demonstranten die NPD-Kundgebung in Frankfurt erheblich behindert. Nur die Hälfte der angekündigten 1.500 Rechtsradikalen erreichte ihr Ziel. Bei einer Gegenkundgebung auf dem Römer verlangten mehrere Redner ein NPD-Verbot. Wegen der Blockaden konnte die NPD-Kundgebung im Frankfurter Stadtteil Hausen erst mit mehr als zwei Stunden Verspätung beginnen. […]
„Wir haben uns den Nazis in den Weg gestellt. Das Betreten der Gleise ist zwar vielleicht illegal, aber legitim“, sagte ein Sprecher der linken Gegendemonstranten.“
(hr-online)
„Linke Gegendemonstranten haben am Samstag in Frankfurt am Main einen Aufmarsch von Neonazis erheblich behindert. Nach Angaben von Augenzeugen kamen die Anhänger der rechten Szene nur mit Mühe zu ihrem Demonstrationsort in einem abseits von der Innenstadt gelegenen Industriegebiet. Grund waren zahlreiche Gleisblockaden von S-Bahn-Strecken durch Nazigegner.“
(FAZ.NET „Heftige Proteste gegen NPD-Aufmarsch in Frankfurt„)

